Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600329
Andreas Jacobi Ognabenism 
Andreas da Florentia. 
Nischen mit Statuetten von Heiligen gebildet 
wird. Diese tüchtige Arbeit lässt in Andreas 
einen sehr bedeutenden Schüler der Pisani er- 
kennen, und Einzelnes ist sogar geradezu den 
Werken derselben entlehnt. Eine gewisse alter- 
thümliche Härte macht sich noch neben sorgsa- 
mer Ausführung bemerklieh, insbesondere an 
den emaillirten Medaillons. Die Reliefs zeugen 
nach Labartes Urtheil durch Gewandung sowol 
als durch die Haltung der Figuren von einem 
entschiedenen Studium der Antike, während die 
Einfachheit der Komposition und der Ausdruck 
der Köpfe mehr an Giotto erinnern. Dies Ur- 
theil ist wol zu günstig: Schnaase findet sie nicht 
ohne Verdienst, aber die Gruppirung verworren. 
Die silbernen Tafeln mit je neun entsprechenden 
Darstellungen, welche später als Flügel des An- 
tipendiums zu beiden Seiten des Altars aufge- 
stellt wurden, und von denen Piero da Firenze 
die eine 1357, Leonardo di Ser Giovanni 1366 
die andere lieferte, blieben sehr hinter der Schön-  
heit des Paliotto zurück. Der früher von An-l 
dreas hergestellte silberne Aufsatz des Altars 
erlitt später bedeutende Veränderungen (s. die 
Art. Gilius und Piero di Arrigo). 
s. C i a m p i , Notizie della SagristiaPistojese. p. 129. 
 Förster, Beiträge etc. pp. 65--73.  La- 
barte, Histoire des Arts Industriels. II. 429- 
433. 438-440.  Schnaase, Geschichte der 
bild. Künste. VII. 487. 
Abbildung des Antipendiurns bei Ilabarte, Taf. 
56-59 und Vignette IV. 38. 
Fr. W. Unger. 
Andreas. Andreas Puccini Ballionis, 
Goldschmied in Pistoja, verfertigte 1337 für den 
Silberaltar der Kapelle S. Jacopo im Dorn zu 
Pistoja silberne und mit Email geschmückte 
Kandelaber, um die geraubten zu ersetzen. Er 
ist wol zu unterscheiden von Andreas Jacobi 
Ognabenis, der zu gleicher Zeit für den Dom zu 
Pistoja thätig war, sowie von Andreas Pucci. 
s. Ciampi, Notizie della Sagristia Pistojese. 
pp. 134. 135. 
U. 
Andreas. Andreas de Pisis wird 1345 nach 
Orvieto als Obermeister der Maler beim Dombau 
berufen. Dort bemalt er die Marmorstatue der 
Maria über dem Haupteingange; von Interesse 
ist, dass er sich dabei (wie aus den Rechnungen 
hervorgeht) theils der Temperamalerei, theils 
einer Waehsmalerei bediente, wie sie in dem von 
den Mönchen des Berges Athos gebrauchten Ma- 
lerbuche beschrieben wird. 
auf flachem Reliefgrunil mit einem Heiligen, und 
an dem Knoten sechs Medaillons mit ähnlichen 
emaillirten Figuren. Die Ciselirung ist sehr fein. 
s. Labarte, Histoire des Arts Industriels. II. 
450. 453. 
U. 
Andreas. Andreas Rico de Candia. So 
ist ein spätbyzantinisehes Madonnenbild in der 
Galerie der Uffizien zu Florenz bezeichnet. Doch 
ist die Aufschrift von späterer Hand, wie der 
Zusatz; pinxit in XI saeculo, beweist. 
s. Springer, De artifleibus med. aevi. p. 33. 
U. 
Andreas. Andreas von Everdinge, zu 
Ende des 14. Jahrh. Werkmeister am Dom zu 
Köln. Derselbe war 1412 bereits verstorben, da 
in diesem Jahre seine Witwe Aleid erwähnt 
wird; er mag anscheinend kein hohes Alter er- 
reicht haben, da Aleid bald nachher als ander- 
weit verheiratet in dem Kölner Schreine vor- 
kommt. 
s. Fahne, Beiträge zur Gesch. der Baumeister 
des Kölner Domes. 1843. p. 25.  Ennen, 
Bangeschiehte des Domes zu Cöln. 1863. p. 30. 
H. Otie. 
s. Della Valle, Storia. del Dnomo di Orvietn. 
pp. 113. 114. 280. 281. 
U. 
Andreas. Andreas Petri Braecini, ein 
Goldschmied, dessen Name mit der Jahrzahl 1384 
auf einem silbernen Kelch im Schatz der Kathe- 
drale von Pi st o ja steht. Der sechstheilige 
Fuss enthält auf j edem kleeblattartig gestaltetem 
Theile ein Medaillen von transparentenl Email! 
Andreas. Andreas da Florentia, Maler, 
erhielt am 13. Okt. 1377 von Luca Orselli, Werk- 
meister des Doms zu Pisa, eine Restzahhlng von 
529 Lire 10 Soldi für die Gemälde der Geschieh- 
ten des hl. Rainerius. Daraus geht hervor, dass 
er, und nicht Simon von Siena, wie Vasari an- 
gibt, diese Bilder im Oampo santo gemalt hat. 
Schon vor der Ermittelung dieser 'I'hatsache war 
die Angabe des Vasari von E. Förster bezwei- 
felt worden, da die Bilder des Andreas im Stile 
sehr von denen des Simon verschieden sind, 
wenn sie auch einigermassen der sienesischen 
Schule nahe stehen, ja einen Schüler des Simon 
vermnthen lassen, der seine Kompositionsweise 
naehahmt, aber weit entfernt von der Gewandt- 
heit und Durchbildnng seines Meisters bleibt. 
Andreas vollendete diese Bilder nicht. Man 
sandte 1380 eine Botschaft an Meister Bernabus, 
wahrscheinlich Barnabas von Modena, nach Ge- 
inua, die ihn nach Pisa rufen sollte, um die Ge- 
 schichte des Rainerius zu vollenden. Doch muss 
 diese Verhandlung zu keinem Abschluss gelangt 
sein; denn Antonius von Venedig malte später 
die untere Reihe dieser Bilder, und die Zahlung 
an Andreas ist im Vergleich mit anderen Prei- 
sen so bedeutend, dass sie sieh auf alle drei Bil- 
der der oberen Reihe bezogen haben muss. Diese 
Gemälde haben durch Zeit und Restaurationen 
ausserordentlich gelitten, wodurch ihre Beur- 
theilung sehr erschwert wird. Dennoch halten 
sieh Crowe und Cavaleaselle zu dem Urtheile 
berechtigt, dass die grossen berühmten Wand- 
gemälde der Kapelle dei Spagnuoli bei Sta. Ma- 
ria Novella in Florenz, die Vasari ebenfalls dem 
Simon von Siena zuschreibt, so sehr im Stile 
dem oberen Theile der Geschichten des hl. Rai- 
nerins gleichen, dass sie von demselben Maler,
        

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