Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1602740
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J uan de Arfe 
Ariian. 
königliche Privilegium schon 1595 ertheilt war. in der dortigen Kathedrale die silberne Custodi: 
Bei seiner Berufung nach Madrid im J. 1596 und die kolossalen Marmorstatuen der Evange- 
schlug er den Lermes Fernandez del Moral zu listen und der vier Kirchenvater am Eingang der 
seinem Stellvertreter vor, und dieser erhielt Kapelle del Sagrario zu. Dagegen bchauptei 
später das Amt des Miinzwardeins. Cean Bermudez (Dicc. I. 46), dass nach zuver- 
JuanArfe sollendlich auch dieAbbildungen zu lässigen Dokumenten die erstere von Juan dr 
seiner Varia Comensuraeion (s. oben)und während Segura, die letzteren dagegen von Josef de Arer 
seines Aufenthaltes in Madrid ein Bildniss des seien, und vermutet daher eine Verwechseluni 
Alonsb de Ercilla vor der ersten Ausgabe von mit dem letzteren, so dass Joseph de Arfe viel? 
dessen Araucana in Holz geschnitten haben. Zu leicht gar nicht cxistirt. 
bemerken ist jedoch, dass keines der Bll. zu U- 
seincm Werke mit seinem Zeichen versehen ist; Arfian. An toriio Arfian, spanischer Mulel- 
bloss auf p. 34 erscheint ein Bl. R0 bezeichnet. lebte zu Sevillzi. in der Vorstadt Triana in der 
Wahrscheinlich ist es auch ein Irrthunl und be- zweiten Hälfte des 16. Jahrh. Nach Cean Bermu- 
ruht auf falscher Deutung des Monogramms, dass (lez hätte A., gleich Esteban Murillo ein Jahi-ll 
nlßn ihm 1111611 die BÜÜSY 7-11 des Hefrlßlldü (10 später, zuerst Bilder, Beilast für die Schilfsange- 
Acuna Uebersetzung von Oliviefs Oaballero stellten, die damit frei handeln durften, {gemalt 
determinado, Salamanca1573, zugeschrieben hat, Cuudros de Feria, nach dem Ausdruck zu Se. 
die nur in weichem Metall ausgeführte Nachbil- Villa, wo luuu damit einen wiuhtigeu Huudul mil 
dungen der mit dem Zeichen A versehenen und, dem spanischen Amerika trieb. Bei diesem G6- 
wie 5381er nnngämä Voln llintnn iyiVinä in Holilz Schaft haben sich gewiss nicht lauter Meister 
gese nittenen  er 'rü 161'011 uswa en sin  vebildet, aber manche beSSerBeYalbte el-wal. 
(nißälßlä Monlogr. 1d 33. 1049. Nr. 80- 2233262 Nßßh sich dadurch eine geübte Handöund Leichtligf 
wir angege es, MS er zu einem w: e eine keit der Erfindune: für die Feria musste m  
samininng Vnn Biidnissßn berühmter Znitgenßs- rasch und so gut zals möglich arbeiten, denn  
sen verfertigt habe, wovon uns aber weiter Bezalun 34er El'foli'hingelldavonab_ zlllliese 
nichts bekannt ist. Andere schriftstellerische Begabtuäeu gehöptgöArfian; er ging als tiiuhtlge: 
Unternehmungen sind nicht zn Stande fäßkom" Praktiker und geschickter Kolorist daraus her. 
wen. In der Vßria Cßmßnßuraßißn verhiess vor. Der Künstler verstand sich besonders gui 
er eine kurze praktische Perspektive, die aber auf die Malerei auf Sargas, eine Art ungebleich- 
nicht erschienen ist. Ein Wappenbuch ist hand- ten Zeug-es, worauf die Sevillaner mit Wasser. 
Sßhriftlich Von Gonmiez Areotß de 310mm in odcrLeimlarben grosse historische oder religiüsl 
der Nobleza de Andalueia, Sevilla 1582, benutzt Vgrwürfg malten. Diese Sargas dienten zu] 
Winden; dass 311W die Wappen darin Zinn T119" Verhüllung des Altars während der Charwoehu 
von Arfe geschnitten worden seien, ist nur Ver- auch vui-wuudte man sie wie Tapeten zur Mauer- 
mninng- bekleidung herrschaftlicher Wohnungen. A1; 
Arfe muss bald nach 1600 gestorben sein. Luis de Vargas um 1550 aus Italien nach Sevilln 
s. (Jean Bermudez, Dicc.  Llaguno y zurückkam, trat A. wahrscheinlich als Gehülfr 
11111111018, Notißißs- 111- 93- 192- 330-  in dessen Atelier; Vargas lehrte ihn nun die 
Ohoulant, Geschichte und. Bibliographie der Oelmalerel, die dazumal vielen Künstlern lt 
anatomischen Abbildung. Iieiplzrr  p. 12. Andalusien wenig oder schlecht geläullg War 
 71'   "gen Der Ruhm des Lehrers, eines der besten Sevilla- 
Arfm Antonio de Arfm Spanlscherliiorm" ner Maler verbreitete sich ohne Zweifel balg 
schneider, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrh. auf selnel; Schüler, denn Alliall übernahm halt 
Seine elnsichtige Zeichnung und sein hoher Ge- selbst llle Leitung Wlcllligol. Arbeiten lm _l_ löäl 
schiilack verstauen die Annahme" dass er m malte er nebst seinem Mitschüler Antonio Rull 
äiilhem besondels zudilorenz studfrt habe Ge' das Altarblatt für den Hochaltar zu Scvilla um 
ort er zu der Familie der berulnnten Gold- lm J m57 Scllmügktg er die Mavdalenenkirehl 
schmidc des Namens? Cean glaubt es, und mit Darstellungen aus dm. Sh aeorgslewende 
meint er könne der Sohn von Juan de Arfe Bei diesem letäten Werke half ihm sein: Schi 
Vliliäflääf  Geronlm    Alonso , dessen Namen die spanischen Biogi-u. 
   0 qmheli {ß Famlha de los phennurbei Gelegenheit dieserArbert erwähnen 
3:31.62.- riiiiiisdiiifmiiiii. ifäiiiiiiääoiliäi   iamas in Andalusien an  
Pludenlla empolgellallell Nach Gel" hat e, das zweig, ausschliesshch den Malern vorbehalten 
B1_ im J_ 1577 in Holz geSßhnmelL nämlich die Bildwerke und Reliefs, welche dir 
s. Cean Bermudez, Dice. Bildhauer für die Kirchen verfertigten, mit der 
Leforl. natürlichen Farben auszumalen, was man estofadi 
Arfe. Joseph de Arfe, war nach Palomino nannte. In dieser Kunst zeichnete sich nael 
Velasco (Vidas. p. 90) ein Bildhauer, gebürtig Paeheco, der selbst ein berühmter Estofado; 
aus Sevilla, der sich in Rom ausbildete, dann war, Arüan aus und fügte ihr neue VWirkungei 
sich in seiner Vaterstadt niederlicss und dort hinzu. Nach Luis de Vargas war, zufolge Ceai 
1666 im 03 Lebensjahre starb. Er schreibt ihm Bermudez, Arfian der beste Freskomaler; seil
        

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