Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1604971
Avellanus  Avemann. 467 
 
Avellmml P, Albßricug Avenanug, W01 andere in dem des Cremona. Auch die Vorhalle 
italienischer Maler im 13, Jahl-IL des großen Sales in der Residenza de' Consoli 
hat Avellino gemalt. Der Künstler starb am 
Nach ihm gestochen: 3. Aug. 1700 im Hospital de' Battuti bianchi zu 
H1. Bernhardin von Siena. Gest. von Jan. Gut- Ferrara. 
tierel- s. Baru ffaldi , Vite de' pittori etc. Ferraresi. II. 
s. Heineken, Dict. 394 und 222 Anm.  Cittadella, Catalogo 
W. Schmidt. istorico IV. 341.  Barotti, Pitt. di Ferrara. 
Avellßr, g, Avelßr, p. 193.  Memorie de" pitt. Messinesi. p. 202. 
  L_a n zi, Storia pittorica. IV. 300.  R0 s i ni , 
Avelli, s. Xanto. Storia della pittura. VII. 129.  Z ani, Encicl. 
Avellino. G-iulio oder Giacinto d'Avel-    Jungen. 
lino, nach seiner Vaterstadt vil MGSSiDGSGa ge- Aveumm Onofno Avelhfloß Maß" F11 
nannt, Landschaftsmaler in der zweiten Hälfte Neapel um und nach 1700' soll m.R0m M41 1m 
des 11 Jahrlm von Natur liebenswürdig und Alter von 67 Jahren gestorben sein. _Er lernte 
schön , talentvoll und geistreich , erwarb er sich zuersit bel Luca Gmrdalim und im dleser nach 
durch seine Werke den Namen des größten Spanien berufen war: bei Fr. Solimena. Er kam 
Landschaftsmalers, den Messina. hervorgebracht flann zu elnem.gewlssen Ansehen und. erhielt 
hat. Nachdem er in dieser Stadt bei Niccolö mfbesqldelie wele Bestellungen auf Bddnisse' 
Francesco Maifei Mathematik, Perspektive und F1" dm Klrche der Karmeiltel. zu Sorrenß 
Architektur studirt hatte, ging er nach Neapel malte (ir em großes Blld' dm  Jungfrau mit 
und wurde der Schüler des Salvator Rosa. Zu- dfm .Kmd' vonßngel? und Helhgen umgeben; 
rückgekehrt nach Messina vermältc er sich mit m? d") sind? Vmo bel Sorrent die hh Giro und 
der Tochter seines ersten Lehrers. Eines Tages Glomlmb dle Kranken lteilefldi und darüber die 
gerieth er mit einem Priesterin Streit; er verwun- hL Jurtgfrau um dein Kmd m ihr Engelsglorie" 
dete diesen durch einen Büchsenschuss und {ich Disglewhe" Verffmlgte er zviel Gemälde für die 
dann, sich zu rettenynaeh NeapeL Hier wurde ihm Isirclie del Rosariello delle Pigne ausserhalb des 
die Liebe einer Frau unerträglich, die in Leiden- rlhqres 8' Gennam zu .Neap el ' Fug der G6" 
sehaft und Eifersucht so weit ging, dass sie sei- schwhie des h!" Domemcusl DQmmiGi gibt am 
ner Gattin mit Gift nach dem Leben trachtete. dass Viele Koplen von Aveumo mys Auslani so 
A. begab sich daher nach Rom und dann nach nach hnglanfl" Frankrewh nd namentlich auch 
Venedig. Auch andere große Städte suchte er nfch Venedlg gegangen geilem WO man sie für 
noch auf, bis er endlich in Ferrara eine bleibende d") Werke semer Lehrlilelster gehalten htbei 
Stätte und einen bedeutenden Wirkungskreis s? Schlachten nrßh L' Gfordano und Histonen" 
fand. Er führte hier die Landschaftsmalerei bllißr Fach .s0hmena' dleflue mit der größten 
wieder ins Leben zurück, welche mit dem Tode Frelhelt koput geWißen Wären",  
der Dossi untergegangen war. An Meistern an- Naclidem Onofrlo m seniler Heimat Vlele Werke 
derer Art fehlte es in Ferrara nicht. Avellino ailsgefuhrt! wandte er swh. nach R9m' WO er 
verehrte namentlich Francesco Costanzo Catanio, sich verhelratete mid stälidlg niederhess" Auch 
dessen Geisselung Christi seinLieblingsbild war. hler Piailgelte es. Ihm nmht an Bestellungen: 
Innige Freundschaft schloss er mit dem Kunst- Dommml 96m1? hleruntir den hL Albertm der 
freund und Schriftsteller Baruifaldi; wie dieser, Kranke hellt .m der Küche von Monte Santm 
war er auch Mitglied der Accademia dcgli Intre- em Blld' das "ekän Belfan erlangt hab? 1.11 den 
pidi in der er öfters Beweise seiner dichterischen letzten Jahre? Semes Lfabens habfg. er ubngefnb 
Befahigung gab. Avellino liebte die Poesie; W91 Wiegen seiner zahlrelchen Famlhfh 311.011 Genie 
ihren größten Meister sah er in Torquato Tasso. Blldnlsse ' mit denen er Erfplg hätte ' um Welilg 
Avellinds Gemälde fanden dauernde Aner- Sorgfalt "zieh? gemalt Sam großtes WFrk 1st 
kennung__ Noch Lanzi und Rosini rühmen, dass nach Lanzi die Decke von S. Francesco di Paola 
er die gewaltsame und herbe Kunstweise seines m R 0 m' 
Lehrers Salvator Rosa zu mildern bestrebt war. .   
[n seinen Werken erregte die geistreiche Staiifage,   Nach Ihn? gestochfxh 
aber ganz besonders die Fülle von Bauwerken Uälrlldälisssäles Kardmals Mols" Gamüf" Gast 
       A-  
ES GI 011  
Welt Waren durchaus im Geist und Geschmack s. Dominici Vite dei Pittori etc Napoletani 
der italienischen Romantik. Als würdiger 1v_ 211_ 553  Lanzi, Stom bim Uebers: 
Schmuck der Säle und Galerien wurden Ave1li- von Quandt, 1_ 511_  Heineken, Dm,  
uo's Gemälde überall gesucht. Dennoch kannte Füssli, Künstlerlexikon. I. 
selbst das vorige J ahrh. wenige derselben. Citta- W- Schmidt. 
lella zählt in Ferrara folgende auf: Acht Land- Avemann. W olf A v emann , malte in H. 
lchaften mit heiligen Geschichten im Hause van Stecnwycks Manier perspektivische An- 
Donati; Zwei in dem des Giacomo Pomatelli und sichten von Kirchen. Doppelmayr lobt ihn und 
59 4'
        

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