Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1604431
giärard Audran. 
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die Dedlkation an Achille de Harlay, des- 
sen Wappen dabei abgebildet ist. Der linke 
Fuss des Achilles ist mit Riemen um- 
wickelt. 
86) Lebensgeschichte des Aeneas. Nach den Male- 
reien von P. Berrettini im Palast Pamüli zu 
Rom. Folge von 16 Bll. (Titel- u. Dedikationsbl. 
einbegrifen). Se vend A Paris chez N. Poilly. 
gr. qu. Fol.  R. D. 84-99. 
I. Vor den Nummern 1-14. 
87) Aeneas rettet seinen Vater Anchises. Nach 
einem Bilde in der Galerie des Louvre, wo es frü- 
her dem Domenichino zugeschrieben wurde, 
jetzt aber L. Spada heisst. Fol.  R. D. 50. 
(Calc. du Louvre.) Vortreflliches Grabstichelbl. 
I. Vor der Schrift. 
88] Die Alexanderschlachten. Nach Ch. L e bru n. 
Vier Darstellungen auf 14 Platten, die bestimmt 
sind, so aneinander gesetzt zu werden, dass sie 
vier grosse Kupferstiche bilden. (Calc. du Louvre.) 
a. Die Schlacht am Granikus. Aus vier Plat- 
ten. qu. F01. max.  R. D. 57. 
I. Vor aller Schrift, mit Mangelhaftigkeit des 
noch ungesäuherten Kupfers und mit Sti- 
chelprobirmrngen;  auf der zweiten Platte 
hat das Hintertheil des Pferdes, welches 
ein mit einer Axt bewadneter Soldat rei- 
tet, noch keine Taillen;  auf der dritten 
Platte ist der Baumstamm zur Rechten und 
das daneben belindliche Erdreich ebenfalls 
noch unschrafflrt;  das erste und vierte 
B1. sind noch auf derselbexi Platte , die 
nachher in zwei Stücke geschnitten wurde. 
Im äimde verschiedentliches Gekritzel und 
llüc ig Skizzirtes. 
II. Innerhalb des Einfassungsstrichs, auf der 
ersten Platte links: Gir. Audran sculp. 
1672. Im Unterrande französ. und latein. 
Inschriften, welche den Maler und Stecher 
namhaft machen und den Gegenstand der 
Darstellung erklären. In der französ. In- 
schrift ist Lebrurfs Hofmalertitel geschrie- 
ben: premier pintre du Roy. Bei den In- 
Schriften der mit der Nadel punktirte 
Name des königlichen Druckers Goyton. 
III. Der orthographische Schnitzer verbessert: 
premier peintre du Roy. 
b. Die Schlacht bei Arbela. Aus 4 Platten. 
qu. F01. max.  R. D. 58. 
I. Vor aller Schrift u. vor dem Einfassungs- 
strich;  das Laub auf der ersten Platte, 
unten links , und der Baumast auf der 
zweiten Platte, oben zur Linken, nur mit 
einer Strichlage schattirt;  auf der vier- 
ten Platte fehlen am Kopf, Arm und Kleid 
des Negers zur Linken die Ueberarbeitun- 
gen mit der kalten Nadel. 
II. Innerhalb des Einfassungsstrichs , unten 
links: Gir. Audran sculps. 1674. Im Un- 
terrande französ. und latein. Inschriften, 
welche den Maler und Stecher nennen, 
und den Gegenstand der Darstellung er- 
klären. Lebrun's Hofrnalertitel geschrie- 
ben: premier pintre du Roy. Auf der, 
dritten Platte, rechts, unter dem Einfasl 
sungsstrich der Name des Hofkupfer- 
druckers in verkehrter Schrift mit der Na- 
del punktirt (das vorderste Wort ist für 
mich unleserlich]. 
111. Der orthographische Fehler in Lebrunls 
Titel verbessert: premier peintre du Boy. 
Auf der dritten Platte, unten rechts, 
am Ende der lateinischen Nennung des 
Stechers, liest man: Goyton (in punktirter 
Schrift]; dahinter sieben kurze Stichel- 
striche, und noch weiter unten, rechts, 
steht noch einmal GOyTON (in gewöhn- 
licher Schrift). 
c. Der Einzug Alexander's in Babylon. Aus 
zwei Platten. qu. F01. max.  R. D. 60. 
I. Vor aller Schrift und vor den Kreuzschraf- 
flrungen an dem Teppich auf der mit einem 
Prachtgefass und anderen Siegesspolien be- 
ladenen Tragbahre, auf der ersten Platte 
und an der Statue auf der zweiten Platte. 
II. Innerhalb des Einfassungsstrichs auf der 
ersten Platte: Gir. Audran sculps. 1675. 
Im Unterrande franzüs. und latein. In- 
schriften, die sich auf den Gegenstand der 
Darstellung beziehen und den Maler und 
Stecher nennen. Vor der franz. Inschrift 
befinden sich acht kurze Stichelstriche, 
 und am Ende dieser Inschrift der Name 
des Hofkupferdruckers Goyton in punk- 
tirter Schrift. 
III. Unter dem Einfassungsstrich, auf der 
zweiten Platte, rechts, acht kurze Stichel- 
striche; der punktirte Name des Hof- 
kupferdruckers und die acht Stichelstriche 
auf der ersten Platte nicht mehr vorhan- 
den. 
d. König Porus vor Alexander gebracht. 
Aus 4 Platten. qu. F01. max.  R. D. 59. 
I. Vor aller Schrift und vor dem Einfassunge- 
strich;  die erste Platte, vor den Kreuz- 
schrafilrungen auf dem Terrain um die 
todten Elephanten herum, im Mittelgrunde 
links und auf dem Wasser im Hinter- 
grunde;  auf der zweiten Platte sind 
Hals und Hintertheil des Pferdes Alexan- 
der's, die Berge des Hintergrundes zur 
Linken, die Zelte, Baumstämme u. s. w. 
mit einfachen Strichen schattirt;  die 
dritte Platte, vor den diagonalen Scbraf- 
iirungen auf dem oberen Theile des Zeltes 
zur Rechten und auf dem Vorhang oben 
in der Ecke links;  auf der vierten Platte 
das Innere des Wagens, im Mittelgrunde 
links, stellenweise nur mit einfachen Stri- 
chen schattirt. 
II. Innerhalb des Einfassungsstrichs, auf der 
vierten Platte: Ger. Audran sculps. 1678; 
darunter, ausserhalb des Einfassunge- 
strichs, der Name des Ilofkupferdruckers 
Goyton in verkehrt punktirter Schrift, und 
neben dem Einfassungsstrich zur Rechten, 
.bemerkt man acht kurze Stichelstriche. 
Im Unterrande Benennung der Künstler 
und Erklärung des Gegenstandes der Dar- 
stellung. Auf der ersten Platte, unter dem 
Einfassungsstrich, links, ist der Name des 
königlichen Druckers noch einmal in ver- 
kehrter Schrift angebracht. 
III. Der Name des Druckers auf der ersten 
und vierten Platte ist verschwunden; die 
acht kurzen Stichelstriche auf der vierten 
Platte noch vorhanden. 
Das zu dieser Folge gehörige fünfte Bl., ge- 
wöhnlich das tZeltc oder die nFamilie des Dariusa 
genannt, wurde von Ed elinck gestochen.
        

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