Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1603791
IEELEESÜE 
M359 
speist; Landschaft mit Ruinen, staffirt mit Fi- 
guren und Thieren. In der Münchener Pina- 
k o t hek: Italienische Landschaft mit Ruinen 
und Felsen, staffirt mit Reisenden zu Pferd, und 
Fluss mit Brücke , wobei Reisende und Kauf-w 
mannsgiiter, die auf die Einschiffung warten. Im  
Museum zu Gotha: Landschaft mit Felsen am 
Meeresufer; im Vorgrund Schiffe und Waaren. 
Eine Reihe zum Theil der ausgezeichnetsten Bil- 
der Asse1yn's besitzt die K un s t a k a d e m i e in 
Wien. In der Sammlung patriotischer 
Kunstfreunde zu Prag iindet sich ein Bild- 
niss des Historienmalers Screta, sehr bemerkens- 
werth , weil A. sonst keine Porträts zu malen 
pflegte. Das Louvre zu Paris besitzt: An- 
sieht der Brücke von Lamentano am Teverone; 
Italienische Landschaft; Ansicht der Tiber mit 
Hirten; Ruinen in der Campagna mit Hirten. 
In der Ermitage von St. Petersburg: 
Landschaft, worin rechts eine hohe Mauer, längs 
deren ein Hirt seine Herde treibt. Im Museum 
zu K 0 p en h a g e n : Gustav Adolf in der Schlacht 
bei Lützen, von 1634 , bemerkenswerth wegen 
des Gegenstandes und der frühen Jahreszahl; 
ferner drei andere Bilder. Auch in England 
finden sich Werke von ihm; Waagen hebt daraus 
als eines seiner besten Werke: Vieh und eine 
Frau vor einer Höhle, bei Th. Baring, hervor. 
In den Katalogen von Hoet und 'I'erwesten sind 
Bilder von ihm, angeblich mit Staiiage von Te- 
niers, verzeichnet. Dies dürfte indessen auf einer 
falschen Angabe beruhen, da von einem Aufent- 
halte Asselyn's in Antwerpen und Brüssel nichts 
bekannt geworden ist. 
Zahllose Zeichnungen und Skizzen, mit schwar- 
zer Kreide und ostiildischer Tusche in breiter, 
meisterlicher Manier behandelt, befinden sich in 
verschiedenen Sammlungen; das Museum Fo- 
d o r zu A m s t e r d a m besitzt drei der besten, 
worunter Gebäude an einem Fluss, über den eine 
Brücke führt, auf der Versteigerung Verstolk 
van Soelen im J. 1847 für 311 H. verkauft. 
T. v. Westrheene. 
In späteren Jahren wandte sich A. auch der 
Dekoration von Delfter Töpfereien zu, die er in 
blauem Camaieu auszuführen liebte. Arbeiten 
dieser Art, welche sehr selten sind, zeichnen sich 
durch bewundernswerthe Anordnung der Kom- 
position, feine Detaillirung und richtige Per- 
spektive aus. Demmin besitzt eine prachtvolle 
Landschaft, Six van Hillegom in Amsterdam ein 
Thierstück nach Berchem vom J. 1659 und eine 
Sehlachtszene nach Wouwerman , die auf 
Fayenceplatten ausgeführt sind. 
s. Demmin, Guide de PAmateur de Fayences. 
Paris 1363. p. 274. 
A. Ilg. 
Asselyn bediente sich gewöhnlich des ersten 
Monogrammes mit mehr oder weniger M0- 
difikationeu. Das zweite soll nach Mündler 
ebenfalls auf Bildern von ihm vorkommen. 
lAusserdem wandte er noch die Initialen JA und 
lIA an oder zog das erste J mit dem A des gan- 
lzen Namens zusammen. 
Das Gedicht Broederschap der Schilderkunst 
etc. Amsterdam 1654, ist nicht von Jan ,Asselyn, 
wie öfters angegeben wird, sondern von Thomas 
Asselyn. Ob sie mit einander verwandt waren, 
ist unbekannt. 
Bild niss des Künstlers, Halbiig. Radirt von 
Rembrandt. gr. 4. Bartsch 277. 
Hiernach existiren viele Kopien in den ver- 
schiedenen Werken über Maler, in Houbraken, 
D'Argenville, Immerzeel u. s. w. 
Ausserdem noch radirt von A. B. de Querte- 
m0 n t. 4. 
a.) Angeblich von ihm radirt: 
Altes italienisches Thor mit Anbau von mit Ge- 
sträuch bewachsenen Ruinen: rechts eine ange- 
baute Mauer, welche das Blatt schliesst, links 
Aussicht auf Ruinen in der Ferne. Im Vorgrunds 
links ein großer Esel mit darauf sitzendem 
Manne , in der Mitte undeutlich einige Figuren. 
H. 2", br. 3"  
Dies geistreiche hier und da verätzte Blatt glauben 
wir dem Asselyn zuschreiben zu dürfen ; soll 
man es mit andern Meistern vergleichen, so er- 
innert es am ersten noch an B. Breenberg, von 
dem es jedoch nicht ist. 
So R. Weigel im Kunstkat. N0. 16634. Ob die 
Vermutung richtig, bleibt dahingestellt. 
b) Nach ihm gestochen: 
l) Durchbruch des St. Anthonisdamrnes beiAmster- 
dem im J. 165i. Radirt von E. d'Alton, nach 
einem Bilde angeblich von Asselyn, und der 
Radirung von P. Nolp e. qu. F01. 
Die Bsdirung Nolpeü ist jedoch nach W. 
S ß h ellinc kx. Nach J. Esselens hat Nolpa 
den Deich von Boutewaal nach dem Durchbruch 
gestochen. Vielleicht hatder Name Esselens zu 
er obigen Verwirrung mit dem Namen Asselyn 
Veranlassuag gegeben. (J. Ph. van der Kellen.) 
Auch die Radirung von Boissieu vom J. 
1782 wird als nach einem Bilde von Asselyn aus 
der Sammlung Tronchin angegeben. 
2-7] Folge von 6 numerirten B11. mit Ruinen der 
Umgegend Roms Dessigne par J. Asselin, 
et graue par Perelle. qu. 4. 
2] Temple de la ville Adrianne. 1. 
3] Temple de Marcus Cursus. 2. 
4) Vue du Tivoly avec le Temple de la Sibylle 
Tiburtine. 3. 
5) Ruyne du Colisee. 4. 
6 Une Fontaine proche de Lorette. 5. 
"xi Ruyne de S". Oroix de Jerusalem. 6. 
8-13) Folge von 6 numerirten B11. von Ansichten 
und Ruinen Remis. Dessigne par J. Asse- 
lin, et graue par Perelle. qu. 4. 
8) Vestige du Temple de 1a Paix, bäti par 
Vespasian et Tite Empereurs. etc. 1. 
9) Vestige du Palais Major bäti par Neron 
etc. 2. 
10) Vestige des Arcades ou Arquedues de Fris- 
cati etc. 3. 
11] Vestige de la Maison de Ciceron. 4. 
12) Veüe de 1a Porte 8'. Paul etc. 5. 
13) Vestige du Pont des Sabines. 6. 
14-19) Folge von -6 numerirten Bll. ähnlicher 
Ansichten Ronfs. Dessigni par J. Asselin , et
        

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