Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1603693
Amico Aspertini. 339 
der sich in einem Spiegel betrachtet, den er mit a sa gauche, apparemment Eve, tient par les pieds 
der Rechten hält. Man hat Kein in ihm erblicken a 1a terrasse; tonte la partie inferieure de 1a 
wollen. Links hinter Adam ein runder Altar, ilgure, jusquhux genoux, paroist mötamor- 
worauf ein Schaf verbrennt. Darüber schwebt phosee en terrasse. Par 1a il semble vouloir 
eine Gestalt mit niegendeir Haaren, in der rech- apprendre qu' Eve, par sa dcsobeissance, nousa 
ten Hand eine Bandrolle." Am Fuss des Altares assujettis a. la mort et a retourner a la terre, d'en 
erhebt sich der Baum, um dessen untern Theil nous etions sortis. Sur le devant, pres d'Adarn, 
sich die Schlange windet, die Frauenkopf und est un petit enfant, qui tient ä 1a terre de mäme 
-brüste trägt. Das Ganze wird von einer Mauer qu" Eve et qui tache de se defaire d'un serpent 
umschlossen, worauf rechts oben im Hintergrund qui le mord, par ou il a eu encore desseirl de 
Adam und Eva von dem Engel nach rechts ver- representer la posterite d'Adam assujettie aux 
trieben werden. Ohne alle Bezeichnung. kl. mämes peinesm H. 10"  br. G"  
qu. F01. Das betreifende Bl. ist in Paris nicht mehr im 
Ein Bl. vonder wunderlichstenErrindung. Mal- Werke des Parmeggianino zu finden. Die Be- 
vasia (Felsina pittrice 1678, parte seconda, p. 76), Schreibung klingt übrigens so wunderlich , dass 
spricht unter den Werken Bonasone's von dem man eher glauben möchte , eine mythologische 
Stiche: uEriirldung und Ausführung von Mei- Verwandlungsszene oder ein Phantasiegebilde, 
ster Amico Aspertini ; Andere, und die Meisten, als Adam und Eva, vor sich zu haben. 
sagen, dass Aspertini es auch gestochen haben Ausserdem hat man dem A_ noch die Kupfer- 
Das Bl. ist allerdings so wunderlich in der Er-  
tlndung, dass Malvasia Recht haben mag, es dem gtichg, welchß mit den Monolrfammen   
sonderbaren Kauze zuzuschreiben; und dass A. O H-E 
es auch gestochen habe, dafür könnte wenigstens j  
der Umstand sprechen, dass es von einem in der  bezeichnet sind, beigelegt. Das Eine 
Führung des Grabstichels äusserst ungewandten 
Künstler herrührt. Die Figuren sind schlecht und dieser Bll., nune Bacchanaleu (wahrscheinlich der 
knollis gezeichnet, und die Behandlunsdßß 111- entweihte Parnass oder die sogen. Weinlese), 
Strunfentes was? sich de" Forfne" flieht allzu" hattebereitsHeinekenunterAspertiniaufgeführt, 
Swmlegen" Manette väfwarf d1e.Me1nu"g' dass dann aber alle unter Beccafumr Bartsch zählte 
es von Bonasone heriuhrc, er iand es eher von d. 1b l  hf u l  M  t f 
C. Reverdinus. Der Letztere aber, so wie lese en g am 3' äunter Ptztelem äls er an  
Bonasone handhaben ihren Stichel mit ganz an- Oufley dagegen drucktßßlch P0 darüber aus: 
derer Sicherheit; nur dann könnte man an sie "D19 fdgenden 5 Bn'! Obwd m etwas anderer 
denken, wenn man es für eine Anfangsarbeit Art gestochen, als das vorige Bl. (No. 1 Oben), 
 betrachten wollte, wozu indess dieAnhaltspunkte sind J meiner Ansicht, nach den Zeichnungen 
fehlell- Nßßh welliger kann man an Asostinß Aspertinrs, und ich führe sie darum hier auf, 
Vellelißllo denkefl, dem man es Zugeschfiebän weil ich sie nirgends besser unterzubringen 
gatn, älld amlalleäwcäzllgäielllieig; Rgfgglä K113i: wüssten No. 2 ist übrigens nach einer Kompo- 
ir n ung an ang , r r     1     
hätte nie ein so rnanierirtes und so bizarres Werk sltlon des Mazbolmo .da' lenala Äm Beälmer 
mit plumpen Figuren gezeichnet. Der Stich ist Museum? Fnd dass dfe B]? VQR  am: ge- 
so etwa zwischen die J. 1530-60 zu verlegen. Stochen 59m 591mm: Wle Welgel 1m Katamg 9m) 
Das von Le Blanc, Manuel und Defer, Oatal. offenbar annimmt, das schwebt vollends ganz- 
general, als No.2 nach dem Kataloge Masterman lieh in der Luft. Weigel hat ferner Un- 
SYKES angeführte B1"! Adam und Eva aus dem recht, die Stiche als geätzt auszugeben. Passa- 
Paradiese Vemiebelh ist W01 ohne Zweifel mit vant urthcilt über dieselben: uEs istailgenschein- 
dem vorigen ifientisch, wvoraufja (ü? Veitreitulfg lieh, dass dieselben nach verschiedenen Meistern 
rsgkaactr   würdet  Der chi-raus  den 
nachgetragene Bl. ; sDie Hexe oder der Sabbat. schrlftgelehrten 1st elne Komlmsltlon Von QZZO" 
Links in einem brennenden Thurm die Hexe, 1130 da  dm Anbetuflg der Hüten 
im Vordergrund zwei männliche und eine weib- (Passavant sagt urig Magier) erinnert an den 
lichc Figur. qu. Fol. Br. 11"  H. 9"  Stil von Jacopo de Barbarj. Die Zeichnung der 
Dies ist offenbar nichts als eine verkrüppelte und Meel-götter ist im Gesehmacke Rafaefs und die 
"wichtige Beschreümng des Obise" 31' der Wcinlesenden in dem Michelangelds. Man 
   
wie das vorige, gezeichnetes und gestochenes Bl., IIDtCIQSQhIGQG ' le  e! e? en Frstcrwahnten .3 
ohne jede Bezeichnung, das aber sicher von A_ viel liernhert, wahiend die beiden andern theil- 
herriihrt, wenn das vorhergehende ihn zum Ur- W915i? Wefngstens: vleyROhhelii Verrathelf- Man 
heber hat, wie Malvasia glaubt und wie es in müsste diese letzteren in das Alter des Künstlers 
der That den Anschein hat, nach den von mir verlegen, wenn man berechtigt wäre, die beiden 
gesehenen Zeichnungen des Künstlers zu urthei- Monogramme 3,15 Einem Stecher angehörend zu 
iBILu Das Bl. beschreibt Mariette folgender- betrachten oder zu glauben, dass es sich hier 
messen: IIUÄSPÖTÜDI) a voululrepresenter Adam nicht um einen bloßen Herausgeber handleß Dass 
et Eva dccheus du premrer otat de grace, dans d. b _d M  d That auf denseb 
lequel il avoient an; crees, et voicy sons quelle le e! an Qnoärßljßme m er  
fiction. ll a represente Adam fuyant, enraye de bßnnäehßn, lßt utfrlgens durch (he zjdßamme?" 
Paspect d'un dragon, qui est entortille autour de gehongen 1311., die Anbetung der Hlftßll, T1115 
son bras. Une femme vetue, et qui est debout dem Monogr. ohne F, und Christus unter den 
43'
        

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