Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600703
40 Giulio Angeli  Marco Angeli. 
ist flüchtig und manierirt, das Kolorit schwach Sulla Archifettura e snlla Scultura in Venezia 
und die Ausführung reizlos. etc. Venezia 1847. pp. 3:68. 404-407.  Sel- 
Ansprechender sind die plastischen Arbeiten 21362205 S:zzgäräzggidxgäezfgleezlaiäasään;' 
des Künstlers, der als Bildhauer zu den Auslaii- 402_4'04g_  Bemas um i, Studj am  340: 
fern der Schule des Jacopo Sansovino gehort  Burokhardt, Cicerone. z Aug P_ 553d 
und von Selvatico als Schüler des Girol. Cam- 
pagna betrachtet wird. Sie sind, wenn auch in Nach ihm gestochen; 
der Manier der Verfauzeit befangen und in der 1) Papa Alessandro Terzo che dona al Doge li Steii 
Fqmlenplldung oberßfwhhclu doch verhaltmsä- dardi e Tronibe nella Chiesa di S. Giovanni La- 
massig einfach und mitunter von einer anmuthi- teränm Nach dem Gemälde im großen Rathsmal 
gen Bewegtllelt- Dies gilt von den beiden Figuren des Dogenpalastes. In: Grau Teatro di Venezia. 
der hh. Georg und Stephan in den Seitennischen 11, Tnf, 12, gr, qu. F01, 
neben dem Hauptportal von S. Giorgio Mag-  
giorc; dieselben sind jedenfalls erst nach 1610 MarcoAngeii (i-inhtigerAngolo) delMni-o, 
errichtet , da erst in diesem Jahre die Fassade Sohn den Bnttistn del Mord, wie nein Vater, des- 
fertig wurde. Ferner von den drei Statuen über nen Sghülgr er auch war, Maler und Kupfer. 
der einen Thüre der Sala delle quattro porte im stechen Wie über seinen Namen die gleinhe 
Dogenpalast (Gehßimniss. Fleiß und Treue), Verwirrung wie bei Battista herrscht, so sind 
sowie von den Statuen des Heilands und zweier auch übgr nein Leben und die Zeit seiner Thä_ 
Engel Ilßbßt Relief, das den Lelßllllßm Jeßll von tigkeit unrichtige Nachrichten überliefert. Nach 
einem Engel gehalten vorstellt, lll S- Steffi 110 Dal Pozzo soll er in Rom unter Rafael sich aus- 
(Seitenkapelle des Chors). Gi-össere Arbeiten gebildet und dnselbng in noch jungen Jahren 
von ihm hatS. Salvatore aufzuweisen an dein (nach späteren knnm 30 Jahre alt) gestorbgn 
Denkmale der Dogen LOTWZQ und Glmlamo sein. Unmöglich konnte er Rafaefs Schüler sein, 
Pflull und im demjenigen des Prßkllrßtorß AII- da er sicher erst nach dessen Tode geboren ist; 
drea Dolfino (letzteres errichtet 1602, mit den und ob er überhaupt in Rom gewesen, ist mehr 
Statllßn 1168 Hßlländß, der 11h- Bönßdlkt und AII- als zweifelhaft. Auch Lanzi setzt seine Thätig- 
dreas). Das erstere, mit Zwei Säulßnordnvnsen, keit zu früh, in das J. 1560; vor 1565 lässt sich 
enthält in der oberen die Gestalten der hh. Lau- kein Werk von ihm nachweisen, und noch 1585 
rentius und Hieronymus, in der unteren die Bild- und 1536 kommen in den Büchern der Scuola di 
nissfiguren der Verstorbenen auf Sarkophagen. S_ Giovanni de" Battuti zu Murano Zahlungen 
Auch die Architektur dieses Grabmals soll nach für Arbeiten von seiner Hand vor. Andrerseits 
Moscliini von Giulio herrühren; doch schreibt ist ein Bild, das sich früher in S. Bartolommeo 
sie die neue Guida von Venedig dem Cesare daselbst befand, mit seinem Namen (Marco Moro 
Franco zu. Hier ist der Künstler schwächer; Veronese) und der Jahrzahl MDLXX versehen; 
jene gr ssen Heiligeniiguren zeigen nur die Ma- woraus also mit Wahrscheinlichkeit erhellt, dass 
nier und die Leere der Verfallzeit. Das Gleiche er zum Mindesten 16 Jahre lang als Künstler in 
ist der Fall mit seinen Statuen des Auferstande- Venedig beschäftigt war. Demnach kann er nicht 
nen (davon eine in S. Maria del Giglio, mit jung gestorben sein, und in Rom ist er wahr- 
jener prahlerischen Inschrift, eine andere in S. scheinlich, da sich dort keine Spur seiner Thü- 
Maria Zobeiiigo). Ausserdem von ihin noch tigkeit auffindet, gar nicht gewesen. Die An- 
erhalten: das Grabmal des Arztes Parisano Pa- gabe, dass er dort unter Rafael gearbeitet, mag 
risani in S. Fantino und einige Bronzcstatuet- durch eine von ihm gefertigte Kopie, die sich 
ten in S. Felice. Endlich hat Giulio einige noch iin Museum zu Verona befindet, veranlasst 
Bildnissbüsten hinterlassen, insbesondere die- sein; man gab nämlich dieselbe früher für eine 
jenigen zweier Dogen an der Fassade von S. Kopie nach einem Bilde RafaeYs aus dem Hause 
Gio rgi o M a ggi or e (ausgeführt 1618), und hier Canossa aus, in Wahrheit aber ist sie nach einem 
erweist er sich recht tüchtig, wie denn überhaupt Gemälde Giulio Romands, das die Madonna mit 
allen Bildhauern dieser späten Zeit das Bildniss, dem kleinen Johannes vorstellt, wie er Wasser 
die einfache Wiedergabe der Individualität noch über das J esuskind herabgiesst: wahrscheinlich 
ain besten gelang. nach der bekannten Madonna della Scodella, die 
Ausserhalb Venedig's scheint Giulio nur wenig sich jetzt lll der Dresden" Galelle bellmlet- 
thätig gewesen zu sein. Nur in Rovigo befindet Von seinen Malereien hat sich wenig erhalten; 
sich noch ein mit seinem Namen bezeichnetes e? Zelgt Slßll darin als einen Nachfolger Seines 
Werk; Linddnnn mit dem Kinde in einer Nische Vaters, den er indessen nicht erreichte. Die Bil- 
in der Loggia piibblica, bez. 0Pvs ivnn MAVRI der zu Verona, deren dal Pozzo gedenkt, sind 
VERONEIS_ siimmtlich verschollen; in Venedig sind von 
s. Dal Pozzo, Vite dei Pittori etc. Veronesi. ihm das hl" Abendmahl in s" Le0ne' das Bild 
P_ 7d  Zanetti, Dem pmum venemna aus S. Bartolommeo (Darstellung des Paradie- 
p, 334_  Mosnhini, Gnida (11 venem 1_ ses) in der Vorrathskammei- der Akademie und 
414. 439. 472 etc. II. 362. 471.  Bartoli, eine Kreuzabnahme mit mehreren Heiligen in 
Pißture etc. di Rvvigo. p. 86.  Selvßtico, S. Stefano auf Murano (bez. Marco Angolo
        

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