Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1604288
398 Charles Audran. 
 
II. Die Inschrift und die Bienen ausgelöscht. chem zwei Engel das Wappen der Mademoiselle 
Der Genius rechts oben hält einen Kardi- von Montpensier halten, und an beiden Seiten 
nalshut über einem Wappenschild, wo auf stehen auf zwei andern Thronen die französische 
einem schrägen Querbalken drei Vögel und Tapferkeit und Herrschermacht, in Begleitung 
darunter ebenso wie darüber Ringe abge- verschiedener Tugenden. gr. qu. Fol. 
bildet sind. Dasselbe Wappen ist, dem 120) Die makellose Tapferkeit in einer Prachtsäu- 
grösseren Theile nach, ebenfalls an der lenhalle, umgeben von vier allegorischen Figu- 
Vorderseite des Sitzes der Poesie ange- ren , welche Schilde mit Wappen halten; oben 
bracht. vier Kartuschen mit den Inschriften : Una Fides. 
III. Der geflügelte Genius hält einen Kardi- Unus Deus.  Unus Rex.  Una Lex.  qu. 
nalshut über einem Wappenschilde, das Fol. Allegorie auf die Einheit in Kirche und 
einen Adler mit ausgebreiteten Schwingen Staat unter Ludwig XIV. in Frankreich. 
im Obersten Ffßldß führt A11 dem Sitze 121) Perseus händigt das Flügelross Pegasus, nach- 
dßr PüeSie Silld die Tllßilß des vorherge- dem er der Gorgo Medusa, aus deren Blut es ent- 
henden Wappens ausgelöscht und dafür sprnngon , das Haupt abgeschlagen; dabei die 
zwei Steine und ein Kreuz mit herabhän- Victoria, die einen Drachen überwältigt. Alle- 
genden Troddeln hinzugesetzt. gorische Komposition, wozu K. A. die Bestand- 
115] Die Geburt des Zeus. Nach A. Sa cchi. Oben thoile ans dein von Aogid, Sadoler gestochgnen 
rechts in der Luft trägt ein geflügelter Genius Porträt des Kaisers Matthias entnommen hat 
das Wappen der Barberini. qu. Fol. qn, Fol, 
 Dieses BL, eines der vollkommensten, wurde 122) Minorva und Pol-Song neben einer Kartnsshe 
wie das vorhergehende in Rom gestochen. Auch mit dem Wiippoir von Cnmns, Bischof von Bei- 
hier hat die Schmeichelei die Bienen des Ida- loy; dabei Zwoi weibliche Figuren, welohe die 
gebirges auf Kreta, welche dem neugeborenen Stiidjon- und Friedensliebe vorstellen. Nachdem 
ZEUS 1101118 1'" Nahmniä bmßhten, mit den BM- Kupferstich des Oher. Alb erti, woran nur ein 
berinfschen Wappenthieren in allegorische Ver- Paar Kleinigkeiten abgeändert sind. qu_ Fol_ 
bilidullg gesetzt und jenem Tömisßhen Adelsäe- 123) Mehrere weibliche Figuren, welche die ver- 
schlecht olympische Verwandtschaft angedichtet. sohiodenon Abthoilnngon der Philosophie ver- 
Die Exemplare, die mir von diesem Bl. vorlagen, sinnbildlichen, Allegorie zum Ruhmß eines Prä- 
waren roth gedruckt, wie es mehrere nach dem- laton, der fünf Mnsoholn im Wappen führt qm 
selben Meister ausgefilhrte Kupferstiche sind; Fol_ 
doch existiren gewiss auch schwarze Abdrücke. 124) Die Roligion, vor einem Tempel sitzend, wo 
116] Götter von Flüssen und andern Gewässern, die Kinder das Wappen eines Prälaten halten , das 
in den Alpen entspringen, sitzen in einer hohen ein Kameel und drei Sterne zeigt. Im Hinter- 
 Gebirgsgegend und verwundern sich über einen grunde die Ansicht einer am Meeresstrande ge- 
in ihrer Mitte befindlichen und von Waffentro- legcnen Stadt, die sich wahrscheinlich auf die 
phäen gestützten Magnet, an den sich Lorbeer- kleine Küstenstadt Frejus in der Provence bo- 
kriinze und andere Siegeszeichen von selbst an- zieht. qu. F01. 
