Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1602917
Armaninus  Armenini.  261 
 
Das wunderthätige Madonnenbild zu Laghetto 
(Virgo de Laghes]. Auf Wolken stehende ge- 
krönte Madonna in sternenbesetztem Gewande, 
mit der Rechten das Ghristnskind haltend, in 
ovaler, verzierter Umrahmung. Unten das Wap- 
pen von Christina von Frankreich, Herzogin von 
Savoyen (1606-1663), nebst der Widmung an 
dieselbe. Schmal Fol. 
W. Schmidt. 
Armaninus. Arm aninus von Modena (de 
Mutina) malte laut Inschrift 1237 einen Christus 
mit mehreren Heiligen in der Kirche Sta Maria 
de Castignana bei B us si (nicht Buffi) in der Diö- 
zese Salrnone in den Abruzzen. 
s. Agincourt, Peint. ad tab. 133 nach Mitthei- 
lung des Abts di Costanzo von St. Paolo vor 
Rom.  Schulz, Denkmäler der Kunst des 
Mittelalters in Unteritalien. II. 59.  
 U.  
 Armarmi. Pietro Martire Armanni, geb.l 
am 14. Jan. 1613 in Reggio, 1- dort am 10. Juli 
1699. Er war ein Schüler des Malers Sebastiano 
 Vereellesi. Als aber Leonello Spada nach R e g- 
gio berufen wurde, um die große Kirche der 
Beata Vergine della Ghiaja zu malen, da schloss 
sich auch Armanni der Zahl von Künstlern an, 
die zugleich die Mitarbeiter und die Schüler 
Spada's wurden. Er hat das Wunder der Maria 
am Hauptportal im Innern der genannten Kirche 
ausgeführt. 
s. Malvasia, Felsina Pittrice. 11. 109.  Tira- 
boschi, Notizie de' pitt. Mod. p. 308, nach 
Malvasia und Ranzani, Veridico Racconto 
dell' origine etc. p. 62.  Breve Descrizione 
del Tempio della B. V. della Giarra etc. Parma 
1822. 
Jansen. 
Armanno. Vincenzo Armanno, genannt 
Monsü Armanno, stammte aus den Niederlan- 
den, war aber lange Zeit in Rom als Maler thä- 
tig und schmückte hier die Paläste der Großen 
mit Fresken und Staifeleibildern. Die Vollkom- 
menheit, die er in der Landschaftsmalerei be- 
saß, hatte er sich in seiner Heimat erworben. 
Er war reich an Erfindungen und wusste seinen 
Landschaften durch Kolorit und Staifage sowol 
Reiz als Bedeutung zu verleihen. Den Italienern 
gefielen die geschickt gezeichneten und passend 
angebrachten Figuren, sowie die Naturwahrheit 
und Harmonie der Farbentöne, die sanft und 
mild in einander übergingen. Armanno galt 
für grob und unzugänglich. Er verkehrte höch- 
stens mit seinen Landsleuten. nWie alle Fremde, 
sagt Passeri, hatte er wenig Neigung zu den 
Italienern, weil er von ihrer Seite immer 
Betrug fürchtete". Wegen Fleischessens- in 
der Fastenzeit wurde er bei der Inquisition 
denunzirt und trotz seiner Reue mit einer 
Einsehliessung in das Dominikanerkloster be- 
straft. Hier malte er über der Sakristeithüre 
der Kirche S. Maria sopra Minerva zwei Land- 
schaften al Fresco, von denen die eine nach- 
mals bei einem Durchbruch der Wand zer- 
stört worden ist. Verstimmt über die verräte- 
risehe Anzeige, wollte Armanno in seine Heimat 
zurückkehren. Aber ein Fieber hielt ihn in Ve- 
nedig fest und brachte ihm nach wenig Tagen 
im J. 1649 den Tod. 
s. Passeri, Vite de' Pittori. p. 170.  Bot- 
tari, Raccolta di Lettere. VI. 307, gibt nur Aus- 
züge aus Passeri. 
Jansen. 
Armano. Giovanni Antonio Armano, 
Maler und Mitglied der Florentiner Akademie, 
erscheint in folgenden Auktionskatalogen: Ca- 
talogo di una Serie preziosa delle Stampe di 
Giulio Bonasone Pittore e Intagliatore Bolog- 
nese, raecolte dal Professore G10. Antonio Ar- 
mano, Membro della R. Accademia di Firenze 
etc. Ora posseduta dal Sig. Dott. Gio. Battista 
Petrazzani di Bologna ed esibita in vendita dallo 
stesso. Roma 1820. 8., und Catalogo di una in- 
signe Collezione di Stampe delle rinomatissime 
e rare Incisione del celebre Marc' Antonio Rai- 
mondi fatta da Gianantonio Armano Pittore. 
Firenze 1830. 8. Es ist wahrscheinlich auch der 
Johann Anton Armano, von dem Fiissli 
(Neue Zusätze) zwei anonyme kleine Radirungen 
mit Figuren anfiihrt. 
W. Schmidt. 
Armanow. Ar m an o w nennt Füssli, Künst- 
lerlexikon IV. 1845, unter Thevenin einen Stecher 
um 1800, der das nachfolgende schlechte punk- 
tirte Bl. geliefert habe. In den Neuen Zusätzen 
führt er ihn als Armano auf. 
Hero und Leander. Nach Ch. Thävenin. In 
schwarzen und farbigen Abdriicken. F01. 
 Spätere Drucke tragen nach Fiissli die Adr. 
von C. G. Zehl in Leipzig. 
W. Schmidt. 
Armao, s. Arnao. 
Armes. Duarte d'Armas, s. Duarte. 
Armellino. Aluigi oder Luigi di Rugieri 
oder Ruggeri, genannt l'Armellino, Stein- 
metzmeister in S i ena, kommt 147 3 urkundlich 
vor und erhielt 1481 den Auftrag , mit Vito di 
Marco ein Feld in dem Mosaikfussboden des Doms 
auszuführen. Milanesi glaubt, ihm dort die ku- 
mäische Sibylle zuschreiben zu dürfen. Sein 
Name erscheint noch in Urkunden bis zum Ja- 
nuar 1487. 
s. Milanesi, Documenti Senesi. I. 129. II. 377 
-379. 413. 
U. 
Armengal. Magin Armengal, Maler von 
Valencia, Schüler des berühmten Juanes, in des- 
sen Haus zu Bocairente er sich beimTode des- 
selben 1579 befand. Er wird in einem notariellen 
Akt von 1580 erwähnt. 
s. P. Arques Jovcr, Coleccion. Ms. p. 11. 
 Zarco del Valle. 
 Armenini. Giovanni Battista Arme- 
nini, Sohn des Pier Paolo Armenini, 1540 in
        

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