Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600536
Jacques Androuet. 
23 
am Boden liegende Ohristuskind. Ueber dieser 
Gruppe schweben zwei Engel. Rechts Ochs und 
Esel an der Krippe; daneben der hl. Joseph. 
Rundes Stück; 191 mill. im Durchmesser. Un- 
bezeichnet. 
3) Die altheidnischen Gottheiten, nämlich Saturn, 
Ops, Jupiter, Juno, Neptun, Thetis, Pluto, Pro- 
serpina, Mars, Venus, Apollo, Diana, Merkur, 
Ceres, Herkules, Hebe, Bacchus, Ariadne, Vul- 
kan und Minerva, in Nischen stehend abgebil- 
det, mit ihren Attributen. Nach Zeichnungen 
von Ros s o. Gegenseitige Kopien nach den 
Kupferstichen des J. C araglio. Folge von 
20 anonymen Stücken. Die Platten sind unten 
rechts numerirt von 1 bis 20. Unter jedem B1. 
ist eine lateinische Inschrift. H. 208 millim., 
br. 106 mill. 
4) Die Götterliebschaften. Nach sehr freien Zeich- 
nungen von Perino del Vaga und Rosso. 
Gegenseitige Kopien nach den Kupferstichen des 
J. C araglio. Folge von 20 anonymen Stücken. 
Die Platten sind unten links numerirt, und auf 
jedem B1. stehen im Rande der Titel und 8 Verse 
in italienischer Spreche. H. 214 mill, br. 136 
mill. 
Die Originale dieser Folge sind äusserst sel- 
ten , was , abgesehen von dem Kunstwerth, das 
gemeinschaftliche Loos aller lasciven V orstel- 
lungen jener Zeit ist, wonach anfangs viel ge- 
fragt wurde, und die man später zu vernichten 
suchte. Man kannte bisher keine Kopie von die- 
sen "Götterliebschaftexm. Bartsch, im Peintre- 
Graveur, Band XV, beschreibt nur 15 Bll. davon, 
und benennt sie theilweise ganz falsch; für die 
Sammler und Liebhaber solcher Kuriositäten 
wollen wir daher die Folge ergänzen und ein- 
zelne Bll. richtiger benennen. Diese Kupferstiche 
lassen sich freilich nicht näher beschreiben; sie 
sind theilweise so schmutzig und schamlos behan- 
delt, dass ein sittsames Auge sie nicht ohne  
Schauder ansehen kann. Die darauf vorgestellten 
Gegenstände sind: 
1) Saturn und Rhea. 
2) Jupiter und Semele. Dieses Stück ist auf 
die unzüchtigste Art behandelt. 
3) Jupiter und Io. 
4) Jupiter verwandelt, der Juno zu Gefallen, 
die I0 in eine Kuh. 
5) Jupiter, als Schäfer gestaltet, liebt die    ? 
ö) Jupiter, in Gestalt eines Satyrs, überrascht 
die Nymphe Diopäa. Sehr schamlos kom- 
ponirtcs Bl. 
7) Neptun und Doris. 
8) Pluto und Proserpina. 
9) Mars und Venus. 
10) Venus betrauert den Adonis. 
11) Apollo und Daphne. 
12g Apollo und Hyacinthus. 
13 Diana und Pan. Ein Satyr hat zu seinen 
Füssen einen Adler und in seinen Armen 
eine Nymphe. (Jupiter und Antiope?) 
14) Merkur und Aglaure. Letztere liegt in 
unanständigster Haltung auf einem Bett. 
15) Bacchus und Erigone. 
16) Herkules und Dejanira. 
17) Vulkan und Ceres. 
18) Vertumnus und Pomona. 
19) Amor und Psyche. 
20) Venus und Amor. 
5) Die Arbeiten des Herkules. Nach Ros so. Ko- 
pien nach den Kupferstichen des J. Oaraglio. 
Folge von sechs anonymen Bll. H. 212 mill., 
br. 176 mill.  
