Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1605010
Jacob Averecht 
Antonio Averulino. 
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im Rathhaus zu bemalen, ebenso die Thüren und die Felder der Eingänge und die Pfosten der 
das Portal des gleichen Saales nebst den darin Stühle schmücken, sind von ansehnlicher Größe, 
beiindlichen Statuetten, welche Cornelins van und man sieht darauf die Tugenden der hl. Jung- 
Ae lt re ausgeführt hatte. Es scheint demnach, frau, den Kindermord, die Herabkunft des hl. 
dass er zu Ansehen gelangt war, denn die Rats- Geistes etc. abgebildet. Viollct-le-Duc rühmt 
herren von Brügge hatten überall die besten die Schnitzereien sehr; auch der Arbeit, die dem 
Künstler zur Ausschrnückung ihres Stadthauses Turpin angehört, zollt er Beifall. Von einem 
aufgeboten. Im J. 1412 machte er die Statuetten Theile der Stühle gibt er Abbildungen. 
der Lettner in der Stiftskirche St. Donatianus s. Gilbert, Description historique de Peglise 
in Brügge. Auch bekleidete er verschiedene cathödrale de Notre- Dame d'AmienS. 1833- 
Aeinter in der St. Lukas- und St. Eligiusgilde : P- 25132-  Düse V91gÄRäOhBITIIBSIIhiäPÄIiäUSS 
1399-1400 war er Dekan, 1400-1401 Gouver-  S1" es Ouviaäes 6118011 es am ß V16 m "n 
neur, 1400-1401 wieder Dekan und 1415-1410  
Vmder- Er starb um 1420- ture franqaise du X16. an XVIE. siecle. VIII. 465. 
J an A v e r e c h t, Maler (Beildescrivere), Vin- A   Alex Pfmhmif 
der der nämlichen Zunft in den J. 1405-6 , 1410  verrlmonm A u s O n 19 A v e r r im o n.o' 
_11 , 1419___20, 1429_30, und Dekan 1416_17_ nussverstandene Korrektur 1n dem maghabechia- 
 um 1435. irischen Exemplar der Abhandlung des Filarete 
uber die Baukunst für Antonio Averulino. 
Wille m Av e r e c h t , Maler (Scilrler), Vinder (ß- diesehl- 
1420-21, 1431-32. 4 um 1440.  F'- W- VW"- 
W. H. James Weale. Aversa. M e r c uri o d'A v e r s a, Maler in 
Averlino, s. Averulino. Neapel, gegen die Mitte des 17. Jahrh. Er lernte 
bei Giovan Battista Caracciuoli und war nach 
ÄVßrl-illllS- J 0 h ß I1 n e S _AV ß Pi inn S 1 V9?" Lanzi keiner von den besten Schülern desselben. 
fertigte lauf Inschrift 1465 die in den kgl- Anti" Er half seinem Meister in vielen Malereien, und 
kennninmlnng Zn Dresden nnfgenieilfß kleine es herrschte zu Dominicfs Zeiten die Meinung, 
Nachbildung den Reifefninine des Mark Aniel dass der größte Theil der schwachen Arbeiten 
in Bronze und schenkte sie dem Piero de" Medici. Giovan Battistaws von Mercurio herrühl-te_ Nach- 
Sie enthält einige Abweichungen Vnin Original dem sich dieser seine eigene Manier gebildet, 
und SPnTen Vnn früherer Einnilliinng einzelner verfertigte er viele Arbeiten; u. A. malte er da- 
Theile. Averlinus nennt sich einen Architekten, man, die vier Bilder über den Thüren der Jesui- 
darf aber nicht mit dem gleichzeitigen Antonio tenkirche S_ Giuseppe an der Qhiaja"  Aversa 
AVG Tlllihß, genannt F ilhfnin, verwechselt bezeichnet wol eher seinen Geburtsort als seinen 
Wßfdßn- eigentlichen Namen; da er aber unter diesem an- 
F" W" Ung" geführt wird und Mercurio wahrscheinlich bloß 
Ä-Yefllinr- Allfnihn AVe nniei", Hnlzsnhnil? der Vorname ist, haben wir ihn hierher gezogen. 
