Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1601729
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Antonio da. Murano 
Antonio di Mercatello. 
es zeigt in der oberen Reihe ein Eeee Horno zwi- 
schen vier Heiligen, in der unteren den hl. An- 
tonius ebenfalls zwischen vier Heiligen und ist 
bez.; 1464 Antonius de Muräo pinxit. 
Doch finden sich von der Hand des Antonio 
allein noch einige Werke, welche in ansprechen- 
der Weise den Einfluss des Gentile da Fabriano 
zeigen und daher in eine frühere Zeit zurück- 
gehen müssen, sowie_ein Bild, welches er in Ge- 
meinschaft mit Luigi Vivarinif gemalt zu haben 
scheint: 
1) Krönung der Jungfrau, mit Szenen aus ihrem  
Leben in sechs Theilen (eine Predella), iml 
Berliner Museum, dort benannt: Schulel 
des Gentile da Fabriano. DasQBiId erinnert an 
die Krönung der Jungfrau von der Hand des 
letzteren Meisters in der Brera zu Mailand. 
2) Anbetung der Könige, früher in dem Pa- 
lazzo Zen zu Venedig, jetzt "gleichfalls im 
Berliner Museum, dort benannt: Anto- 
nio und Bartolommeo Vivarini. Das Bild ist 
zum Theil der Darstellung desselben Gegen- 
standes von Gentile in der Akademie zu 
Florenz nachgebildet; die Ornamente sind 
in Relief aufgetragen, die rosigen Fleisch- 
töne sanft verschmolzen, dieselben Gesichts- 
züge öfters wiederholt. 
3) Altar-tafel mit sechs Theilen, mit Christus 
im Grabe zwischen zwei Engeln, ebenfalls 
im Berliner Museum, dort dem Antonio 
und Bart. Vivarini zugeschrieben. Das Bild 
ist aber zum Theil in der Weise Antonids 
vor 1450, zum anderen Theil von Luigi Vi- 
varini. 
Von unserem Meister erzählt Sansovino noch, 
dass er im J. 1470 Verschiedenes in S. Appolli- 
nare zu Venedig malte (nicht mehr erhalten) und 
dass er nach 1470 in dieser Kirche begraben 
wurde. 
s. S ansovino, Venetia descritta. pp. 185. 188. 
189. 269.  Ridolfi, Le Maraviglie etc. I. 51. 
 Z anetti, Della Pittura Veneziana. pp. 15. 
16.  B ottari e Tico z zi, Lettere Pittoriche. 
VII. 204.  Growe and Cavalcaselle, 
History of Painting in North Italy. I. 30- 38. 
Notizen von Crew: und Cavalcaselle. i 
Nach ihm photographirt und gestochen: 
1) Dlncoronazione della Vergine. Krönung Ma- 
ria's. Nach dem Gemälde in der Accade- 
mia di belle Arti. in Venedig. Photogr. 
von Naya (1870). F01. 
2)  Dass. In Holzschnitt in: Crowe and Ca- 
valcaselle, History of Painting in North Italy. 
I. 28. 
3) The Virgin enthroned. G. And A da Murano 
Pinxm. J. L. Appold Scnlpt. gr. 4. Zum Art- 
Journal 1870. p. 220. 
W. Schmidt. 
Antonio. Antonio di Niccolö, auch An- 
tonio da Venezia, Bildhauer aus Venedig, 
verfertigte 1448 das Altarwerk in der Kapelle 
delP Incoronata im D 0m e zuVic e n za. Es trägt 
die Inschrift: vPer mi Antoni q. Nicolai de Ve- 
netiis factum fuit hoc opus MCOCCXLVIIIK. 
Wahrscheinlich hat er auch die zwei Statuen für 
S. Lorenzo gemacht, welche die Bezeichnung 
tragen; nHOO opus fecit magister Antonius de 
Venetiisa. Letztere stehen (nach Bode) in Zeit 
und Stil den Massegne nahe, ohne sie jedoch zu 
erreichen. 
In Ferrara finden wir einen Bildhauer An  
tonio da Venczia schon 1430 thätig. Für die 
Sakristei des dortigen Domes meiselte er die 
marmorne Fenstereinfassung sowie alle Gesimse, 
namentlich auch den am Kamin. 
s. Cicognara, Storia della Scnltura. II. 159.  
Clttad ella, Notizie relative a. Ferrara. 61.  
B ode in : Jahrbücher für Kunstwissenschaft. V_ 
45.  (Boni, Biogn, nennt denAntonio di Nic- 
colö aus Venedig fälschlich di Vicenza.) 
 Jansen. 
Antonio. Antonio diRaffaello und Mat- 
teo di Antonio, Goldschmiede, machten 1449 
für den Stadtrath von Perugia zwci silberne Ta- 
felanfsiitze in Gestalt von Schiifen, sogenannte 
Nefs, von denen eins später dem Kardinal Gic- 
vanni Borgia geschenkt wurde, als derselbe Le- 
gat in Perugia war. Gio. Batt. Anastagi musste 
dafür 1512, ein anderes machen. 
s. Mariotti, Lettere pitloriche Perngne. p. 172. 
 U. 
Antonio. Antonio di Niccolo aus Florenz 
verfertigte Holzschnitzereien für die Kathedrale 
von Ferrara. Es waren ein Gott Vater und zwei 
Engel, welche über die Thiir der Sakristei ka- 
menfund für die er laut Vertrag vom 20. März 
1451 drei Golddukatcn und 48 Soldi erhielt. 
s. Cittadella, Notizie relative a Ferrara. p. 63. 
 Cicognara, Storia della Scultnra. II. 196 
hält ihn für Niceolö dal Cavallo und Boni, Bio_ 
graiia verwechselt ihn sogar mit Antonio di Ori- 
 stoforo. 
 Jansen. 
Antonio. Antonio da Forli, war Maler im 
15. Jahrh. Vielleicht ist er identisch mit Anso- 
lvino, dem Lehrer des Melozzo da Forli, oder 
auch mit jenem Antonio da Padova, der in Ge- 
meinschaft mit Filippo Lippi und Niccolo Piz- 
zolo die jetzt längst untergegangenen Bilder in 
der Kapelle des Podesta zu Padua malte. 
s. Vasari, ed. Le Monnier. IV. 199. 121 n. 1. 
VI. 93. n. 4. 
Jansm. 
Antonio. Antonio di Mercatello aus 
1M assa, Holzschnitzer, machte laut Inschrift 
 1501 an der grossen Thüre des Cambio, der be- 
rühmten Wechslerhalle der genannten Stadt, wo 
Perugino seine Fresken malte , die eingelegte 
Holzarbeit (Tarsia) auf der inneren Seite , wo 
lzweimal sein Name eingelegt ist, und wol auch 
 das prächtige Schnitzwerk auf der äusseren Seite. 
Die Zeichnungen dazu hat vielleicht Perngino 
 geliefert. 
 s. Crowe and Gavalcaselle, History of paint- 
ing in Italy. III. 209. 
  Jemen.
        

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