hängen. Nach A. Vajani. qu. Fol. Allegorie 125] Herkules und die Stärke, in Gestalt einer Fron, 
auf Ludwigs XIII. Eroberungen in den Alpen. die eine Säule trägt, vor einem der Gerechtigkeit 
I. Der Magnet ist mit Frankreichs Wappen- geweihten Tempel, und auf der andern Seite 
blumen bezeichnet. Unten: Arcanis nodis. Minerva, begleitet von Apollo , bei dem Teinpe1 
Auf jedem der Ruder ist ein Wappen, und des Friedens. Allegorie auf einen französischen 
unten in der rechten Ecke auf einem Stein Herrn, welcher drei Sterne und eine Eiche in 
ebenfalls ein Wappen. seinem Wappen führt. qu. Fol. 
II. Ueber dem Magnet zwei geflügelte Genien, 126) Die allegorischen Figuren der Liebe und Go- 
welche das Wappenschild eines Kardinals rechtigkeit neben dem Wappen eines apostoli- 
halten. Die französischen Lilien sind von scheu Protonotars, das an einem Palmbaum hängt 
dem Magnet weggenommen, ebenso wie und einen steigenden Löwen nebst drei Mond- 
alle Wappen auf den Rudern der Wasser- sicheln vorstellt. Kopie eines Kupferstichs von 
gottheiten und auf dem Stein in der unte- Orazio Brunetti nach Fr. Rustici. qu. Fol_ 
ren Ecke zur Rechten; nur das unten in 
der Mitte des Blattes liegende Ruder hat Thesmh du d Titelverzierungem 
sein Wappen behalten. 
117) Ein Kentaur landet im Garten der Hespcriden 127) Ludwig XIII. von Frankreich, zu Pferde, über- 
und überreicht J ünglingen, die von der Jagd reitet die Scheelsucht, die Zwietracht und 
kommen, eine Laute, auf deren Rückseite ein andere Untugenden vor einem Triumphbogen, 
schachbrettartig gefeldertes Wappen. Nach Ant. wo die Statuen der französischen Könige, welche 
Pomerancio. qu. Fol.  Dies B11. ist einem den Namen Ludwig führen, aufgestellt sind_ 
Grimaldi gewidmet. Thesenkupfer in zwei Bll. für: Assertiones ex 
118) Eine sitzende weibliche Figur, in einer von universa philosophia, verfochten von Petrus Sevo 
Engeln gehaltenen Kartusche, hat die Rechte zu Lyon im MonatAugustl622, und Ludwig XIII, 
erhoben und in der Linken eine Krone, welche, gewidmet. Nach der im J. 1806 zu Rom von 
wie die daneben befindliche Inschrift: Velociori Fr. Villamena gestochenen Thesis zum Rllhme 
besagt, für den am schnellsten Ankommenden Heinriclfs IV. von Frankreich, aber mit Verän- 
bestimmt ist; dabei ein Blumengewinde mit derungen. A. veränderte ebenso den Hintergrund, 
acht Männer- und Frauenköpfen in Medaillous. den er einer anderen Thesis Villameneis ent- 
qu. Fol. lehnte. Die Sätze der obigen Thesis sind einge- 
119) Eine weibliche Figur, einen Palmenzweig und fasst mit einer Randyerzierung, wo antike Gegen- 
Globus haltend, sitzt auf einem Thron, vor wel- stände abgebildet sind, und bei diesen beilndog
        

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