Zer zu Am i e n s v im Beginne des 16' Jahrh" Ver" s. D 0 m i n i ci Vite dei Pittori etc. Napoletani. 
fertigte die schönen Chorstühle vonEichenholz in In 51  'L an n, Stol-ia Put, Uebersetzung 
der dortigen Kathedrale , welche den elegante- von Quandt. I. 581. 
sten gothischen Geschmack bekunden und voll- W. Schmidt. 
kommen erhalten sind (ursprünglich 120 Sitze, Averuljno, Antonio Av eru lino , oder 
jetzt nur noch iifil- AVefllißr übernahm die Av erlino, genannt Filarete, Bildhauer und 
Ausführung, so erzählt ein Lokalhistoriker nach Arehiteki; geh um 1400 zu Florenz, 1- 11m 1469_ 
einer gleichzeitigen Uliillllde, 11111 die Winzige Seine künstlerische Entwickelung fallt in den 
Summe VOII 32 SQIIS für'n Siiißk; Offenbar aber Beginn der Renaissance, als deren ersten und 
beruht (ließ auf einer Sßhlßßhfell Lesung oder wahren Urheber ernachmals Filippo Brunelleschi 
Vielmehr auf eine? Lücke; 65 handelt sich hier feierte. Mit allen den Meistern in den bildenden 
sicher um eine Münze, die man anzufiihren unter- Künsten , Welche damals Florenz zum Mittel- 
liess, und die 32 Sous betrug. Ein Meister vhuchers punkte einer neuen Kultur machten, stand Aver. 
VOII Amiellß, mit Namen J 6 ß 11 T nYDiII, leitete lino in Verbindung, und auch den gleichzeitigen 
die Anfertigung der eigentlichen Stuhlgeßtßlie- literarischen Bestrebungen blieb er nicht fern.  
Die ganze Arbeit wurde 1501 auf Kosten des Unter den Bildhauern scheinen Lorenzo Ghiberti 
Kapitels begonnen und 1522 vollendet; man ver- und Luca della Robbia den größten Einiiuss auf 
wendete dafür mehr als 11'200 Pfund damaliger ihn gehabt zu haben; in der Zahl der Künstler, 
Rechnung. Auf dem Schaft einer Säule, welche die an den berühmten Pforten des Baptisterinms 
die Lehne des letzten Stuhles zur Rechten über- mitgeholfen haben, wird auch A. genannt. Jeden- 
ragt, findet man die Jahreszahl 1521 (auf einem falls nahm er dann unter diesen eine hervor- 
Stuhle das Datum 1508, für die Arbeit Turpins). ragende Stellung ein. Denn als Papst Engen IV. 
Von Avernier sind die geschnitzten Reliefs, von Florenz, wo er das Konzil abgehalten hatte, 
welche zumeist Gegenstände aus dem Alten und nach Rom zurückkehrte, berief er, wahr- 
Neuen Testament behandeln. Diejenigen, welche scheinlich noch im J. 1443, den vMeister Averlinoß 
im Rathharls zu bemalen, ebenso die Thüren und  
das Portal des gleichen Saales nebst den darinj 
beündliehen Statuetten, welche Cornelius van 
A elt r e ausgeführt hatte. Es scheint demnach, 
dass er zu Ansehen gelangt war, denn die Rats- 
herren von Brügge hatten überall die besten 
Künstler zur Ausschmückung ihres Stadthauses 
aufgeboten. Im J. 1412 machte er die Statuetten 
der Lettner in der Stiftskirche St. Donatiunus 
in Brügge. Auch bekleidete er verschiedene 
Aemter in der St. Lukas- und St. Eligiusgilde: 
1399-1400 war er Dekan, 1400-1401 Gouver- 
neur, 1406H 1407 wieder Dekan und 1415-1416 
Vinder. Er starb um 1420. 
J an A v e r e c ht, Maler (Beildescrivera), Vin- 
der der nämlichen Zunft in den J. 1405-6 , 1410 
      
i- um 1435.
        

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