Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1602392
qqgques Etienne Victogiägäg 
Alessandro Araldi. 
C209 
Estagral bei Perpignan, begleitete als Zeichner 
die von Freyeinet befehligte Expedition um die 
Welt 1817 -1S20 und entwarf eine Sammlung 
interessanter Zeichnungen, die in der Beschrei- 
bung der Reise (s. unten) in Kupfer gebracht 
wirrden. Seine spätere Thiitigkeit, die sich 
hauptsächlich auf Dichtungen , Reisebesehrei- 
bungen etc. erstreckte, fallt ausser den Bereich 
des Kiinstlerlexikons, wir bemerken hier nur, 
dass er erblindete und im Januar 1855 zu Paris 
starb. Man hatte ihm den Beinamen des rblinden 
Reisenden" gegeben. Wenn die Bll. unter N0. 2 
auch von ihm herrühren, was wir nicht mit Ge-N 
wissheit angeben können, so verstand er sich" 
auch auf die Lithographie.  
l) Voyage autour du monde, eiltrepris par ordre du  
Roi  par Freyeinet. Paris 1824. 4. 348i 
Kupfer ilach A.'s Zeichnungen.  
2) Proverbes et Bons Mots mis en actien (Papi-es les  
inoenrs populaires; eompesris et lithographies  
par les peintres Pigal, Pajou et J. Arag0,. 
avee texte explieatii" redige per J. Arago, et pu-  
blies par Noel. 50 Bll. Paris. gr. F01. 
W. Schmidt. 
Arago. Alfred Arago, Maler, geb. zu Pa- 
ris den 20. Juni 1816. Er stellte seit 1841 Histo- 
rien-, Genrebilder und Landschaften aus. Im Mu- 
seum zu Perpignan befinden sich von ihm: 
Graf Bald. Castiglione, Kopie nach ltafael, und 
h]. Franz von Aleala, Kopie nach Murillo. 1853 
ward er Inspektor der schönen Kiinste im Mini- 
sterium des Innern. 
s. ltellier de laChavigncrie, I)iet., wo 
ein Verzeiehniss seiner bis 1852 ausgestellten 
Werke, 
W. Schmidt. 
Aragonese. Sebastian o Aragcniese, Ma- 
ler in der Mitte des 1G. Jahrlr, geb. zu Brescia 
als Sohn der Catarina Truneonali und des Al- 
fonso A., der gleichfalls Maler war. Dies er- 
sieht man aus dem Grabmal, welches der Sohn 
und die beiden 'l'öchter Innocentia und Sala- 
manca in der Kirche S. Giovanni zu Brescia ihrer 
im J. 1559 als Witwe verstorbenen Mutter wid-l 
nieten. Die erwähnten Namen weisen daraufhin,  
dass die Familie väterlicher Seits aus Aragonien  
stammte. 
Die Schriftsteller Brescias beziehen auf Sc- 
bastiano ein noch vorhandenes Gemälde in der 
Kirche San Ale s s andre , das Christus mit den 
hh. Ludwig von Frankreich, Reehus und Seba- 
stian vorstellt. Es ist bezeichnet L  S  A und 
ward friiher dem Luca Mombello beigemessen. 
Den ersten Buchstaben löst man durch Luea 
oder Lazaro auf. Die Formen und Bewegungen 
sind richtig gezeichnet, aber es fehlt die Mor- 
bidezza, jene Weichheit der Farbcngebung, die 
der Italiener so ungern vermisst. Jlßinzller findet 
in dem Werke Nachahmung des Gambara, mit 
eiltfernten Anklängen an Moretto. Eine Beschrei- 
bung; Breseias von 1760 schreibt dem Aragonesc  
auch das Bild des Hauptaltars der Kirche S.  
Agratzi zu, welches die Marter der Ileiligen alar- 
Mpyßr, Künstler-Lexikon. ll. 
5 
stellt; Andere jedoch schliesscn sich dieser Mei- 
nung nicht an, und weichen in der Bestimmung 
ldes Meisters von einander ab. 
 Unser Künstler war ein grosser Liebhaber von 
Alterthiimern. Man kennt von ihm eine Samm- 
lung mit ungefähr 1600 Fcderzeichnungen, Me- 
daillen mit ihren Rückseiten, und 200 Eiurah- 
mirngen seiner Erfindung. Ebenso zeichnete er 
die Denkmäler von Breseia, kopirte die alten und 
neuen Inscliriften der Stadt und Umgcgend, und 
veröifentlichte davon eine grosse Anzal in einer 
Schrift : Monumenta antiqua urbis et agri Brixiani 
Sebastiano Arragonensi pictore brixiano summa 
cura et (liligeutia collecta MDLXIIII. Die Biblio- 
thek von Brescia besitzt noch das dazu gehö- 
rige Manuskript, und das dortige Archiv die S44 
Holztafeln, die dafür nach seiner Zeichnung ge- 
schnitten sind. Die Holzschnitte zcigen die 
Buchstaben immer weiss auf schwarzem Grund. 
Als Zeichner war er offenbar bedeutender denn 
als Maler. 
Wann er gestorben, ist unbekannt; im J. 1567 
lebte er noch. 
s. R0 s si, lülogj istorici de" llresciani illnstri. 1602. 
 p. 51T.  U07. zando, Vage e curioso ristretto 
profane c sagrn dell" istoria Bresciana. 1694. 
p. 131.  O r l a n d i, Abecedario pittorico. 
17153. p. 397.  Ohiz zola, Le Pittnre e Scnl- 
ture di Brescia. 1760. pp. 77. 121.  Fuge, 
Abeceilario pittorico. p. 1152.  Memorie di 
Lattanzio Gambara e de" Pittori llrcsciani. 1807. 
p. 128.  Lanzi, Storia pittoriea. 1822. lll. 
107.  Brogn oli, Nnova Guida della nittä di 
 Brescia. 1826. pp. 114. 151. 267.  Sala, 
 Pitture ed altri oggetli di belle arti in Brescia. 
 1834. pp. 77. SNS.  Nagler, Kiinstlerlex. l. 
152. 
 Notizen vßon Jansen. 
Alex. Pinrrhart. 
Arais. Arais, moderner Künstler , wol in 
England. 
Nach ihm gestochen : 
Albert, Prinz -Gcnial der Königin Viktoria, zu 
Pferd. (iest. von Ball. II. 
W. Engelvnrzmi. 
Arnldi. AlGSSRUÖTO Araldi, lilziler, geb. 
um das J. 14 75 oder nach Tosehi und nach Mztrtini 
schon um 1 165 zu Parmn, -l- daselbst nach 1530. 
Sein Vater hiess Cristoforu, und sein Lehrer in der 
Malerei war wahrscheinlich Oristofero (Iaselli. 
Die Schule des Giovanni Bellini, welcher dieser 
Meister angehörte, eifenbart sich auch noch bei 
Alessanriro Araldi, so dass Lanzi auf den "Irr- 
thum kommen konnte, ihn zu einem unmittelba- 
ren Schüler jenes grossen Venezianers zu ma- 
chen. Er heiratete zuerst Maria Cattorine und 
bekam den ersten Sohn mit ihr 1486, im J. 1458 
aber ist er mit einer Paola di Andrea del Pimnln) 
nsna coneittndinaw vcrmält. Im J. 1496 wird er 
von Agnese ulel Pioinbo, Ehefrau des Mtalchiurrc 
Pmilisotto, zum Friedensschlieliter zwischen (len 
Par1nes:tiie1'Familien Pradisxitte und Pellegrini 
erwiilt. In) J. 1505i nach seines Vaters 'l'0rl, ver- 
2T
        

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