Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1601683
138 Antonio Alberti 3 
138 Antonio Alberti  Antonio Federighi. 
 
jedenfalls erst nach 1465, nach der Verheiratung Steinarbeiten iiberkamen die Florentiner Meo di 
seiner Tochter Calliope. Ceccho und Baccio de Netti sowie der Padova- 
Alles in Allem genommen ist die Kungtweige 'ner Lazaro. Michele vergoldete zuletzt Pferd und 
des Meisters in jener Mischung des umbrischen Reiter. Das Monument wurde über zwei Säulen 
Stils mit Einflüssen aus der Schule Giottds be- auf dem Platze vor der Kathedrale Ferraras den 
fangen, welche den Malern von Bologna um 1400 2. Juni 1451 aufgestellt; seit den Zeiten Justi- 
eigen war und auch die ältere Schule von Fer- nian's das erste Mal, dass eine Reiterstatue im 
rara kennzeichnet, bis dieselbe im 15. Jahrh. Freien und nicht in oder an einer Kirche ihren 
eine eigene Bedeutung gewann. Platz erhielt.  Schon 1450 hielt sich Antonio 
Scalabrini zählt noch einige Bilder von ihm in Venedig auf, als um def Blsclmf und einige 
auf, die längst verschollen sind. fDas Bild in s. vornehme Bürger FEITPMS ßlnlufien, mehrere 
Francesco in Urbino, hl. Jungfrau mit dem Kinde, Bronzeüguren yuyzufertlsjßn- Alleln um? wurde 
5011 bezeichnet gewesen sein 1 ANTONIUS DE FEE mit ihm nicht einig und Niccolö Baroncelli erhielt 
RARIL P_ Mgcccxxx_  Nicht von ihm aber, wie den Auftrag. Auifallend erscheint es, dass die- 
Einige meinten, sondern von einem älteren sem am 1. Sept. 1451 auch die Ausführung der 
Antonio da Ferrara, der nach Cittadena sitzendenBronzestatiie des Herzogs Borso d'Este 
um 1380 blühte, war das Gemälde am Hauptaltar Snllertraut Wlläde" Dieses {Werk sowol .318 dfsf 
in der Kathedrale zu Ferrara, das 1394 vollendet Jenßf? Antonlo s Wurqen bel d? Revohmon 1 '96 
gewesen sein S011. zerstort, nachdem sie 1472 ihren ersten Platz 
Hingegen ist die Existenz eines dritten An- Verlass?" hatten und an den Hauptemgang des 
tonio da Ferrara, welcher der Jüngere ge- hqrzogldchfan Schlosses gebllacht Wordenf waren 
nannt wurde, durch Nichts beglaubigt und beruht D16 Beltelstatile kennfän wir nur aus emer Be" 
nur auf einer Verwechslung mit Antonio Alberti. Schrelbungn Nlccolö dEsteä da? Markgrafenba" 
s. Vasari, ed. Le Monnler. II. 53. VII. 155.  rett auf dem Hallptm w?" Ilut emem Wamse an" 
Scalabrini, Chiese di Ferrara. p. 399.  gethan IHM daFubBY mit emem M?'ntel' dessen 
Cittad ellay gatalogo 15mm, am L 29_43_ Kapuze uber die Schultern herabhing. Von An- 
 Bar uffal a i, Vite dei Pittori etc. Ferraresi. toniifs Hand ist noch eine Terrakottaiigur erhal- 
I. 58-62.  Pungileoni, Elogio Storico di ten, eine sitzende Madonna mit dem Christug- 
Timoteo Vlti. Urbino 1835. p. 1.  Lamo, kinde Ausgeführt im J. 1451, befindet sie sich 
ü: Graticola di Bologna. 126218 Ausänclüotalzu  39. gegenwärtig auf dem Durcäigaikge von der 83,- 
T "m u" m'a w" e- kristei nach dem Innern er athedrale Fer_ 
Antonio. Antonio di Pi etr-o di Briosso rarafs. 
aus Mailand war Bildhauer um die Mitte des s. Cittadella, Notizie relative aFerrai-a. pp. 64_ 
15. Jahrh. Er übernahm 1442 die Vollen- 415 -418. 421. (Cittadella ist versucht , den 
Jung der Thül-en von s_ Petmnio in Bologna, Antonio dtCristoforo für identisch mit Averlino 
welche Giacomo della Quercia begonnen hatte genflnnt Fnarite zudlalte"! was abeh wleflel" 
und die auszuführen dessen Bruder Priamo ver- Amkel ß-Lverhm Zeigen w1-rd' durcliaus. Weh? 
   statthaft ist.)  Gualandi, Memorie Onglnah 
hindert war. Mit Genehmigung des Senates von am S_ L 17g___183_ S_ 1v_ 33._43_ (11Saggia_ 
Bologna und der Baudirektion von S. Petronio mm, Giornale Romano. I. 400.)  PBIkins 
übertrug Priamo das Werk an Antonio , behielt Les Sculpteurs Italiens. I. 186.  Vas ai-i, 8.1: 
aber jegliche Verantwortung. Le Monnier. III. 241. (Die Noten der neuen 
5_ M11 anesi, Documenti senesi IL 21m Herausgeber enthalten einige Ungenauigkeiten.) 
Jansen. 1071""- 
Antonio. Antonio di Cristoforo, Bild- Antonlm fäntonio di Simfme aus F10- 
hauer aus Florenz , arbeitete schon in der er- 1'941, Mltglled des 01' delfs sanfilovanguälbertß, 
sten Hälfte des 15. Jahrh. Brunelleschi war sein schnßb 1445_1451 dm] Antlphonare ü" den 
Lehl-er_ Im J_ 1443 wurde der Beschluss ge_ Dom der genannten Stadt. 
fasst, dem Marchese Niccolb d'Este von Ferrara S- V ßSß-Ii, Ed- Le Monnie! VI- 154- 327- 
(1- 1441) ein Reiterstandbild in Erz zu errichten. Junge"- 
Bereits den 27. Nov. 1444 waren zwei Modelle Antonio. Antonio Federighi oder Anto- 
fertig, das eine von Antonio und das andere von nio di Federico, Bildhauer und Baumeister aus 
Niccolö di Giovanni Baroncelli, der ebenfalls Siena, geb. 11111 1420. i V0r dem J. 1505. Da er 
Florentiner und Schüler des Brunelleschi war. einmal (vAntoniiis Federici de Ptholomeiss ge- 
Das Schiedsgericht fand beide in Beziehung auf nannt wird, darf man wol annehmen, dass er dem 
Aehnlichkeit und künstlerische Ausführung vor- alten und berühmten Sienesischen Geschlechts: 
trefflich. Der Fürst ordnete Abstimmung an. de! Tolomei angehörte. Pietro della Minella, der 
FürAntonio entschieden 6 Weissc Bohnen gegen von 1391 biS 1453 lebte, War Antonlßjß Lehr- 
die 5 schwarzen, welche Niccolö ziilielen. Allein meister in der Kunst. Bereits 1445 finden wir 
beide Künstler scheinen sich doch derart in die ihn selber als Maestro bezeichnet. Mit sechs an- 
Arbeit getheilt zu haben, dass Antonio den Rei- deren Genossen arbeitete er damals an dem Grab- 
ter und Niccolö das. Pferd machte, wonach er monuniente des Bischofs Carlo Bartoli d'Agnio- 
dann den Beinamen del Cavallo erhielt. Die lino von Siena  11. Sept. 1444). Für 25 Tage
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.