Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1602631
 Juan de Arellano  Anton von Arenberg. 
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abzuwägen; seine Farbe ist glänzend, seine Töne Maria und mit Heiligen, umgeben von singenden 
von einer grossen Tiefe, und sein Vortrag hat und musizirenden Engeln. 
eine Fülle, welche den Malern dieser Gattung S, Domenici, Pittori Napoletani. II. 351. 
nicht gewöhnlich ist. Jedoch bemerkt Mündler Jamen. 
in einer uns vorliegenden Notiz , dass diese Arena. Pi e tro diA rena neapolitanischer 
Blumenstücke gewöhnlich etwas zerstreut in Maler des 18 Jahrhw der dieiTribüne oder Gar 
der Liciitvviikiingffieieil- was aber iliimeiitiich lerie der Kirche della Carita in Neapel aus- 
diesen sonst trefüieh ausgeführten Bildern ihren malta Das ist die einzige Nachricht, die wir 
Wßrth benimmt, Sei der dunkle Grund oder vißl- über diesen Künstler finden konnten. Er könnte 
mehr der Mangel an Feinheit der Halbtinten und ein Nachkomme des Girolamo diArena gewesen 
Durchsiehtigkeit der Schatten, wodurch nur das Seim 
Heile genießbar Werde und die Harmqnie Verlo" s. Celano, Delle Notizie del bello, dell' antico 
Yen gehe- e del curioso della citta di Napoli. Ausg. 1692. 
Die AkademieS. Fernando, das Fomento und II. 7. Ausg. 1792. II. 6. 
das k. Museum zu Madrid besitzen Bilder un- A. Pinchart. 
seres Künstlers. Cean Bermudez erwähnt eine Arenas. Francisco de las Arenas, vlä- 
ziemlich große Anzal , die sich zu seiner Zeit mischer Bildhauer des 15. J ahrh. , in Spanien 
in den Sakristeien oder den Kapellen der Kir- thätig, dessen Name ins Spanische übersetzt 
cheu von S. Isidoro el Real, der Recoletos und wurde. s. Fr. van den Zande. 
von S. Geronimo befand. Ponz erwähnt eben- 
falls einige im Palast, in der Bibliothek, und Arellas- 11611311410 de Arenas in Cuenca 
Palomino in den berühmtesten Privatsammlun- Verfßiiigie 1557 und 1553 dßS Gitter V0I' dem 
gen. A. hielt, nach Palominds Bericht, eine of- C110? der dßrtigen Kathedrale, so wie einige 
fene Bude mit seinen Gemälden vor der Kirche eiserne Adler, 011116 Zweifel die. Welche als 11G- 
S. Felipe el Real; in dieser Kirche erhielt er Sepilite Clißileil- Beide Sind glänzende MeiSlSerr 
auch sein Begräbniss. stiicke der guten Zeiten , während der Chor 
s. Palomino y Velasco, Las Vidas.  Ponz, Selbst unsehg modemisirt ist 
Viage de Espafia.  Ceau Bermndez, Dies. 9- C9811 Beimildezi Dißß-  FOTd, Handbook 
 Katalog des Madrider Museums. für iTß-Veiieis- P- 810- 
Lefort. U. 
Arellius. Arellius, Maler in Rom kurz vor Monat ändräs de Arenasl Baumfiister 
der Zeit des Augustus. Seinen Ruf als Künstler aus iieireras Schule, baute laut _Insc_hr1ft an 
bei-leckte er durch die Benutzung seiner jcwei- gar. 1mm? 1384 die schon" iilarienklrche z" 
ligen Geliebten_ als Modelle, so dass er zwar hvenza m Portugal 
Göttinnen malte, aber unter dem Bilde seiner S. iiiatäililo Y Aiiliioiß, Noiißißs- ill- 53-  
Geliebten, und man an seinen Werken seine Mä_ C abv e d a, (1880111611126 der Baukunst in Spanien. 
tressen zälen konnte.  P' NL  U 
s.Plinius,35, 119. , ,   
  tefäiäiiiäliwilhii Äätftiäi 43311221 
Äfßllß- J 11311 dß liA 1'911 a, Silimisßiiei 11131013 berg, getauft zu Brüssel den 21. Fcbr. 1593, war 
dßY in den J- 1557 iiiid i555 iii d" beriiiiilliißll der fünfte Sohn von Karl, Fürsten von Arenberg. 
Abtei VOR Monte Cassiilo die Fresken der Anton wurde am 4. März 1616 zu Löwen Mönch 
unterirdischen dem hl. Benediktgeweihten Kirche bei den Kapuzinern, deren Beschützer sein V3- 
1111191" der Allfsißllt des M311") Mazzaioppi l geü- ter war; dieser hatte zu Enghien ein Kloster ge- 
Marco da Pino, ausführte. Die Vorwürfe sind gründet, in welchem er begraben zu werden 
der Leidensgeschichte Christi entnommen. Ver- wünschte_ Man schreibt jenem den Plan der K3, 
ßßlliedene Akiensiiißke Ciwäiiiien Zaiiingen, die puziner-Kirche und -Klosters zu Tervueren zu, 
ihm bei dieser Geißgeiihßii geieisißi WOYdCII Siild- das im J. 1626 errichtet wurde ; er war der erste 
Eines 119199111911 ist gezeichnet J 11311 de Liiieiiß- Guardian desselben. Ebenso gilt er für den Bau- 
s. Catavita. 1 Codici e le arti a Monte Gassino. meister der neuen Kapuzinerkirche zu Brüssel, 
1371. 111- 48. 50. 52- P I deren Wiederaufbau im März 1651 begonnen und 
Ii- inßiafi- im J. 1652 vollendet wurde. Die Verfasser der 
Arena. Girolamo d'Arena malte im An- Histoire de Bruxelles sind weit entfernt, den 
fange des 17. Jabrh. in N eapel. Hier befindet Bau zu loben, und in der That genügt ein Blick 
sich in der Kirche S. Anna de" Lombardi eine auf den Stich, der sich in den Werken von San- 
Darstellung des hl. Carlo Borromeo, der mit in- derus und Baron le Roy findet, um ihnen 
niger Dcvotion vor einem Altar kniend betet, beizupdichten. Diese Kirche enthielt übrigens 
über dem Maria mit dem Leichnam Christi in Meisterwerke, die ihr Philipp Karl von Aren- 
ihrem Schoosse erscheint. Auf den inneren Raum berg, Bruder unseres Architekten, geschenkt 
der kleinen Kuppel von S. Maria della Carita hatte. Anton starb zu Brüssel im dortigen Ka- 
malte Arena die Dreieinigkeit mit der Jungfrau puzinerkloster den 5. Juni 1669. 
He ye r, Künstler-Lexikon. Il. 30
        

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