Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1601789
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Art Nische, welche links und rechts von einem Fragmente eines Altarwerkes: in der obern Reihe 
Pfeiler und oben über dem Bogen von einer Madonna mit Christkind zwischen den hh. An. 
reichen Gliederung umfasst wird. Kleine Tro- dreas und Johannes dem Täufer, in der unteren 
phiien von Waffen bilden die Pfeilerfiillung, eine Reihe Sebastian und Michael; bezeichnet: iiAn_ 
grosse Trophäe erhebt sich auf der Spitze jedes toneü D Tisoio pinxit 1512m Das Werk, jetzt 
Monumentes. Ein rein heidnisch antiker Geist iieckig und abgebliittert, ist in gemischter Tem- 
spricht uns aus diesen Kunstwerken an, deren pera-Manier sorgfältig behandelt, in den Formen 
lateinische Inschriften dein Klassizismus der jedoch sowie in Lieht- und Sehattengebung 
Darstellung wol angemessen sind. Auf dem mangelhaft. In Belluno besitzt die Casa P3- 
der Gräfin 511011011 die Wßfiißl gani eine Maria mit dem Kind, bezeichnet  
D_ O_ M_ tonio da 'l'isoiii. Ebendort hat Graf Agosti drei 
Luciae Rangonne praeter caeteras eins dotes in Fragmentev jedes mit elllem Engel I V93 denen 
 hoc incomp; eins vortrefflich erhalten, ein anderes restauril-t 
Qnod forma et pudicitia in ea tloruerint, und das dritte zerstört ist. An der Front des 
Franc. M. eoniux opt. ineritae Hauses Carlo Miari in der Piazza del Mercato zu 
 "loälells P05;   Belluno ist noch eine Madonna mit dem Christ- 
Vix. ann. xxir obiit a natali Christi Mnvxii kind zwischen Ornamenten von Figuren u_ s 
 xxvn Aug" zu sehen Bei den letzt enanntenWerkenw Idw. 
die Inschrift am Grabe des Grafen lautet: die Formal) zwar als reäelrecht und schlankeilben 
D. O. M. r  '91" 
Franciscns Maria Rangonius ego snin, viator, Zugleich als Scllwäcllllcll bezelCllllet- 
llllld lles, ßeßllll s. C ro we a n d C avalca s elle , History of Pain- 
Qui cadebam sed vivo qui vivebam ting in North ltaly. II. 172. 
Obiit die v Octobris MDXI. Jamem 
Bei der Ausführung beider Denkmals war der Antonio. Antonio , genannt nil Caro ta. aus 
tajapreda oder Steinmetz Anzolino der Ge- Florenz, sehr tüchtiger Holzschnitzcr in der 
hilfe des Meisters Antonio da Morbegno. ersten Hälfte des 1G. J ahrh. Er verfertigte die 
s. Litta, Famiglie Italiane. VI., wo auch die Ab- ornanientirte Unirahmung, welche noch jetzt in 
bilflllilgell der Monllfnßllte- j- CMIfPOYiK G11 S. Maria del Bigallo zu Florenz die Madonna, 
ärilfltlretc- "eglätStifllfÜe"S1-1I'P-    mit dem Kind und den zwei Engeln umgibt 
Päiäälrräes  te a S10" llfm     Als die Erhebung Leo's X. zum Papste 1513 mit 
' P eurs mhms" H" 2M"  Festlichkeiten efeiert wurde arbeiteteA t  
Vergl- den Artikel A n z 01m0" 't an den dreiggelschnitzten iind gemalte: d'un) 
 Jansen. m1 ' ' b l'i- 
Antonio. Antonio di San Marino nennt umlfhwagem auf denen dann die Symbole der 
Benv. Cellini einen damals (1519,) alten Meister, (lrel Leblänsalm Llarläestellt Wurden Wlifkrlwlt 
den nvortreifliehsten Goldschmied in Rom" und hlädelä Wn. Anlonlo m genlemsamer Thatßgkelt 
Lehrer des Firenzuola di Lombardia, bei dem m"; rlasso"  näht Ihm Schämäte {er nachßelcll" 
Cemni arbeitetm nungen Pcrin s del Vaga Sehiffshintertheile und 
s. Benv. C e ll i ni , Autobiographie, Uebersetzuiig m"; Ihm macht? er nach, Mlclfel Angele s Modellen 
von Göthe. Stuttgart und Tübingen. 1840. 25:5 Holzwerk m der Llbrena von S- Lorellzo zu 
XXVIII. 31. ' OYGDZ. 
A- Ilg- s. Vasari ed. Le Monnier. II. 36. X. 162. 
Antonio. Antonio da Mantova, Holz- 34. XII. 214.  Bochi Oinelli, Bellezzädi 
schnitzer, machte gemeinsam mit seinem Bruder Flfellle P- 53- j- Z a" l, Ellcißlollßlliä (wo er 
Paolo zu Anfange des 1ß_ Jahrh die schönen als MesserAiitonio oderAndrca bezeichnet wird) 
Intarsien in der Kirche S. Marco zu Vene dig. Junge"- 
Vollendet wurde ihr Werk 1523 von Vincenzo da Älltolllm Ant o" l 0 (l el C e Talillü , Maler 
Verona. Es sind Schränke von ausscrordentlich M13 Flßrßnz, arbeitete in der ersten Hälfte des 
feiner Arbeit. Der mittlere derselben, der mit lö- Jillllll- ET Wal Zuerst lange Zelt bei Lßfßnzo 
Prospekten verziert ist, wurde von Fm Sebw da Credi und dann bei Ridolfo del Ghirlandaio 
stiano Schiavonc und Bernardino Ferrando aus in der Lellllfe, P72? Vasäri wiyiihei- als Porträt- 
Bergamo ggaybgitet U13, 01' S6 1' gO O , W81 Gf S10 nur V01) der 
s. Moschini, Guida (11 venemL I_ 305 30a  Wahrheit leiten liess und selbst die Missbildun- 
Selvatioo e Lazari, Guida di Venezia. gen der Natur in llllllellrter Treue Wlßdörgab. 
p. 23.  Growe and Cavalcaselle, Hi- Seine Bildnisse sollen sehr zahlreich gewesen 
stoi-y of Paintiiig in North Italy. I. 369. sein. Von grösseren Kompositionen werden nur 
 Jamm- zwei erwähnt. Der Erzengel Michael, den er für 
Antonio. Antonio da Tisoio malte im An- S. Annunziata in Florenz malte , ist nicht mehr 
fange des 16. Jahrh. im Venezianischen und zeigt vorhanden. Dagegen befindet sich noch heute 
sich in seinen Werken als Nachahmer der Viva- in der dortigen Aceadeinia dellc belle arti ein 
rini, Bellini und Cima wetteifernd mit Jacopo Christus ani Kreuz mit den hh. Franciscus und 
dü- Vä-lentiß- Die Mßiliillllßllkifßhe von Orzos Maria Magdalena (ursprünglich für S. Jacopo 
besitzt von seiner Hand fiinf Stiickc und zwei traf fossi gemalt).
        

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