Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1602335
Pietro Aquila.  
L3 
9) Zwei kämpfende Löwen, mit der Inschrift: Spe 
fuscitat iras. kl. qu. F01. Erwähnt bei Heineken. 
I0) Die Verzierungen zu der Umgebung des von 
Albert (Jlouet nach Ferd. Voet gestochenen ova- 
len Bildnisses des Livio Odesealchi. Petrus 
Aquila delineavit et ornavit. Fol. 
11) Anfangsgründe zum Zeichnen: Augen, Füsse 
und Hände, nebst einem Pferdekopf. Si stam- 
pono per Gio. Jacomo Rossi in Roma alla Pace. 
4 Bll. 4. 
B. Blätter nach verschiedenen Meistern. 
1-17) Darstellungen aus der hl. Geschichte, von 
Rafael oder vielmehr nach seinen Zeichnungen 
von seinen Schülern an der Decke der Loggien des 
Vatikan gemalt, und gewöhnlich uRafaePs Bibela 
genannt, 52 an der Zahl, wovon die ersten 36 und 
die 44. von Gesare Fan te tti, die anderen 15 
von P. Aquila radirt sind. Diese Folge führt den 
Titel: Imagines Veteris et Novi Testa- 
m e nti a Raphaele Sanctio Urbinate in Vaticani 
Palatii Xystis mira picturae elegantia expressae. 
J o. Jacobi de Rubeis cura ac sumptibus delinea- 
tae, incisae, ac typis editae; sie ist der Königin 
Christine von Schweden dedizirt , und das Bild- 
niss dieser Fürstin mit Verzierungen von P. 
Aquilafs Eriindung und Stich dient dabei als Ti- 
telblatt. Auch gehört dazu ein Blatt mit dem 
Bildnisse RafaePs, Brustbild in einem Oval, wel- 
ches die Fama bekränzt und wobei die Malerei, 
die Bildhauerei und Baukunst zugegen sind, die 
mit ihren Geberden das Bedauern über den Ver- 
lust eines so grossen Mannes zu erkennen geben. 
Dieses B1. ist ebenfalls von P. Aquila radirt nach 
einer Zeichnung, welche C. M aratti im J. 1674 
dem Andenken RafaePs widmete. Unten rechts: 
J0. Jacob. de Rubeis formis Romae  1675. 
qu. Fol.  Den Rafaelischen Geist und Ge- 
schmack der Zeichnung hat freilich der Kupfer- 
stecher merklich verändert; aber bei seiner Art 
zu radiren ist ungemein viel Kunst und Behen- 
digkeit.  
18) Moses vertheidigt die Töchter Jethro's am Brun-  
nen. Nach Giro Ferri. gr. qu. Fol.  
49) Moses schlägt Wasser aus dem Felsen. Nach 
Ciro Ferri. gr. qu. Fol. 
20) Der Tod der hl. Jungfrau, Komposition von 24 
Figuren. Nach Giov. Maria Morandi. gr. qu. 
F01. 
21) Der hl. Lukas, mit der einen Hand sein Evan- 
gelium schreibend, mit der anderen die hl. Jung- 
frau malend. Nach Lazaro B aldi. F01. 
22) Der hl. Lnkas zeigt der Maria das Bildniss, das 
er nach ihr gemalt hat. Nach G. Maratti. F0]. 
23) Der hl. Stephan blickt nach dem offenen Him- 
mel empor, wo zwei Engel die Märtyrerkrone 
über seinem Haupte halten. In einem Oval. Nach 
Ann. Carracci. 4. 
24) Die Marter des hl. Erasmus. Nach P. Testa. 
qu. F0]. 
25) Papst Gregor der Grosse, auf einem Kissen 
knieend , mit erhobenen Händen. Neben ihm 
links ein stehender, rechts ein kniecnder En- 
gel; über seinem Haupte schwebt der hl. Geist, 
umgeben von Engeln auf Wolken. Nach Luigi 
Scaramuccia. 1674. gr. F01. 
