Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1605330
Baburen._ 
E 
laus von Ungarn in der Kapelle Sta Trinitä. in Baburcn. The oder van B abui-cn, hollän- 
Sta Chiara daselbst. Die Inschrift an dem letz- discher Maler , nach Bryan-Stanley (p. 41) 1570 
tern bezeichnet ihn als den Meister des Dompor- geb., zu Utrecht ansässig, wo er 1624 gestorben 
tals, das laut Inschrift der Erzbischof und Kar- sein soll. Auf Grund von Houbrakeds Angabe 
dinal Arrigo Minutoli 1407 aufführen liess (Ab- (i. 121), dass er Architekturstücke in der Art 
bild. bei Schulz, Denkm. v. Unterit. 111. 19.) Die- des älteren P. Neefs gemalt habe, macht Bryan- 
sem ähnlich, aber noch mehr mlit üpijbgelliiPeifß- ätanllley fden lgünstler zlil _eill1erritSIcIhült-ni1 iiesäge- 
 n rk ü erladen, ist das orta er einen er ee s; a er vermu ic mi nrec  nn 
äitiidhäwg. Giävanni dei, Pappacoda von 1415, es sind uns weder Bilder der Art erhalten, noch 
wahrscheinlich ebenfalls sein Werk (Abäilild. linden vlrgiriljachrichti-iln dairiibeelr inlllenlaltengatä- 
ders. Taf. 75.Vergl.n1. 97). Beiden verwan tist ogen. a uren ersc ein vie me r_a sein ac  
das Portal der Kathedrale von Messina (Ab- folgerdesMichelangelodaCaravaggio,demer sich 
bild. bei Hittorf et Zanth, Architecture moderne in ähnlicher Weise wie G. Honthorst aneehileßßt, 
de la Sicile; Paris 1845, und Smyth, Memoir auch 111 der Wahl Seiner Gegenstände, (hßflhß 
descriptive of the resources etc. of Sicily and its blblleehell, mythologischen und gellreartlgeh 
islands , London 1824.) Von Grabmälern hat er Motiven bestehn. In seinem kräftigen, oft gar zu 
in Salei-ne das der 1412 gestorbenen Margare- derben Naturalismus, seiner sicheren Zeichnung 
tha, von Durazzo, Genialin des Königs Karl III. und breiten, selbst frechen Pinselführung steht 
von Neapel durch einen Alesius Duicus (D0mi- gieße? Seltene Künstler dem Hellthgst, dem 91' 
 o  - Sie ast zum Verwechseln ähnlich ist, aum etwas 
ähäfileiläiuiläfä äiiiäifiiiääiniiiidflodoi nach. in aller-scheidet sich von ihm quer die 
iigen Dom versetzt ist Cl-eseonlus und Domi- Wahl einer einfachen Tagesbeleuchtung in seinen 
nici (1. 90) haben es irrthümlich dem angeblichen Bildern 11m1 einen derselben entsprechenden 
Ciccione zugeschrieben, dessen Sehule sieh ]3_ klaren hellbraunen Fleischton, während dieser 
nach ihre,- Melnung auch in Seinen andern Denk- bei Honthorst mehr gelb oder röthlich ist unter 
mälern angeschlossen haben soll (vcrgl. Schulz 3, dei]; Einwirkung des von ihm beliebten Kerzen- 
86 .Esistnochweni vonderher ebrachtenForm 116 tes- 
ßbbveichend, mit altirthümlicheig starrer Strenge Nachzuweisen vermag ich nur zwei Gemälde 
behandelt, doch zeigt sich darin schon ein Stre- von seiner Hand: Zunächst sein Hauptwerk, eine 
ben, einen gewissen Ausdruck zu erreichen. Das Grablegung Christi in 6 ganzen lebensgroßen 
späteste von B. bekannte Werk ist das oben er- FigvIeI-l in eine? Kapelle V01! S. Pietfe in M011- 
wähnte Grabmal des Admirals Ludovieus Alde- torio zu Rom, welches zugleich den Beweis 
moriscus vom J. 1421 in S. Lorenzo zu Neap el für seinen Aufenthalt in Italien liefert, und durch 
(Schulz n. 295). Man schreibt ihm auch das das neben dem Namen darauf befindliche Datum 
Grabmal des Kardinals Frangeggg Gel-belle in (1617)auchdieZeitdesselbenbestimmt.(BeiGsell- 
der Kapelle der Familie Garbone neben der Fels , Rom und Mittelitalien, n. 824. wird die 
Kathedrale daselbst zu, und dieses würde als irrige Vermutung ahsgespmßhell, dass des Bild 
sein frühestes Werk zu betrachten sein, da der Von Theodür Rflmbollts heTTühYe-i D355 es auch 
Kardinal 1405 gestorben ist Es zeigt kleine, der Künstler als sein Meisterwerk betrachtete, 
kurze Figuren mit harten, hässlichen Gesichtern scheint aus dem Umstande hervorzngehen , dass 
und geschmacklos durchgeführtes Ornament an er das Bild-und zwar nur dieses Bild-radirte, 
den Gewändern. Der Stil des Bambosius ist hier mit geistreichier, breiter Nadel. (Notiz von Ph. 
noch nicht so entwickelt, wie an seinen spätem van der Kelle"- 
 e la i t nWerken Schulz 
Äiiilirliäihniitiiibif (131) äoiegen Kapehle der _Ein9ß seinegeenrebnder. das derbe Bildnis 
Minutoli zeigen sich Anklänge an seinen Stil, 611183111115? Shhgers mlt halb ßhthlhsßtelbßfllsti 
namentlich an dem Grabmale des Erzbischofs befindet Slch auf Sfihloss Lahgehsteln bel 
und Kardinals Arrlgo Minuiiolo (i. 1412), wäll- Halberstadt. Esust bezeichnet: (v. Baburen) 
rend die Grabmäler der ein J ahrh. früher gestor- feeit Ah"-_1622-_ Elh ganz ahnllßheß Bfllstblld 
bellen Bischöfe Philipp und Omo einen alter- eines Klarinetspielers befand sich in der Galerie 
thiimliclieren Charakter haben (Schulz m_ ggl Schönborn zu Pommersfelden; es ist bezeichnet 
S. Schulz, Denkm. des Mittelalters in Süditalien. T. Babü- f. A1 1623- Doch weiss ich nichts über 
 Sghnaase, Kiinstgesch. VII. 5881i.  den Verbleib des iBildes seit der Auktion der 
v. d. Hagen, Briefe in die Heimath 3, 150- Sammlung (Paris 1867). Parthey (deutscher 
152-  Abbildu nse n , 5- im Texte- Bildersaal) erwähnt in der Sammlung Baumgärt- 
- F"- W- Uhfm- ner zu Leipzig ein Konversationsstiick (bez. T. 
Babouot. Antoine Babouot, französischer Babm-en. 1623.) 
Graveur und Elfenbelnschnitzer. In den Salons Der Katalog von G_ Hoet (L 99) gibt zwei Ge_ 
179l-1822 waren von ihm verschiedene Arbei- mäide Babureds an und zwar Gegenstücke: 
ten muMefanr Elffmbeln undwachih großenthells einen gefesselten Proinetheus und Adam und 
Forum? IP Meghlnonformi ausgestemh Eva in ganzen lebensgroßen Figuren, von wel- 
s' Be  m- rgt chen _im Kunstblatt (1820 p. 376) das erstere als
        

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