Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1602794
Ariehall  Franeesco Arighi. 2-19 
 
Ariehall. F ran cis A ri eh all, geb. 17 72 zu werden ihnen Erfindung, Grazie und Korrektheit 
Portsmouth in England, lernte erst die Kunst zu abgesprochen. Es ist leicht möglich, dass Arinti 
seinem Vergnügen, bildete sich aber dann in und Arienti bloss durch einen Irrthum zu zwei 
London förmlich aus. Er kam 1786 nach Ham- verschiedenen Personen gemacht wurden. Auf 
burg , wo er Bildnisse in Miniatur, Pastell und der Mailänder Kunstausstellung vom J. 1824 war 
Silberstift malte. Dort lebte er wahrscheinlich von Arienti zu sehen: Orest, der sich seiner 
noch 1794. Wenn das folgende nach nArichaln Schwester Elektra zu erkennen geben will, aber 
gestochene Bildniss, wie kaum zu zweifeln, nach von Pylades zurückgehalten wird, drei lebens- 
unserem Künstler ist, so ist er auch in Hanno- grosse Figuren. Dies Bild vergütet seine Zeich- 
ver gewesen nungsfehler auch nicht einmal durch die Farbe, 
       
Dr. Leb_r. F. B. Lentin, Leibmedicus zu Hanno- Magdalena in Lebensgrösse_ 1830 befand sich 
Eiiäläliäö" 1804- Gesi- "i" L a ll l e li i  5- der Künstler in Rom. Auf der Mailänder Aus- 
s. H ambu rger Kiinstlenlachriehten. p. 3.  stoihmg v0n..lb'i7 befand 310.11 eine Szene ifius 
Fü s S 1 i, Neue Zusätm  H a m bu r g e r der Verschwörung der Pazzi. (Kunstbl. 18.57. 
Künstlerlexikon_ p. 23b.) fln Brüslszel stelläelfr 1833 ausillngd; 1851 
w_ gclnnidt war er reisrie er un omm noc oa vor. 
Aridikcs. A r i d i k e s, Maler aus Korinth. Vielleicht ist 61' 110Cl1 3111 Lßbßn- 
Unter den unkritischen Angaben des Plinius W- Schmidi" 
(35, 15) über die Anfänge der Malerei findet sich Arighi. Alessandro Arighi, Holzbild- 
auch die Notiz, dass Aridikcs von Korinth und schnitzer aus Creniona, lebte um die Mitte des 
Telephanes von Sikyon zu den ersten gehören, 17. Jahrh. Nach Grasselli war er wahrscheinlich 
welche die linearis pictura noch ganz ohne Farbe ein Schüler des Gabriele Capra. Er vcrfertigte 
ausübten, doch so, dass sie zu dem äusseren für die Kathedrale seiner Vaterstadt ein Altar- 
Umriss (Schattenriss) schon innere Linien hin- werk, theils Bas-, theils Hautrelicf, das sich noch 
zufügten. Die Namen sind vielleicht historisch in einem Seitenschiße befindet. Er stellte hier 
und nur nachträglich in eine systematische Ent- den hl. Abt Eusebius dar, wie er mehrere Todte 
wickelungsreihe hineingezwängt. durch ein Wunder wieder lebendig macht. Ein 
Brun-n. Werk von Arighfs Hand ist auch das geschnitzte 
Ariense. Alessio Ariense, Baumeister zu Pult derselben Kirche; Carlo Natali lieferte die 
Bergamo, seiner Zeit von Ruf, wurde von Zeichnung dazu. Seinem berühmten Zeitgenos- 
Lodovico Moro, Herzog von Mailand, im J. sen Bertesi versuchte Arighi in seinen Leistun- 
1490 (nicht 1400, wie es bei Fiissli, Neue Zu- gen vergebens gleichzukommen. 
Sätze, lieißsi?) belilfeli, lliii Sein Gutachten Wegen s. Gra sselli, Abecedario biograilco.-l3artoli , 
der Erhöhung der Kuppel des Mailänder Domes Notizia delle pitturc etc. II. 135.  Zaist, 
abzugeben. Da Alessio aber, mit der Korrektur Notizie istoriehe etc. II. 97.  Panni, Distinto 
des Brentaiiusses beschäftigt, das Werk nicht RliPPolio eic- P- 25- 
untersuchen konnte, so verschob er das Gut- Jamen- 
achten.  Es findet sich sonst unseres Wissens Äriglii- F 131106390 Allg lii, Zißelelw 1111d 
keine Erwähnung des Künstlers. Giesser, verfertigte 1727 für 1000 römische Scudi 
Eines Oliviero Ariense, Baumeisters zu das Tabernakel der Abtei Monte Cassino nach 
Rom um 1550, und seines Sohnes Alberto, den Zeichnungen des Baumeisters Antonio Ca- 
erwähnt Zani ohne weitere Angabe. Ob diese nevaro. Der Vertrag dazu war in Rom, seinem 
mit Alessio in Beziehung standen, wissen wir Aufenthaltsorte, zwischen ihm und dem Abt Se- 
nicht. raiino Tanzi geschlossen worden: Antonio Arighi, 
s. Cicognara, Storia della Scultura. I. 226 (die sein Sohn, fugte gleichfalls seinen Namen bei. 
llfotäz bciääon i ilswt von dieser Stelle abgcschrie- Das Tabernakel solllte in der Art desjenigen ge- 
e"   11111, Älßiß- halten sein, das sie damals a1  r 
W- Sfiimidi- der den Jesuiten gehörigen  fdfilrggscliliiildiliie 
Arienti. Carlo Arienti, Maler und Radircr befand. Es war ein wahrhaftes Monument, das 
1'011 Mailand, geil 11111 1300- E1 gäb 11m 1522 auf den Altar einer Seitenkapellc gesetzt wurde. 
mehrere Hefte mit 24 radirtcn, kolorirten Bll. in Der Kontrakt bestimmte , dass es gänzlich aus 
Hogarlilils Saiiiisßliem Gesßlimaßke heißllä, 01116 vergoldetem Kupfer mit Theilen in hartem Stein 
Gattung, Wßlßllß, nach der Besprechung im Tii" bestehen sollte, dazu noch mit allerlei kostbaren 
Dinger Kiiilßtbl- (1322, P- 7) in Italien erst im Steinen verziert. Aussen brachte A. sechs Statu- 
Enlißielleii Will" E1 fand indessen keinen Bei- etten an, durch kannellirte Säulen von einander 
fall und wandte sich einer ernstern Gattung zu. getrennt; das Moden dazu hatte er auf eigene 
Zu gleicher Zeit waren angeblich von sArintiu in Kosten ausführen lassen müssen 
Mailand zwei Aqilaiinlialillweinevestalill llliß Grab s. Ca. ravita, I Codici c 1c Arti a Monte Cassino. 
steigend und die Obsequlen des Balletmeisters Vi- III. 445  449_ 
gano zu sehen; in der gleichen Rezension, p. 10, Alex. Pinchart. 
Meyer, Künstler-Lexikon. II. 32
        

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