Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1602840
?ü_  
sache all unser menschliches Mitgefühl in An- ist nicht Name eines Münzsteinpelschneidey 
sprllcli nimmt und uns eben dadurch über diese sondern eines Magistrats. 
hinaus auf einen noch höheren Standpunkt, den s. Bi-n n n , Gesell. der griel-h. Kiinstleitkll. 42. 
der sittlichen Weltbctrachtung, emporhebt. Zll- rtmn. 
nächst an dieses Bild würde sich der vcrmutungs- Aristobulos. A ristobu l 0 s , Maler aus S) 
weise ihm beigelegte Herakles mit dem Gewand rien, also schwerlich älter als die Zeit der Sele; 
der Dcianira anrcihen, während es in der Perscr- kiden, wird von Plinius 35, 1-16 unter den zw; 
stalllacht dem Künstler leicht sein musste, ana- nicht unbekannten, aber doch nur einer fliieht 
logc Motive aufzufinden. Weniger lebhaft er- gen Erwähnung würdigen Malern angeführt 
regt, aber nicht minder auf der Schilderung tief- Brunn. 
sten Fiihlens und Empfindens beruhend werden Aristcdcmos. Ai-istotlemos, 1) Bildllaue 
die Bilder des Flellenden und des Kranken gc- tmacltte Ringel-Statuen, Zweigespanne mit Wg 
Wesen Sein- D335 111161 Selbst einen! Seheinbnl" genlellkcrli,Philosophen, alte Frauen, den Köni 
so gleichgültigen Gegcnstandc, wie den tlläigern Seleulgos; geschätzt wird auch Sein Dol-y-phuros! 
mit ihrer Beute, nach dieser Seite hin sich ein P1in_ 34, 86, Wegen der Statue des Selellkc 
beßnnderer Rein abgewinnen lißss, lehrt die Be- gehört 61' in die Zeit um 12001., etwa mm t-_  
Schreibung eines Gemäldes bei dem jüngeren Aussei-dein führt Tatian (contra Graec. 55 p_ 12 
Phglnetlgtne (3l),l Wgehißld 361111111 Eenln 68 11111115111  lZVorth) eine Statue des Aesop als sei 
an (as rlglna (es risi eszuruc geien so e, er am 
doch zeigt, welcher Auffassung eine solche Szene  
fällig ist. Man fühlt sich ganz das Behagliche in 2) Maler 8115 Kerlen, Gastfrellnd des Philq 
der Stimmung versetzt, welches sich nach ge- P1131119, 11139 11111 200 1111911 C111? _Geb- E1 malt 
thaner Arbeit über diese an schattiger Waldes- 111 der  den 111111116108, 1111111 aber ili de 
Stelle rastende und durch Speise und Trank sich Vorrede zu den Elkones des Phllostrtrtus besoii 
erfrischende Jagdgescllschaft verbreitet. Hier, 31'111 Wegen flenäer 111ste11eenen 5111111111111 iibe 
wie überall bei den Werken des Aristides, musste a e1'e1 eT1V111n  
die Wirkung auf dem sympatlietisohcn Gefühl 3) S- Ärietlneos- 
beruhen, welches der Künstler bei dem Beschauer    Bnmn- 
erweckte, welches er aber nur dadurch zu cr- 13_1'1St0dik0f5_' Arlstodlkes, Weineieheinlicl 
wecken vermochte, dass er selbst nicht etwa die  Knnßtlel'1l1nnn, 11111311 91116111 Späterel 
einzelnen Ziige nllr durch scharfe Beobachtung  111111  S Äelt, _ln wel- 
der Wirklichkeit ablauschte, sondern dass er eneln 1111er 11113 Kneten e1nes 111 Geld getrlebenei 
das Ganze der darzustellenden Situationen und Penasbüdes i?" Talente) 9111 Rechenexelllpe 
Stimmungen in der eigenen Seele nachzuein- aufgegeben W111i? 131111111111 Aneleetn Ü- 438 
pfinden und aus dieser Empfindung heraus zur n- 41- 
Anscliauung zu bringen verstand. Eine solche   3mm"- 
persönliche Disposition des Gemiithes lässt sich Ärlstedetns- A1 1510110 '10 S ,  der Kiinstle: 
freilich nicht wol lehren und in ihrer Eigenart einer Efletetne der 1310111111111 Nnssnf (11111300 v0; 
auf Andere übertragen; und es ist daher sehr C1111 Geb-l, Wle W01 anstatt Mysns 11111 Tatiai 
begreiflich, dass durch seinen bedeutendsten (e- Gmee- 5? P- 114 ed- Wßrth)  lesen ist 
SchülerEuphi-anor (die andern: NikerolgAi-iston Veägä- Jahn  den Abhandl. der sachs. Gesell- 
und Antenorides sind fast nur dem Namen nach S0 11 t- III- 7  
bekannt) sich ein starker Umschwung in reali-   31111111- 
stisclier Richtung vollzieht. Es ist dies dieselbe Arlstnsßltnn- S- Hyrntnflßrns- 
Ers he'n , die sich in der florentinischen    
Kuncst dekmlgfi. J ahrli. wiederholt, wo der spätere Aäistgäilflqe? Aälsgkl eldfsü  U"; 
Realismus sich zu einem sehr wesentlichen ter an Ä am ßwel en 1111563 primls 1310x1911. 
Theile auf der Basis der Scelenmalerei eines nennt Phmus 35' 138 den Arlstoklexdes" Welche" 
Fiesole entwickelt den (d. h. im) Tempel des Apollo zu Delphi 
lt  
s. Brunn, Gesch. der gi-iech. Künstler. II. 160 ma e 3mm! 
11; 1"-  1111111811111 R118"?- 111115811111- X151"  Aristokles. Aristokl es, 1) Bildhauer  
1a] u. XXVI. 283.  Urlielis, ebd. XXV.      
507 u_ XXVL 55m Kydonia auf Kreta. Sein Werk war ein Weih. 
3,1mm gesehenk des Euagoraä aus Zankle in Olympia; 
    l Herakles wegen des iirtels mit der Amazone 
Aristl0n'  l lstlmi? Blldhiiuer aus Afhem zu Pferde kämpfend. Pausanias V. 25, 11 nenm 
der zufolge einer Inschiift um die Zeit der (0 O1.     
      den Kunstler sehr alt, Jedenfalls alter als (116 
ein Grabdenkmal arbeitete. Hiischfcld, Tituli   
   Zeit, in welcher Zankle den Namen Messene er- 
statuariorum p. 68. 11.6. Sollte er etwa identisch Heu was freilich nicht 01 29 (ver l w 23 4 
sein mit dem Aristion, dessen Grabstele von der 1 '  g   '  
Hand des Aristokles (s. diesen) wir noch besitzen? Sondern erst 01' 71 geschah 
BWM- 2) Bildhauer von Sikyon, iiBruder des Kana- 
Aristipp. Aristi pp auf Münzen von Tarent chos und ihm an Ruf wenig nachstehende (Pans.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.