Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1604809
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Autissier 
1780 (1999 JÄBFWEEIL 
wälzungen in der Staatsverwaltung aber legten des Bild Friedlich Wllllelnln lll- in der Hand. 
diesen Projekten Hindernisse in den Weg, und Geel- von Pe "i" Jlr- Fel- 
A. wandte sich in den letzten Jahren des W' Edgelmdlln- 
18. Jahrh. nach Brüssel. Hier beschäftigte er  Änliebnlßs- Alltobllloß, Maler, Schüler 
sich ausschliesslich mit Miniatur-Porträts und elner nennt nnneknnnlen Melelln OlYlnPlßeI 
stellte derartige Werke zum ersten Mal im Pari- Pllnllle 35, 14S- 
ser Salon von 1801 aus. A. erlangte bald darin Emm- 
große Geschicklichkeit und vielenBeifall. Einige AniPeß-n- Jacques Autreau oder Ante- 
Jahre später erstreckte sich sein Ruf bis Hol- 1' enn (nicht Antreau), Porträtmaler und drama- 
land , wohin er berufen wurde , um die Bildnisse llscllel Dldlllelv gell- zu Falls 1657- Er mnee Von 
der vornehmsten Familien des Landes auszu- selll llllllellellswllldlgemCharakter gewesen Sein, 
führen; er malte den König Ludwig und mehrere Wenn man seinem Ruf und seinen Feinden Glau- 
Hofleute. A. verweilte ziemlichlange in Holland; bell Schenken dell- Vnllnlle nennt llln "llßmme 
doch Wal- el- 1310 Wieder lh Brühseh Zwei assez franc, d'ailleurs mauvais peintre et man_ 
Jahre darauf wurde er zum Mitgliede der Gesell- Vllls Pddld" Ellles Selllel bekanntesten Bilder 
schaft der Künste zu Gent ernannt und über- stellte Fdlllelldllel Hdllddll de lll Motte und 
gab bei dieser Gelegenheit ein hübsches Mlhihr Danohet vor, wie sie über eine literarische Frage 
turbild, die Eintracht und die Freundschaft. dlsklllllell- Es wurde Voll M- de la Feye eTWOI- 
Im J. 1817 beauftragte ihn Wilhelm I., König ben, ist aber später verschollen. Das Museum 
der Niederlande, sein Porträt zu malen, von Von Vereßlllßß beßltzt das Selbelpnlllät des 
welchem der Künstler mehrere kleine Wledel, Künstlers; der Kopf ist mit einer violetten Mütze 
holungcn auf Befehl des Königs ausfiihrte. Auch bedeckt und der Körper ln elnen lJlnnen Mantel 
für den Brüsseler Hof wurde er beschäftigt. Im gehüllt: Baleehon (n Stlnhe N0. s) stach nach ihm 
J. 1820 ging er nach Paris, wohin ihn in Folge Oder Seinem Sohne Louis das Bildniss des Bene_ 
seiner 1819 im Salon ausgestellten Arbeiten lllkllnere Jacques Gabriel Gllllol, das ln der An- 
zahlreiche Aufträge riefen. Noch 1822 stellte er Oldllllllg etwas all Rlgdllll ellllnell- Von Antreau 
in Paris aus. Nach etwa ä Jahren kehrte er llvlld dle (unälanbnehßl Glescllldllle erzählt, er 
nach Brüssel zurück! wo er am 4_ Sept 1830 habe einmal hintereinemBlldrahmendas Original 
starb statt des Portrats den Kritikern vorgezeigt, wel- 
Autissier stellte viel in Belgien aus; in Gent dlld lldlzddlll Welllg Aelllllldllkell lllldell kenn- 
1810, 1814, 1817, 1820, 1826, 1829, in Brüssel ten- lmßeller von 60 Jnlären llng er an für das 
1813, 1821, 1824, 1827 und 1830, in Antwerpen Theater P1 Selnellnen- Salm? Hennleiüeke sind: 
1828. Mehrere seiner Werke sah man auch auf Le dort d llAllgldld' ,Ld dlle llllluleteqpallllrge ä 
den Ausstellungen von Amsterdam. Im Salon mdrlddldd mdgle dd ldlllddlßvlleldlld lllllgllllngem 
zu Gent bemerkte man unter andern ein Porträt Erlolgdlm Thedlre ltdllen und lmThddlre lfancais 
des Königs Ludwig XVHL aufgefuhrt wurden. Auch eine Qper, Platee, 
Uebrigens malte Autissier nicht bloß Bild- schnell dlqwdzd Rolldsddd dle Mdslk Velfelllgtß. 
nisse , sondern auch Anderes in Miniatur: Wedel ddllle Sdllllllell llodll sellle Malereien 
Hebe kredenzt den Nektar, Eine Bacchantin, konnten llm Vol delllldlelld llll Aller bewahren. 
H1. Maria Magdalena, Hl. Jungfrau mit dem 1738 malte e? zu elllem Blldd ddd Kallllllals 
Jesuskinde sitzend, Alleg. Gruppe von 5 Figuren Flellry VPn Rlgnnll elell Selber nle Diogenes die 
nach N. Poussin u. a. Der Künstler liebte es, Laterne lll llel: Hand und nnllenes deutend, mit 
Frauen in ihrer Nationaltracht darzustellen; man der llnlelsclllllli Qneln (Innern nenllnem inveni. 
kennt von ihm eine Zirkassierin, Portugiesin, Dleee witzige Schineichelei. brachte _ihm eine 
Briisselerin, Genterin, Engländerin, Frisin etc. Stelle llll sllllale der Ulllldlllldlell dm, WO ei 
Sein Selbstbildniss, welches der 1805 verstorbene llllllg am 1d Okt "45: 88 Jdllld all: seln Leber 
holländische Maler J .E. de Grave besass, wurde beschloss- 
mit dessen Kunstsammlung verkauft. S- M enlnllee fle TTeVenK- 1755- P- 1171.  
s. Zählungslisten der Einwohnerschaft von Pesseller. m de" Oeuvres ddamaliquef dlAn 
Brüssel. 1811. 1816 etc„ und die Zivilregister terdau Pans 174d .12'  Fusslh Kullsllen- 
in dem städtischen Archiv daselbst. lelukom 7 J dl ' Dlct" crltlque"  B ellle 1' 
s. Van derWilligen, Geschiedenis etc. I.298.-  Flonllol Gesell. der zemhnl Künste 
Fü s s li, Kiinstlerlexikon II. und Neue Zusätze.   J_ J_ Gut-ff"; 
 L. aß r. m, Annales du Salon de Gand. 1820. y- 
p. 43.  Immerzeel, De Levcns en Wer- Nach ihm gestochen: 
lififill"  d 31:18 i'll?  Äiisiiinlffitlif t ll D" Kümmel llw": "l desse" Bnäslbnd Die 
Pätranger. 2. Ausg. p. 191.  Bellier Dict. genesl de: seme Laterne halt' deulet 
A Pmähart. (s. oben.) Gest. von H. S. Thomassin 
 gr. F01. Das Portrat des Kardinals ist nun] 
Nach ihm  2„   
L. Fauelie-Borel, Buclidrnckervon Neufchätel, bour- 3)  Dass. Gabriel Bodenehr sc. et exn 
bonischer Unterhändler, 1762-1829, Halbllg, Aug. Vind. Schwarzk, Fol.
        

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