Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1602261
   
war nun als Illustrator und Zeichner fiir ilen Tanim, genannt Dapper, von Hamburg ge- 
Holzschnitt in allen Gebieten thiitig. Neuerdings meint, der sich eine Zeit lang in Rom aufhielt, 
jedoch hat er sich speziell dein Genrefachc ge- wo Maratti einen grossen Theil seines Lebens 
widmet. Er lebt in München. zubrachte. 
W. Schmidt. Alex. Pinchart. 
Appolloniq, Appgllonig di Giovanni Aprile. Francesco Aprile, Bildhaueraus 
von Ripatranzone in der Mark Ancona, Holz- Mailand, war in der zweiten Hälfte des 17.Jahrh. 
schnitzcr in der 2. Hälfte des 15. Jahrh. In Ge- in  beschäftigt- 
ineinschaft mit Tonimaso von Florenz hat er von Die Kirche Gesii e Maria im Corso besitzt 
1467 bis 1471 die schönen Arbeiten im Chorc mehrere Werke von seiner Hand, vor allen das 
der Unterkirclie S. Franccseo zu A s s i s i vcrfer- inarmorne Grabnionumcnt der Familie Bolognetti 
tigt. Nach Vollendung dieses Werkes wurtlc er mit Bildnissen und anderen Figuren. Eben dort 
mit 33 fiorini vprämiirtwr. Was seine Leistung hat er gemeinsam mit Miehele Maglia, Dome- 
besonders auszeichnet, sind die Intarsien von nico Guidi und Cavallini Statuen von Stuck in 
Blumen und Früchten, die zu den ersten ge- der Kapelle der Jungfrau Maria und des hl. 
hören, welche damals an die Stelle der bisher Joseph gearbeitet. Mit Michele Angnier, mit 
meist gebräuchlichen Architektur-Einlagen tra- Pietro Senese und Filippo Carrari veriertigte er 
ten; sie haben Anmut und Naturwahrheit. die Stuckaturen der Hauptkapclle in der Kirche 
s. Ricei, Memorie storiche etc. di Ancona. I. S- Giovanni de, lfaiorentlnl- S19 stwfin Jung" 
235, 2411 linge mit Medaillons dar. Apriles letzte 
Jansen. Schöpfung war die Mfarmorstiatuleafdcä" heililgän 
Appollonills, Appollnnius (Appolon 10), Anastasia fiir die Kon ession er irc e, we c e 
nach Vasarfs Angabe ein griechischer Künstler 11111011 NMIICU tYä-gt- ET Starb Während der Ar" 
im 13. Jahrh., der Andrea Tali zu Venedig in der 1161i, dlß dann Ercole Ferrata vollendete. 
musivischen Malerei unterrichtet haben und von s_ Tim, DeSQL 4611., 91m am in Roma 176;; pp_ 
diesem bewogen worden sein soll, mit ihm nach 382. 383. 424. 79. 
Florenz zu gehen, wo sie gemeinschaftlich in der Jdnßen- 
lffllfinfmzo"  (ääoflalänliitißflptfsterlum? gear" Aprili. Anthonius _Maria de Aprili, 
1:1 (Fiula lell-  n P1] X15 fnßfifullef 50K gänajnrt von Carona, Bildhauer in Genua, veriertigte 
im , "nah 915 1st m0 lt Ä" "V01  "i 11m1 9mm laut Inschrift das Grabmal des 1519 verstorbenen 
Handschrift in der lilagliabecchiana zu Florenz Andelantad mayol. von Andalusien, Don Pedro 
(von Iiel Migliore) kommt ein Magister APOUW Enrique in Sevilla, das mit dem ähnlichen 
113115 pwtor lorenmnus m emem Verträge von des Pace Gazin (s. diesen) aus der Karthause in 
äziiäoril und, naiällhnrkundgäll) deren Rlßllß g?" die ehemalige J esuitcn-, jetzt Universitatskirche 
  a;        
 'ht  i'unt rei eie" 
Florenz beschäftigt. Allein dass Andrea Taii ärgrreäzisiä; 31325;: näzsnl lhlvarienberg sag 
tiiääiütlälfäieilää iläitillliäliiiiifääbfäiää; ggffiitchuna     
1     'a air aena ars e en.  
A"; Andrea Tamj Werk? V0n_ ApPononius Arbleäiii idltodbendsb SOIIÖTI, aber die Ausschmiiclii 
sind nicht nachzuweisen; sicher ist nicht von ung etwas ruhiger als an dem Monumente des 
ihni das Kruziiix in der Kapelle des Campo Gazin. 
Santo zu Pisa" das man um] hat zuschreiben S Passavaiit Christi Kunst iii Spanien p 38 
wollen, das aber ohne Zweifel zwischen 1150 und   '     
90 zu setzen ist. Mit Recht wird überhaupt an-  
gezweifelt, dass er ein Grieche gewesen, und er Apsel. Willem van Apscl, mystischer 
ist wol zu den Florentiner Meistern des 13. Jahr-h. Schriftsteller und der älteste Kupferstecher dei 
zu zählen. vlämischen Schule, sagt Hr. Goethals. Wenn 
S. Vasari, 3a L8 M0nnier_ 1_ ggp 23g  für diese Behauptung, die J. Renouvier bereit-s 
Richa, Chiese Fiorentine. V. xnn.  Ru- bezweifelt, Beweise beigebracht werden könn- 
m o h r , Italienische Fozschuiigen. I. 355.  ten, so wäre die Thatsache äusserst interessant 
SGI?  gndd C avalilflsellß, Gesßh- der W11. denn W. van Apsel muss uin 1410 geb. sein, unc" 
l " 0mm "r M)" 1'  m2- d C L u er starb am 4. Aug. 1472 nach einem 40jährigei 
fowe u" am w" 8- Klosterleben. Er stammte aus Breda von einen 
Apreiß. Der Name tVApret findet sich in adeligen Geschlechte der Stadt und trat in da: 
Tel-Westens Catalogiis van Schilderyen etc., der Karthiiuscrkloster der Kapelle U. L. Frau Zl 
die Fortsetzung der beiden Bände von G. Hoet Herinnes bei Enghien, nicht weit von Briissel 
bildet (pp.291u.419). Daselbst sindeinmalvier, nach drei Jahren (1462) wurde er Prior de: 
ein andermal zwei grosse dekorative Bilder auf- Karthiiuscrklosters Val de Grace bei Brügge 
geführt, bei denen die Figuren von Carlo Maratti, In dem Kloster von Herinnes lebte seit 145i 
die Blumen von il'Apret, Dziprct oder Dapret sein der älteste Sohn des berühmten Malers Roger d: 
sollten. Es ist hier, glauben wir, Franz Werner la Pastiirc oder van der Wcyden, Coi-nelius, dei 
1907 
Appollonio 
war nun als Illustrator und Zeichner für Kinn 
Holzschnitt in allen Gebieten thätig. Neuerdiugsl, 
jedoch hat er sich speziell dem Genrefache ge- 
widmet. Er lebt in München. 
W. Schnlidt.
        

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