Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1603462
316 Arts  Artvelt. . 
 
Blieck 165i bezeichnetes Oelbild der Augs- 
burger Galerie denselben Prospekt darstellt, doch 
mit anderer Staffäge. 
Die Jahreszahl 1539, womit nach Filssli das 
B]. bezeichnet sein soll, habe ich nicht gefun- 
den, dagegen kann man die letzten Zeichen auf 
der linken Seite des Leichensteins zur Linken 
als 160 (die letzte Zahl undeutlich) lesen. Aufdem 
Leichensteine rechts vom 'l'aufbecken ist an- 
scheinend 1510 zu erkennen, gegen oben rechts; 
doch sind alle diese Jahreszahlen keineswegs ge- 
wiss und beziehen sich xiatilrlich nicht auf die 
Vollendung des Blattes, sondern auf die Ver- 
storbenen, die hier bestattet sind. 
Notizen von Alex. Pinchrzrt. 
W. Isrfhmidi. 
Artsen, s. Aertsen. 
Artsens. I sah e 1 1a Arts en s, schlechte Ku- 
pferstccherin zu Antwerpen um die Mitte des 
18. Jahrh. L0 Blanc (Manuel) fiihrt sie unter 
Aerts auf. 
Ein brennendesHerz, von den Leidenswerkzeirgen 
Christi etc. mngeben. Verzierung zu einem Ab-X 
lassbrief von 1'752. Bez.: Isabella. Artsens! 
Roy. F01. 
Alex. Pinchart. 
Artuinus. Meister Artuinus, Maler aus 
Frankreich, erhielt 1391 einen S. Christophorusi 
mit 4 Lire bezahlt, den er zu Pisn, iiber der 
Treppe des Hauses der Dombauverwaltung ge- 
melt hatte. 
Urkunde bei Giampi, Notizie etc. p. 118. 
U. 
Artusi. Giovanni Artusi da, Piscina, 
genannt il Pi scina, goss nach dem Modell 
Berninfs die Cathedra. des hl. Pietro mit den 
vier iiberlebensgroßen Gestalten der lateinischen 
Kirchenlehrcr für S. Peter in Rom. Für S. Luca 
e Martino machte er den Guss des imposanten 
Bronzealtars, für den Pietro da. Cortona die 
Zeichnung und Modelle lieferte und ausserdem 
die Kosten der Ausführung trug. 
s. Titi, Descrizione  in Roma. pp. 15 und 201. 
Jansen 
Artllsi. Niccolo Artusi, Bildhauer am 
Ende des 17. Jahrh, führte eine der unzähligen 
Statuen aus, welche das Aeussere des obern 
Theils der Peterskirche in Rom schmücken. 
s. Titi, Descrizione delle pitture etc. in Roma. 
Ausg. von 1763 p. 450. 
Alex. Pindaart. 
Artusi. Domenico Artusi, Maler von 
PaLrma in der 2. Hälfte des 18. Jahrh., ward um 
179-8 beauftragt, die Kapelle U. L. Ißlrau von 
Caravaggio in der Kirche San Vitale zu Panne 
mit Malereien auszuschmiicken. 
s. D 0 n a ti, Nuova deserizionc della cittä di Parma. 
 182-1. p. 86. 
Alex. Pinchart. 
Artvelt. Andries van Artvelt (nicht Ert- 
velt), Scemalcr, getauft zu Antwerpen den 25. 
März 1590. Die Antwerpener Liggercn lassen 
ihn im Gildejahr 1609110 als freien Meister in die 
Innung eintreten, während sie über seinen Ein- 
tritt als Lehrling schweigen. Man kennt von ihm 
vier Schüler! 1) Willem van Overdyck, einge- 
schrieben den 16. April 1617. 2) Willem van de 
Meuter oder van de Muyter eingeschrieben 
1622f23; wurde Frcimeister 1630131. 3) Gaspar 
van Eyck, eingeschrieben 4. Sept. 1625: Frei- 
meister 1632f315. 4) Muss man nach Aug. Jal 
noch hinzureehnen Matthys van Plattenberg, der 
in Paris den Namen Plate-ltiontztgne annahm, 
und gleich G. van Eyck ein geschickter Marine- 
maler wurde. Am 28. Nov. 1615 verheiratete 
sich A. mit Katharina de Vliegcr, aus welcher 
Ehe 2 Kinder entsprangen; Simon Petrus, ge- 
tauft 17. Okt. 1619, und Katharina, getauft 
26. Nov. 1623. Die Gattin des Künstlers starb 
zwischen dem 17. Sept. 1526 und Sellt. 1627, 
da sich dazwischen ihre Todtenschuld in den 
Liggereu verzeichnet findet.  
Soprani nennt einen nholländisehenu Maler 
Alfelt, der sehr geschickt in Landschaften und 
Marinen gewesen sei. Dieser habe in Genua, die 
Bekanntschaft des dort ansässigen Cornelis de 
Wael gemacht, der ihn aufgenommen und ihm 
mehrere Werke zu malen verschafft habe, die 
dann Beifall fanden. Mariette hält diesen Alfell; 
ohnc Weiteres für Artvelt , was in der That viel 
für sich hat. Seinen Aufenthalt in Genua dürfen 
wir nicht vor 1615 setzen. Denn Cornelis de 
 Wacl, geb. 1592, war zu jener Zeit erst 23 Jahre 
'alt, und es ist kaum zu glauben, dass er früher 
schon unserem Künstler hätte Bestellungen ver. 
schaffen können. Wir möchten eher glauben 
dass jene Reise erst nach dem Tode der Kathal 
rina de Vlieger fallt. 
Sicher aber war Artvelt im J. 1630 wieder in 
Antwerpen, da er (ialnals dort mit Susanna April 
in wilder Ehe lebte. Zwei Kinder, Susanna, ge_ 
tauft den 133. März 11331 und gehoben von dem 
früheren Schüler A.'s W. van de Meuter oder 
Muyter, und Anna Maria, getauft den 29. Juni 
1632, gingen aus ihr hervor. Den 3. Okt. 1633 
heiratete der Künstler Elisabeth Boots, wahr- 
scheiulich die 'l'ochter des Malers Jan Boots, der 
am 14. Aug. 1625 Meister (lerGildc wurde, und im 
J. 1641142 dem bekannten P. Gysels seine Wgrk_ 
statte ölfnete. Bereits am 11. Fcbr. 1634 wurde 
das einzige Kind dieser Ehe, Johannes Baptista, 
getauft. 
Im J. 1642143 bezog die Gilde eine Summe 
von 6 Gulden für die Abschätzung eines Bildes 
Artvelfs durch die Dekane. 
Am 23. Juni 1619 miethete A. auf zwei Jahre 
für die damals beträchtliche Summe von 240  
ein Haus mit Thorweg und Garten, am "Qeverq 
(Ufer) gelegen. Die Kaution ist vorn Künstler 
unterzeichnet: Ander. van Artvelt. 
Van Artvelt war 42 J._alt, als van Dyck im J_ 
1632 ihn malte. Das Bild, früher in Düsseldorf, 
befindet sich jetzt in der Galerie von Augs- 
b u r g (Nr. 118). Der Künstler sitzt, aus dem Bilde 
herausblickend, vor seiner Staifelei, mit der
        

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