26) Pietä. Der auf den Knien der Maria ruhende 
Leichnam Christi wird von der hl. Magdalena und 
dem hl. Franziskus angebetet; zwei lilngel zei- 
gen die Wundenmale des Heilands. Nach dem 
berühmten Gemälde des Ann. Carracci in der 
Kirche S. Francesco aRipa zu Rom. Unten links: 
Si vendono a S. Ignatio da Arnoldo V. Wester- 
hout. Fol. 
Ein in der Zeichnung wie in der Radimng 
vortrefflich ausgeführtes Bl., auch im Ausdruck 
der Köpfe sehr verdienstlich. Von Winckelmann 
wird aus diesem Bilde die Figur Christi als Mu- 
ster einer edlen, dem Begriii des Gottmensohen 
angemessenen, Gestalt angegeben. 
27) La Vierge au Pistolet. Maria verherrlicht Gott 
im Himmel für die gnädige Aufnahme und Zu- 
lassung der vom Papst Klemens X. im J. 1671 
kanonisirten fünf Heiligen: des hl. Louis Ber- 
trand, der hl. Rosa da. Santa Maria, des hl. Kaje- 
tan von Thiena, des hl. Philippus Benizzi und 
des hl. Franciscus Borgia, die ihr von dem Apo- 
stelfürsten Petrus vorgestellt werden. Nach C. 
Mar atti" s berühmtem Gemälde in der Kapelle 
Altieri der Kirche S. Maria sopra Minerva zu 
Rom. Der hl. Louis Bertrand, vom Orden der 
Predigermönche, unten rechts, hält eine Pistole, 
die auf ihrem Lauf ein ziselirtes Kruzifix trägt 
und dem Bl. den Namen gegeben hat, unter 
welchem es den Sammlern bekannt ist. gr. F01. 
Hauptwerk des Meisters. 
28) Maria erscheint dem hl. Alexius, vom Orden 
des hl. Franziskus, der, von einem Sternenglo- 
rienscheine umstrahlt, auf seinem Bette liegt. 
Nach Giro Ferri. In einem Rund. Fol. Sorg- 
fältig und zart radirtes B1. 
29] Die hl. Katharina von Bologna, das Christus- 
kind haltend , kniet vor der hl. Jungfrau. Nach 
Marcantonio Fr an ces chini. Fol. 
29 a] Folge von 6 Bll. Darstellungen aus dem Le- 
ben des hl. Turribius Alfonso Morgroveio, Erz- 
bischof von Lima. Nach O. Maratti. Ohne 
Bezeiehn, jedoch sicher von A. Fol. 
30) Ein Kind, an der Hand geführt von einem 
Schutzengel, dem sein Seelenheil anvertraut ist, 
und der ihm den himmlischen Ruhm als das zu 
erstrebende Ziel andeutet. Nach G. Maratti. 
Vortrefilich radirtes Bl., welches der Maler sei- 
nem Freunde G. P. Bellori gewidmet hat. Fol. 
Dieselbe Komposition wurde von J. Frey ge- 
stechen. 
31] Der Triumph des Christenthums. Die vier Welt- 
theile huldigen der christlichen Religion, die auf 
einem Globus thront, von wo herab sie dieselben 
belehrt. Nach C. Maratti. Anonymes B1. für 
eine in Rom verfochtene Thesis. F01. 
31 a] Drei Genien tragen die päpstliche Krone und 
die römisch-katholischen Kirchenschlüssel. Ra- 
dirt 1675 zum Ausfüllen einer weissen Stelle in 
einer großen zu Rom veröffentlichten chronolo- 
gischen Karte, welche die Porträts aller Päpste 
enthält. Nach G. Maratti. qu. Fol. 
32) Der Papst Sylvester macht den Kaiser Konstan- 
tin aufmerksam auf den Grundriss der von die- 
sem Fürsten gestifteten Basilika des hl. Petrus 
und lässt ihn in prophetisohor Begeisterung zu- 
gleich die jener Stiftung im Verlauf künftiger 
Jahrhunderte bevorstehenden Veränderungen und 
Vergrösserungen vorhersehen, was ausgedrückt 
ist mit einem Bauplan, welchen die Farna anf- 
rollt. Nach G. Maratti. Titelblatt des Buches: 
Descrizione fatta della Chiesa antica moderna di 
S. Pietro con misure piü principali e relazione 
di pittura, soultura et arohitettura, da Carlo 
26'
        

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