6) Das Leben der Psyche, wie es bei Apulejus be- 
schrieben ist. Nach R s. f a e 1' s Zeichnungen, die 
vom Meister mit dem Würfel u. von Ago- 
s t i n o V e n e z i an o gestochen wurden. Folge 
von 32 Bll. Diese Originale sind schlecht ko- 
pirt; Duceroeau's Name findet sich auf keinem 
Blatt. H. 193 mill., br. 225 mill. 
7) Demeter. Sie sitzt links auf einem Thron; 
rechts ihr Wagen mit dem Drachengespann. 
Komposition von 18 Figuren, in Form eines 
Frieses. Anonymes Bl. H. '70 mill., br. 271 mill. 
S) Apollo und die Niobiden. Nach Primaticcio. 
Anonymes Bl. H. 221 mill., br. 284 mill. 
9) Der Wettgesang der Musen und Pieriden. Nach 
Perino del Vaga. Kopie des Kupterstichs von 
Agostino Veneziano. Anonymes Bl. H. 248 
mill., br. 385 mill. 
10) Die Geburt des Adonis. Reiche Komposition von 
18 Figuren in einer Landschaft. Anonymes Bl. 
H. 195 mill., br. 295 mill. 
11) Vertumnus und Pomona im Vordergrunde einer 
Landschaft. Anonymes Blatt. H. 208 mill., br. 
290 mill. 
12) Tanzende Nymphen. Sechs Nymphen tanzen 
im Reigen nach der Musik dreier Satyre, welche 
die Hirtenilöte blasen. Anonymes Bl. H. 177 
mill., br. 262 mill. 
13) Amor, stehend und vom Rücken gesehen in der 
Mitte des Blattes, schnellt seine Pfeile vom Bo- 
gen auf viele nackte Jünglinge und Mädchen, 
die in wollüstigen Genüssen schwelgen. Kom- 
position von 16 Figuren in einem zierlich ein- 
gerahmten Oval. Vorn, links und rechts stehen 
zwei nackte Posaunenbläser. Anonymes Blatt, 
beschrieben von Bartsch bei den ungenannten 
Meistern der Schule von Fontainebleau (Bd. X. 
p. 426, N0. 125). H. 220 mill., br. 283 mill. 
14) Personitikationen sittlicher und unsittlicher Zu- 
stände und Eigenschaften. Folge von 43 B11., 
grösstentheils Wiederholungen von Kupfersti- 
chen, die in Italien nach den Zeichnungen des 
G. Porta, gen. del Salviati, ausgeführt und 
verschiedenen Abhandlungen von Doni und An- 
deren als Kupfer beigegeben sind. 8. 
15) Alte Philosophen: Aristippus, Bias", Cebes, 
Orates, Menedemus, Sokrates, Sokrates der Cy- 
niker und Theodorus. Acht anonyme Stücke. 8.- 
16) Kavaleriegefechte; die kämpfenden Reiter sind 
nackt. 6 Stücke in Form von Friesen. Olxne Be- 
Zeichnung. H. 83 mill., br. 256 mill. 
17) Le Oombat d'un chien contre un gentilhomme 
qui avait tue son maistre, faict a Montargis. 
Figurenreiche Komposition. Radirt nach einem 
alten Gemälde über dem Kamin des grossen 
Saales im Schlosse zu Montargis. Der Titel steht 
oben auf der Platte. Weiter unten sieht man, 
mitten auf dem Kampfplatz, den Hund, wie er 
seinen Gegner, den Edelmann, an der Kehle 
packt, in Gegenwart einer grcssen Anzahl Zu- 
schaner. Anonymes Bl. H. 306 mill. , br. 326 mill. 
18) Kleidertrachtcn. Männer und Frauen, gekleidet 
nach der unter Karl IX. in Frankreich üblichen 
Mode. Folge von 8 anonymen B11. H. 186- 
235 mill., br. 118-145 mill. 
19) Allerlei Thiere: Löwe, Elephant , Pferd, Ka-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.