Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1605273
G-iuseppe Azzi 
ffkirpvanni Bernardo Azzolini. 
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liess er sich vernehmen, uin der großen Metropole des Hauses Mojoli in Bergamo, wo er nicht nur 
der Kunst habe ich die Schulen der besten Por- Architekturen und Prospekte, sondern auch rei- 
trätisten besucht und gelernt, die" Welt in Er- zende Landschaften, Putten und Figuren dar- 
staunen zu setzenu. S0 rasch und viel er sprach, stellte. 
so rasch und viel malte er auch. Ein Bild von Für Parma hatte Azzola mancherlei zu thun 
ihm sieht man in der Kirche S. Giuseppe zu gehabt, als ihn die Königin Maria Anna, Regentin 
Ferrara.  für ihren Sohn Karl II., nach Spanien berief, um 
s. Cittadella, Catalogo istorico di Ferrara. 1783. dort im Eskurial zu malen. Er scheint von 
IV. 255.  M emorie istoriehe delle 6111688 1666 bis 1684 dort gewesen zu sein. Im Juli 1684 
di geäfarß- 1:33-  t finden wir ihn wieder in seiner Heimat Disenzano; 
o 1' "o" "i- m"   damals schrieb er von dort an den Grafen Carlo 
   Jflnm" Carrara in Bergamo, für den er zwei Prospekte 
801910116 Az Z1 r Maler, Sohn des Gluseppe, in Arbeit hatte und den er überzeugen wollte, 
geh zu Ferra.ra' WO ell aufh seine Studien machm dass der dafür lgeforderte Preis keineswegs zu 
Im J- P82 hielt ef: slch m F01 Ognafaufl WO f" hoch sei. vWenn es Landschaften wären, so äus- 
versPhledene Gemiflde alfsfuhrtei so m fiel", SP1" serte er sich, dann würde es eine andere Sache 
lif-lklrche von Sßlgvßnnl Deconato Zwel Bllderß sein, da man hierbei mit einer gewissen Schnel- 
eines den hl. Splridion, das andere den hl. J oa- ligkeit den Pinsel gehen lassen kann. Aber Pro- 
clnglkägiglhillllnglulf ggäclggäiäigilengänslägä spekte erforderrö so viele Messungen und so viele 
6m    ' 1 Linien, die mit el gezogen werden müssen, dass 
des hl. Joseph u. s. f. Auch in Rom hat der s  h  ri A   J, 
Künstler gemalt, wo sich in S. Giuliano eine hl. e 22a] Eitelögseg säigärelgfw der gerade an den 
Jungfrau V0? Ihm Peündet-   Fenstern eines Hauses in Albino mit Malereien 
5' Mal "dem" Future am; '31 Bologmh 1 '82" beschäftigt war, vom Gerüste und brach das 
pp. 2b. 27. 158. 438.  (ilttadella , Catalogo. Genick In der Pfarrkirche von D. f d 
IV. 256.  Baru ffaldi, Vite de" pittori m.    fsenzflno 31K 
  Bssifäääessäts-är titsßreß s: 
Notiz von ansen. , 1 an I1 2 We 9 
Alex; Pinchart. mit sehr mittelmäßigem Talent die vom Vater 
Azzola. Giovanni Battista Azz 01a, erlernte Kunst ausgeübt haben. 
Maler aus Disenzano in der Valle Seriana bei s. Tassi, Vite de'pittoriBergamaschi. II. 125.  
Bergamo, lebte von 1614 bis 1689. Zuerst von Lettern Svlla pittura- V. 208. 
unbedeutenden Lehrern unterrichtet, wurde er Jamm- 
dann der Schüler des Viviani in Brescia, der in Azzolini. Domenico de' Az zo lini, Maler- 
der Architektur- und Prospekt-Malerei Tiichtiges aus Mantua, geb. 1476, 1- am 7. Aug. 1501. Sollte 
leistete. Von ihm eignete sich Azzola für immer vielleicht das Geschlecht des Neapolitaners Giov. 
das Kolorit, sowie seine ganze Kunstweise an. Bernardo Azzolini mit dem in Mantua zusam- 
Mit den Hauptwerken, die er verfertigt hat, macht menhängen und von diesem herstammen? 
unS THSSI bekannt s. Carlo d'Arco, Le Belle Arti in Mantova. I. 
Im J. 1649 schmückte er zwei Zimmerdecken  45. II. 253.  Gualandi, Memorie 63:. III. 21. 
des Palazzo Francesco Moronc zu B ergamo mit 11'186"- 
Fresken in Chiaroscuro, zu denen Giacomo Bar- Azzolini, Emole degli Az 2011111, Bild- 
belli und Inglese die Figuren malten. Der P. hauer aus Reggig, lebte um 1574 und gehört; zu 
13011910 cßlVi Schrieb eine ganze Abhandlung den vielen mittelmäßigen Talenten, welche durch 
darüber : Le misteriosepitture delpalazzo Moroni die Egtg in Ferrara Beschäftigung fanden 
sßieyate 9m Bergamo 1655- s. Perkins, Les Sculptcurs Italiens. II. 280. 
Den Chor der Pfarrkirche von Disenzano Not. 2.  Olttadell a, Notizie relative etc. a 
malte Azzola 1660. Das folgende Jahr verfertigte Ferrara. p. 662. J 
er in der Karmeliterkirche Malereien in Oel und amen. 
Fresko, wie er auch ihre Fassade mit einem wir- Azzolini. G io vanni B ernardo oder B er- 
kungsvollen Prospekt zierte. Ganz ähnliche Ar- n a r d i n o A z z ollini , genannt M a s s o l ini und 
beiten lieferte er für die Kirche in Albino, wo Mazzolini, ge  um 1560 in Nea el, zeichnete 
er überdies an den Seiten des Hauptportales, sich als Maler und Wachspossirer ins. In seiner 
sowie im Hauptschiife größere Fresken entwor- Vaterstädt und in Rom übte er seine Kunst, aber 
fen hat. erst in enua , wohin er um 1610 kam, gelangte 
Durch Vermittelung jenes Moronc in Bergamo er zu Ansehen, wie ihm denn Soprani einen ehren- 
erhielt Azzola 1665 den Auftrag, Chor und Decke vollen Platz in der Geschichte der Genueser 
der Kirche S. Andrea in Bergamo a fresco zu Künstler anwcist. Namentlich durch seine Ar- 
malen. Die Arbeit war sehr schwierig und machte beiten in Wachs gewann Azzolini Beifall : kleine 
ihm mancherlei Verdruss, da sie schlecht bezahlt Figuren, Porträts oder Allegorien , denen er 
wurde. Ein Brief an Morone, worin er sich über sowol durch die Form als durch die Farbe eine 
diese Dinge auslässt, ist noch vorhanden. Vielen überraschende Lebenswahrheit verlieh. Von 
Beifall gewann er mit den Fresken an der Fassade Marcantonio Doria erhielt der Künstler eineReihe 
Meyer. Künstler-Lexikon. II. 63
        

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