Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600692
Battista Angeli del Moro  Giulio Angeli. 39 
Antonius. Gaet. Zancon dis. et inc. Kontur- 
stich. In: Raccolta di 60 Stampe della piü celebri 
Pitture di Verona. N0. 24. kl. 4. 
3) Venus oder nackte Nymphe, zwischen einem 
Flussgott und einem Alten sitzend und aus 
Amors Köcher einen Pfeil nehmend. Links un- 
ten mvrrsrn ANÜR, darüber  kl. F01. 
Dieses Monogramm, das aus FABF zu bestehen 
scheint, auf den Angola selbst zu beziehen , wie 
B. 20, und die Ungeschicklichkeit des radirten 
und mit dem Stichel übergangenen Bl. durch die 
Annahme einer Jugendarbeit zu erklären, liegt 
kein Grund vor. 
s. Vasari, Ed. LeMonnier. IX. 281. -Bartsch, 
Peintre-Graveur. XVI. 173.  Zani, Encicl. 
II. passim.  Le Blanc, Manual.  Nag- 
ler, Monogr. passini, haupts. I. 1960.  Pas- 
savant, Peintre-Graveur. VI. 180.  Huber 
u. Rost, Handb. III. 178.  De Angelis, 
Fortsetzung von Ga n d ellini" s Notizie. V. 178. 
 Katal. Winckler. 
Notizen von M. Thausing und L. Gruner. 
W. Schmidt. 
G i u 1 i o A n g e li (richtiger Angele) d el 
M o r o, der Bruder des Vorigen, in veneziani- 
schen Kirehenregistern und Urkunden bis zum 
J. 1618 verzeichnet, Baumeister, Maler und Bild- 
hauer. Dass er in allen drei Künsten erfahren 
gewesen, dessen rühmt er sich selber; an einem 
seiner Bildwerke in S. Salvatore zu Venedig hat 
er sich bezeichnet: IULIUS MAURUS vnnosnnsrs 
SOULPTOR PICTOR ET AROHITEGTUS. Diese etwas 
prahlerische Inschrift nimmt sieh um so seltsa- 
mer aus, als hundert Jahre früher die Vereinigung 
der drei Künste in Einem Meister gar nichts Sel- 
tenes gewesen. Zudem hat Giulio trotz einer 
gewissen Geschicklichkeit es über das Mittel- 
mässige nicht weit hinausgebracht. Er hat übri- 
,gens nur Malereien und Bildwerke hinterlassen; 
 von Bauwerken, welche er ausgeführt, ist Nichts 
bekannt. 
In seiner Vaterstadt scheint er kaum gearbei- 
tet zu haben, da sich dort keine Werke von ihm 
finden; er kam wahrscheinlich schon in ganz 
jungen Jahren nach Venedig, das der Haupt- 
platz seiner Thätigkeit war. Wahrscheinlich 
brachte er daselbst auch den grössten Theil sei- 
nes Lebens zu. Von seinen Gemälden ünden 
sich noch mehrere in venezianischen Kirchen 
(bemerkenswerth in S. Fosca auf Tor eello das 
Altarbild mit dem Martyrium der hl. Fosca; das 
von Lanzi noch gekannte Bild der vier gekrön- 
ten Märtyrer in S. Apollinare scheint nicht mehr 
vorhanden zu sein). Doch sind die Malereien im 
D 0 genpa l a s t bedeutender , insbesondere das 
grosse Bild in Sala del maggior Consiglio: Der 
Papst Alexander III. übergibt dem Dogen in S. 
Giovanni Laterano Fahnen u. s. f. zum Geschenke 
(s. Stiche N0. 1). Andere Bilder aus der Dogen- 
geschichte sind in der Sala dello Serutinio. Hier 
zeigt sich wol Geschick, mit bewegten Gruppen 
grosse Flächen anzufüllen; aber die Zeichnung 
dirung. gr. qu. F01. B. p. 200 und bei Orazio 
Farinati 6. Pass. p. 180. Rost 4. De Angelis V. 
1. Vor der Adr. des Oamocio. 
II. Mit dieser. 
III. Dieselbe zugelegt. 
Rost No. 4 sagt: Mit den Namen RafaeYs 
u. Battistaüs und derAdr. des Ganiooci. Mir 
unbekannt, ob dies nicht etwa ein Irr- 
thum. Danach gäbe es noch eine Abdrucke- 
gattung. 
Mit Unrecht einem der beiden Farinati 
zugeschrieben. 
57] Die Nähsehule. Eine Frau unterrichtet junge 
Mädchen. Ohne Bezeichn. H. 5"  
Fehlt B. und Pass. (Notiz von Wessely]. 
I. Vor der eingestochenen Jahrzahl 1554. 
58] Allegorie. Eine Frau, links hinschreitend, ver- 
hält sich die Nase mit der Linken und öifnet mit 
der Rechten eine Truhe, aus der Schlangen und 
Gewürm kommen. Dahinter links eine andere 
Frau, eine Fackel anzündend; rechts ein jugend- 
licher Satyr. Oben der Thierkreis mit Apollo etc. 
Links unten: z  n  M  , von Fr. von Bartsch 
1557 
gelesen: Zuan Bat. Moro. Diese Bezeichnung 
ist aber fürAngolo fremdartig. H. 14", br. 8"  
Wien, Hofbibliothek. Dasselbe erwähnt in Wei- 
gePs Kunstkatal. N0. 19701 und Passav. 42. 
Im späteren Zustand ist rechts eingestochen: 
, D 
I! 
VAV4VAV..o. 
Im Dresdener Kabinet werden nach Mittheil. 
von L. Gruner dem Meister noch folgende Bll. 
zugeschrieben, die keine Bezeichnung tragen u. 
bei Bartsch fehlen: 
59] H1. Johannes, Christus und die Apostel. kl. 8. 
60] Christus heilt den Gichtbrüchigen. Reiche Korn 
position. qu. Fol. 
61] Christus treibt die Verkäufer aus dem Tempel. 
gr. 8. 
62] Christus am Oelberg. gr. 8. 
63-69] 7 Bll. aus der Passiousgesohichte. gr. 8. 
70] Die Sibylle (nicht das oben bez.  kl. Fol. 
71] Die Venus des Tizian. Ticus. in. Mit einer un- 
deutliohen Jahreszahl. kl. F01. 
72] Nereiden und Tritonen. kl. qu. Fol. 
73] Horaz, mit Lorbeerkranz, hält Feder u. Maske. 
hinter ihm Pegasus. kl. qu. Fol. 
74] Der Friede C2]. Ein Jüngling zündet einen Helm- 
an. Nische. 4.  
lrrthiimlich ihm zugeschrieben: 
1] Die Karyatiden, B. 16, sind von A. Falcone. 
B. 10. 
2] Der Tod als Vogelstellor. Roy. qu. Fol. Von 
B. 36 dem A. zuerkannt, ist indessen von G. P. 
Cimerlini, dessen Dedikation es im ersten 
Drucke trägt. 
b) Nach ihm gestochen: 
I] Triumph des Kelches [Sakramentes]. Oben die 
hl. Dreifaltigkeit, unten die Apostel. 1576 Ba- 
tista del Moro inuentor. Oriente O o nieli fecit. 
Nicolai Valegij formis. Veneti. 
2) H1. Nikolaus; darunter ein Bischof und der hl.
        

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