Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1603272
Arnulf 
Arnz. 
297 
sind gleich) aus diesem Städtchen gebiirtig war, 
und wir sind sehr geneigt zu glauben, dass man 
die Urkunde, welche wir 1846 in einem Urkun- 
denband der Abtei St. Denis in Broqueroie bei 
Mons gefunden haben, auf ihn beziehen müsse. 
Sie ist vom Februar 1248 neueren Stils, vermöge 
welcher ein Kanonikus von Cambrai Namens des 
Meisters Arnulphe von Binche Magister Arnul- 
phus de Bincho) diesem Kloster mehrere Güter 
zum Besten der Armen der Stadt Binche ver- 
macht. 
Andere Nachrichten über diesen Künstler be- 
sitzen wir nicht. Vielleicht erbaute er auch die 
Abtei M a e g d e n d a e l , die sieh früher in Flo- 
becq befunden hatte, im J. 1233 aber nach Pa- 
mele verlegt wurde. 
Handschriftl. Quelle: Gartulaire de llabhaye de Saint 
Denis im Staatsarchiv zu Mons. Fol. 183. 
s. Messager des sciences hist. Gand 1825. p. 
424.; 1863. p. 406-1- Annales Abbatize 
S. Dionysii in Brogueroya, herausgeg. von Reif- 
fenberg. p. 599.  Van Oauwenberghe, 
Lettres sur l'histoire d'Audenaerde. p. 62.  
 Schayes, Histoire de Yarchitecture en Bel- 
gique. II. 61  65.  Annal es du cercle ar- 
cheol. de Mons. II. 147-152. 
Lithogr. A n sich te n der Kirche findet man in 
folgenden Werken : O 0 l 1 e eti 0 n historique des 
principales vues des Pays-bas, herausgeg. von 
De Wasme.  C l 0 et , Voyage pittor. dans le Roy- 
aume des Pays-bas. IV.  G. Simon eau, Vues 
et Monuments d'Audenaerde. 1839.  P. van 
de Vyvere hat die Ansicht des Innern ver- 
öffentlicht. Schayes hat in seiner Hist. de l'ar- 
chit. en Belg. II. 62 den Chor in Holzschnitt 
gegeben; danach im Orga n für christliche 
Kunst. VI. 279. Beil. Fig. 5. 
Alex. Pinchart. 
Armllphi. Claude Arnulphi, Maler, geb. 
zu Aix in der Provenee im J. 1697. Er bildete sich 
unter dem Florentiner Maler B. Luti. A. scheint. 
sich gänzlich dem Porträtfaeh gewidmet zu ha-l 
ben und brachte es darin zu großer Fertigkeit. 
Er führte einen breiten und leichten Pinsel. 
Eine große Anzahl seiner Werke ist noch in 
Aix. Im dortigen Museum befindet sich ein Bild- 
uiss, welches seinen Landsmann, Lucas de Cla- 
piers, Marquis de Vauvenargues, den berühmten 
Moralisten, darstellen soll. Zur Kunstausstel- 
lung in Marseille 1861 sandten Kunstfreunde von 
Aix fünf Porträts von Arnulphi, darunter die des 
Predigers Abbe Poulle und des Marquis de Gal- 
lifet, Fürsten von Martigues. Das letztere be- 
[indet sich im Besitze eines seiner Nachkommen. 
[m Museum zu Versaille s sieht man das Bild- 
niss von Chicogneau, des ersten Arztes von Lud- 
wig XV., welches auf der Rückseite die Bezeich- 
nung führt: C. Arnulphi pinxit 1750. Der ge- 
schickte Kupfersteelier H. Conssin, der in Aix 
geb. war und dort arbeitete, stach mehrere Por- 
träts von Arnulphi (s. unten). 
Als der Herzog von Villars, Gouverneur der 
Provenee, im J. 1766 die Gründung einer Zei- 
zhensehule in dieser Stadt anordnete, War Ar- 
Meyer, Künstler-Lexikon. ll. 
nulphi einer der drei berufenen Professoren. Er 
starb in seiner Vaterstadt am 22. Juni 1786 und 
ward auf dem Begräbnissorte der Franziskaner 
bestattet. Unter seinen Schülern sind zu erwäh- 
nen Esprit-Antoiiwe Gibelin und J. Fr. P. Peyron. 
s. L i vret de Pexposition des Beaux-Arts de Mar- 
seille 1861. p. 22.  Parroeel, AnnaleS de 
1a peinture. Marseille 1862. pp. 191. 201. 202. 
334.  Gibert, Catalogue du Musöe d'Aix. 
1862. p. 1.  Villot, Notice des tableailx du 
Musäe du Louvre. Ecole franqaise. 1871. p. 258. 
 L. L ag ra n ge , Joseph Vernet. Paris 1864. 8. 
Alex. Pinchart. 
Nach ihm gestochen:  
N0. 1-4 gest. von H. Coussin. 
1) Joseph Aillaud, Arzt. 
2) Marc Antoine Bouthier, Jesuit. 
3) Fr. de Cormis, Rechtsgelehrter. 
4) Louis Van Loo, Maler. 
N0. 5-7 gest. von J. Faber. 
5) Thomas Matthews, Admiral. F01. 
6) William Rowley, Admiral. F01. 
7) Die Schauspielerin Olive in the charactcr of l'hi- 
lida. 1734. Ohne den Namen des Malers. 
F01. 
8)  Dieselbe, ebenso. Gest. von P. vanBle e ck 
1735. F01. 
Er selbst soll auch radirt haben. 
s. Heineken, Dict. u. Manuskr.  Catalogue 
Evans. 
W. Schmidt. 
Arnutius. A r n u t i u s , Kupferstecher, um 
1756. Von ihm: 
Joh. Georg Hartlnalux, Mcchan. O. Müller p. 8. 
W. Engelmann. 
Arnvidson, s. Arvidsson. 
Arnz. Albert Arnz, Laudschaftsmaler in 
Düsseldorf, daselbst geb. den 24. Jan. 1832, er- 
hielt seine künstlerische Ausbildung bei seinem 
Schwager Oswald Achcnbach, mit dem er auch 
eine längere Reise nach Italien unternahm. Dort 
sammelte er die Studien zu seinen meisten Ge- 
mälden, in denen er hauptsächlich Motive aus 
Rom und Neapel mit besonderer Berücksichti- 
gung der Arehitektur behandelt. Auch liebt cr 
es, eine reiche Staffage von Figuren und Thic- 
ren anzubringen, was seinen wirkungsvollen Bil- 
dern, die sich durch leuchtende Farbe und ge- 
wandte Technik vortheilhaft auszeichnen, erhöh- 
 ten Reiz verleiht. In der Wiedergabe deutscher 
Gegenden zeigt sich Arnz weniger glücklich, 
wie denn auch an Zahl seine westfälischen und 
 niederrheinischen Landschaften den italienischen 
lbedeutend nachstehen. Ven den letzteren befin- 
det sich eine der besten, nTempel der Vesta", im 
Museum zu Hannover. Sonst sind noch zu 
nennen: Strand von Neapel im Mondschein, Der 
Petersplatz in Rom u. A. Mit G. S iis malte er 
gemeinschaftlich das Bild Die Martinswiese bei 
Düsseldorf, das im Oesterr. Kunstverein vom 
März 1873 zu sehen war. 
Moriz Blanckarts. 
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