Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1604659
Benedikt Auer 
Kaspar Auer. 
435 
war der letzte künstlerische Vertreter der Fa.- 
milie Auer. Als Lieutenant der Passeier Schü- 
tzenkompqgnie machte er die Kriege von 1796 
bis 1814 mit vielem Ruhme durch. {Ueber seine 
Thätigkeit als Künstler; haben wir keine nähere 
Notiz. 
s. Beda Weber, Das Thal "Passeier. p. 233.  
Oesterr. biogr. Lexikon.  
A. 1:9. 
Aller. J. B. Auer, Kupferstecher zu Bozen 
in Tirol, 18.  Jahrh. 
Der selige Heinrich von Bozen in der Gloria; unten 
Kranke und die Stadt Bozen. J. B. Auer fecit 
Boxen.  
s. T i: 01er Künstlerlexikoxx.  
 W. Schmidt.  
Auer. Anton Auer, Porzella.nnialei' , geb. 
den 4. März 1778 (nach Nagler 1777) zu München, 
-l- daselbst 25. Okt. 1814. Er kam im J. 1795 an! 
der Nymphenburger Porzellan-Fabrik in die 
Lehre, wo er unter Johann Peter Melchior bis! 
1801 den sorgfaltigsten Unterricht genoss undl 
solche Fortschritte machte, dass er als Maler ini 
der genanntenAnstalt verwendet werden konnte.  
Im J. 1809 wurde er zu weiterer Ausbildung 
nach Wien geschickt, von wo er nach achtmonat- 
lichem Aufenthalt zurückkehrte und 1810 zum 
Obermaler bei der Manufaktur ernannt wurde. 
Die vom Kronprinzen (nachmaligem König) Lud-, 
wig gestellte Aufgabe, eine Reihe von Gemäldenl 
aus der königl. Gemäldegalerie für ein kostbares; 
Service zu kopiren, begann er zur höchsten Zu-l 
friedenheit und Anerkennung, doch starb erl 
vor der völligen Vollendung. Der Auftrag wurde 
erst später durch Adler, Max Auer, Heinzmann, 
Le Feubre und Kristfeld. beendigt. 
Auer kann mit Recht der Gründer einer neuen 
Schule der Porzellanmalerei genannt werden, die 
in der genauen Nachbildung von Oelgemälden 
neue Erfolge sucht, aber den eigentlichen Anfor- 
derungen des Materials nicht eben gerecht wird. 
Sorgfalt und Genauigkeit der Ausführung zeich- 
neten A. aus. 
Vater im Auftrag König Ludwigs I. begonnenen 
Services betraut.  
Die große Treue , Vollendung und Feinheit 
der Ausführung erwarben ihm seiner Zeit einen 
nicht unbedeutenden Ruf. Zu seinen frühesten 
Arbeiten gehören ausser vielen 'l'ellerbildern mit 
Kopien nach den Meisterwerken der Bildergalerie 
auf 10zölligen Platten: Christus und Johannes, 
als Kinder mit einem Lamme spielend, nach 
Rubens; Bildniss der Helene Fornian, nach dem- 
selben; Bildniss des Sir Bryan Tukc, hinter ihm 
der Tod nach Holbein. Ferner 1833 z St. Barbara 
und Elisabeth, nach Holbein, beide auf Pltttten 
von 22 Zoll Höhe, und 10 ZollBreite. In der Folge 
war Auer auf jeder großen Kunstausstellung zu 
München mit seinen Teller- und Plattenbildern 
Qvertreten, zuletzt noch mit Kopien nach Rubens 
 (Kastor und Pollux entführen die beiden Schwe- 
lstern Phoebe und Hileaira), Lorenzo di Credi 
(Madonna), Rafael (Porträt des Binde Altoviti), 
sämmtlich nach Gemälden der Münchener Pina- 
kothek. 
Später wendete sich Auer auch dem Aquarell 
und der Glasmalerei (eine Madonna nach Murillo 
im Kunstverein von 1858) zu; doch hinderte ihn 
zuletzt ein bedenkliches Augenleiden an der 
Ausübung seiner Kunst. Er lebt noch. 
s. Bayerische Annalen 1834. No.111. p. 883. 
 Kunstbl att. 1829. p. 194. 
H. Holland. 
Auer. K a s p ar Au e r , Maler und Lithograph, 
geb. 1795 zu Nymphenburg, kam in seinem 11. 
Jahre an die Münchener Akademie. Im J. 1819 
erhielt er die Stelle als Lehrer am k. Erziehungs- 
Iinstitute am Anger, erlag aber schon 1821 der 
lLungensehwindsucht. Sein Ilauptwerk sind die 
 Lithographien nach Gemälden, die sich größten- 
1theils in der Alten Pinakothek, einige aber auch 
in der Neuen Pinakothek und zu Schleissheim 
beiinden. Sie sind nicht ohne Kraft und male- 
risches Gefühl ausgeführt, so dass man das frühe 
Hinscheiden des Künstlers sehr bedauern muss. 
  H. Holland. 
s. Lipowsky, Bairisches Künstlerlexikon. -l 
Mün eh en er Gesellschaftsblatt. 1813. N0. 8. -N 
Morgenblatt. 1814. p. 168.  Füsslim 
Neue Zusätze.  Bayrische Annalen. 1834.; 
N0. 108. p. 862.  
H. Holland.  
Von ihm lithographirt 
Max Joseph Auer, Porzellanmaler, Sohn 
des Vorigen, geb. den 14. Juli 1805 zu Nymphen- 
burg, erhielt den Unterricht von seinem Vatey 
später in der Zeichensehille des Professors Mit-' 
terer; der Katalog der Kunstausstellung des 
Jahres 1817 weist schon Köpfe auf, welche der; 
kaum IZjähIige Zögling der Akademie nach der 
Antike preiswürdig gezeichnet hatte. J 823 wurde  
A. in die königliche Porzellan-Manufaktur auf-l 
genommen und erlernte das Fach der Schmelz- 
malerei unter der Leitung des Professors Gärt-. 
ner und des Inspektors Adler. 1829 wurde erl 
mit der Fortsetzung des kostbaren, von seinemä 
ljEin Hirt melkt in einer Landschaft eine Gels, 
dabei Schafe etc. C. du Jardin pinx; Aue: 
del: F01. 
2] Thiere und Menschen vor einer Bauernhütte. 
Paul Potter pinx: K. Auer del: F01. 
3) In einer Landschaft wäscht sich eine Hirtin ihre 
Füsse ; dabei ein iiötespielender Hirt und Thiere. 
A: van der Velde pinx: K: Auer de]: qn. 
F01. 
4) Waldlandschaft. Hirtin zieht mit Thieren durch's 
Wasser. J. Both pinx: O. Auer-del. gr. F01. 
5] Bauernhäuser mit Staßage. J: D ekker pinx : 
G: Auer del: gr. qu. Fol. 
6) Todter Hase und todtes Geflügel, wozu sich eine 
Katze schleicht. Hamilton pinx: O: Auer del: 
gr. F01. 
7 ) Hafen am Meer bei sinkender Sonne; und alten 
Gebäuden. (Jlaudius Gelee pinx: C: Auer del: 
gr. qu. Fol. 
559"
        

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