Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1603826
352 Giovacchino Assereto  Assie. 
 
In der Kirche S. Agostino: Die Wunder im Nebenzimmer. Leichtigkeit des Schafens 
der Jungfrau Maria. in ihrer Kapelle. Fresken und eine gewisse Großartigkeit der Auffassung, 
voll Geist und Leben. sichere Zeichnung und wirkungsvolles Kolorit 
In einem Saale des Palazzo des Francesco machten ihn seiner Zeit zu dem besten Maler in 
Grane llo die GeschichteAbrahams und Perso- Genua. Allein die Zerfahrenheit seines Charak- 
nifikationen einiger Tugenden. Die Fresken tePS Olifenbßrt Sieh d0eh auch als Nachlässigkeit 
wurden 1643 ausgeführt und gefielen durch die und Leiehifeiiigkeii in Seinen Werken. Ihre 
VQI-nehmheit der Kgmpggiljon, Sgwie durßh Färbung erscheint heute fleckig und trübe. 
ihre Teiche Fiille und Aninili- s. Soprani, Pitt. etc. Genovesi. pp. 271 ff,  
Im Saale des Palazzo des AgostinoAirolo Millin, Voyage en Piemont etc. I1. 17s_  
an der Piazza Amorosa malte A. an der Decke die L an z i, Storia pittorica. IV. 359.  L a. vice  
Geschichte des Marsyas. Die Lünetten füllte er Revne des Mnsdes dilielie- P- 114-  Baldil 
mit Figuren einzelner Gottheiten aus und an den nlleci1OPiiieIhiinßinniiiiniizenails Snlilanihei. 
Wänden brachte er in Ohiaroscuro eine Anzahl Nonne" "n" Männlei- 
Termini an. Begonnen war diese Freskomalerei   
von Giovanni Maria Bottalla, der aber bereits giuseiilie Asseieim Sohn und Schulen 
1644 starb. Assereto löste seine Aufgabe mit Giovaiichmo 8' War reich begabt und eigmite sich 
Geschmack und zeigte Kraft und Harmonie im den Stil des Vaters imi starb aber schon in fiiii" 
Kolorit her Jugend. Nach Zani hat er 1650 gemalt. 
Francesco Granello, für den Assereto schon S- SOPYßni, Piit- Genovesi-  Zäni, Elwiel. 
1643 thätig war, übertrug ihm 1647 neue Ar-     
beiten. Alle drei freien Seiten seines Hauses _Asseretoi ein zweiter Sohn Giovaccinneiß, 
liess er mit Fresken schmücken. An der einen wird von Zhm ohne Vomiiinien angeführt" Ei" 
war das Opfer Abrahams, das aber schon zu War iiociilbsß iiis Maler thatigh 
Sopranfs Zeit fast ganz zerstört war, an der 5- Zanii Elimi- 
anderen die Krönung der Maria und zwischen  y    Jamm- 
den Fenstern Personinkationen der Tugenden. Aneie- Adrlen d-Aßnle, Hißieiiennlnler, 11111 
Millin sah noch einen guten Theil dieser Fresken 1630 zu Lynn- Der Verfasser der unten nnlige- 
der zweiten Fassade und lobte an ihnen den iiiiniiifen Recherchen iihfir Lynn_ Schreibt ihn 
guten Geschmack des Künstlers. Geistrciche iiiAeleii Qinpilinih Diieiei? Mniietie hingegen 
Arabesken mit sehr energischem Relief zierten Dnssiei die hinge Foiiin iiiASsiii ist iins durch 
die dritte Seite und umschlossen in ihrer Mitte 'i' de Bninhnnigv Landsmann nnii Zeitgenossen 
hricgcricchc Symhclc des Künstlers, überliefert worden. Der Küngt. 
Man bemerkt, dass Assereto nach seinem ieii siiiiiiite in Rom und ahmt? die Manier 
Aufenthalte inRom vorzugsweise Fresken malte. Von N- Penssin hneh- Man Schreibt ihln eine 
Von Bildern auf Leinwand ist noch eine Dor- regelrechte Zeichnung, Snigliehe Anniiiihrllng, 
nenkrönung Christi zu erwähnen, welche die eher eine magere lheiniiesliien nnii diiStere 
Gallerie Spinola aufbewahrt; die Malerei ist Felhenäehnng (n. Seine bessern Werke zieren 
gut, hat aber sehr nachgedunkclt. Viele Werke den Chel der Kirche S- hilzlei zu Lyen und 
unseres Meisters sollen nach S evil la geliefert bilden einen Zyklus Von h gießen Darstellungen 
sein. Auch sein letztes Werk, das Abendmal alle dein Leben der hl- Jnngiien- Ferner Sah 
Christi, war für Spanien bestimmt. Eben hatte man Velhihnl in LYen noch felgendeßilder: 
er die Skizze auf die riesige Leinwand hingc- Ohnehin in der Kapelle des Gekrenzlgten der 
worfen, als ihn am 28. Juli 1649 der Tod ereilte. KiTChe 5- Pnnl ; Himmelfahrt hie-Piä in derKirche 
Asseretds äussere Erscheinung hatte etwas Von Nnilnklnßme de in Plniiele; Taufe Christi 
Leidenschaftliches und Düsteres; aber er liebte in S- Nizierä Segnung lieh Bfete und der Fische 
die Heiterkeit, und seine Unterhaltung war ZYViSCIIen zwei Seitenbildern mit den hh. Bene- 
witzig, scharfsinnig, glänzend. An Musik und dlki nhihseheleeilkn nhi (leinllnenlitalllßfe der 
Gesang fand er innige Freude. Lud er Musiker Beneillkilnellillehe lie in Deneriei die drei 
zu sich ein, so machte er selber den Koch. An Meilen auf dein Hnnpinliaie der _Kil'ehe der 
Freunden fehlte es ihm nie; ihre Vergnügungen nnheeehnhien Knhnlelitef, und endlich ein Ge- 
zu theilen, war er stets bereit. Selbst beiFresko- lniilde r dessen Gegenstand wir nicht angegeben 
arbeiten, wie dort bei den Geschichten des Mar- iinden i in lieh Kiniiwlesn "Keilelle der Kathe- 
syas, liess er auf der Stelle Alles stehen und lie- (lrale-   
gen und machte sich mit seinen Bekannten einen S- J- de 50 mh eure, Reeherehes ßnriellseß de la 
fröhlichen Tag_ Wlc manchmal verzweifelten Yie de Raphael Sanzio diUrbin etc. (Archives de 
die Burschen, die er als Aktegestellt, und denen i?" iianiiis" 2' heiäi'l,;1fii' 1,1" i)? E R e ehe i  
er  hie. sich um im der w assmislsaäzzvr.    
nicht zu iuiirenv deim der Meisterr der nur auf (Clapiss 011), Histoire et description de la ville 
emAugenbllckchen iortgegangen war, kam nicht 3c Lymh 1751_ P_ 1141  Mariettc, Ahccß 
wieder und spielte mit seinem Hunde Bagolino dario. II. 61. 
und seiner Katze Biusma, oder er sang und pfiff Alex. Pinchart,
        

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