Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1601450
Antokolski  Francisco Antolinez y Sarabia. 115 
 
trauen, Zweifel und abergläubischer Furcht ge- Retiro bestimmten Dekoration helfen sollte, 
drückt, körperlich krank und gebrochen, zwi- wusste er mit der Arbeit gar nicht zu Stande zu 
sehen seinen wilden Entschliissen und einer kommen. Rizi liess ihn lange sich abquälen und 
gleichsam gewaltsamen Frömmigkeit, durch sagte ihm endlich; vIst es also so leicht, Deko- 
welche er sich Gewisscnsruhe ertrotzen zu kön- ration zu malen? Man wasche nur ohne Weiteres 
nen wähnt, hin und herschwankt. Der Natur des die Leinwand ab, welche Antolinez so verdorben 
Gegenstandes und wol auch der durchaus realisti- hatc. 
scheu Anlage des Künstlers gemäss ist die Statue Die namhafteren Werke des Meisters sind: 
nicht sowol ein monumentales Werk als vielmehr Hl. Antonius von Padua in der Akademie S. 
ein äusserst lebendiges Charakterbild. Das Fernando zu Madrid, die Malereien am Haupt- 
Werk zeugt von ungewöhnlicher Begabung und altar der Kapelle der Madonna del Pilar in der 
gediegenem Fleisse, sowol was die geschicht- Kirche S. Andrea; Magdalena, von den Engeln 
ichen Vorstudien als auch was die technische gehalten, im kgl. Museum, das beste Bild des 
Ällsfühfllllg betrifft. Meisters von energischem Kolorit; Empiäugniss 
Gegenwärtig befindet Sieh A. in Italien. und Madonna in der Glorie im Museum Fo- 
s. Iwan Turgenj ew's Artikel über Antokolski mento, beide bez.: J. H. Antolinez; sämmtlich 
und sein neustes Werk in: C. H6. Bbnnmocru zu Madrid Im letztergn Museum werben ihm 
(i- Si- Peieiäb" Zeit) "im, iil deutscher mit Wahrscheinlichkeit neuerdings auch zwei 
gilieergsbitfgnlgselinlqgeggbirgkiäjlsääzk.  Landschaftenzugeschrieben. Ausserhalb Spa- 
AxaA. xyn. (Katalog der Ausstell. der kais. män Smd Seme. Werke Sehr Peu?" I? der 
Am- i" Kü"mifü'1863' 1833i; igiilßöi- iifltlißtiliseiniääiiälfiiilhedie3231123115333; 
 o ert. , 
Antoldi. Luigi Antol di, Maler der Neuzeit Todtenschiidel, beigemessen,wahrscheinlich nur 
Km Mantua, der sich in den fünfziger Jahren nach einer Ueberlicfcrung,_ die mdess begrundet 
lurch tüchtige Kopien nach alten Meistern in Sein kann; "i fler Galerie Sflerm ondt Ä" 
talien hervorgethan hat und namentlich zu Aachetb Helhgeitl der von einem Cherub die 
lailand in Ansehen stand. Er hat auch das Wimdenmale empfängt 
Lbendmahl von Leonardo da Vinci (im'Refek-  0"" Beimudezv Diccioiiaiio 
orium von S. Maria delle grazie) in lebensgros- Mfo" 
en Figuren für eine Kirche zu Mantua kopirt; Antolincz. F r a n c i s c o A n t o 1 i n e z y 
erner die Fresken des Mantegna zu Mantua. S a r a b i a , spanischer Maler, geb. zu Sevilla 
1644, -l- zu Madrid 1700. Palomino nennt ihn 
Nach Seiner Zeibiimibgiiibogialiiiiiii Ochoa de Meruelo y Antolinez. Zuerst zum 
5 B1l_ Die Fresken des Andrea Mahtegha im Studium der Rechte bestimmt, besuchte er die 
Oastello di Mantova. Gez. von L. Antoldi. Hochschule VOn Sevilla und erwarb sich den 
Milano, Litograiia Gallina. Roy. Fol. Grad eines Licenciado; allein seine Neigung zur 
S- Kllnßtblßßi, BeY1iI1-1856- P-177- k Malerei hatte ihn schon vorher bewogen die 
Automa- Jose Antounez, spanischer iifiiiäicif 13333232 iiääawieääieeiäiitiiriiäi? 
[aierw Seb- zu Seviiia 1639: i zu Madrid 1676; den war. Wahrscheinlich besuchte er auch die 
iaßiidem 91' den ersieii Unterricht in der Kunst Werkstatt dieses Meisters und bildete sich dann 
ldeiHeimßi ßmpianäeiiikßm er noch bbijiingbii insbesondere nach dessen Werken aus: denn 
Wahren nach Madrid, WO 81' in die Werkstatt des Palomino berichtet, dass, als er eines Tages den 
rancisco Rizi eintrat und bald zu dessen besten Wei-th einen Bildes Schätzen Sollte dessen  
chiilern gehörte. Er malte religiöse Bilder, hebel- el- nicht kannte, das aber eine der ersten 
ber auch Landschaften; seine Behandlung ist Arbeiten des Antolinez War, er es von der Hand 
zieht und glänzend, sein Kolorit zeugt von Ver- den Mnl-ille glaubte und nnfloe Dukaten ansetzte 
tändniss der Wirkung, doch bleiben seine Ar- Das klingt wie eine KiinstlehAnekdote doch 
eiten in der Manier jener Zeit befangen. Seine efzählt es ja Palomino von sich selber] 157g 
debhaberei für die Künste des Fcchtens, die er ging A_ zu seinem Oheim nach Madrid und blieb 
iii Leidenschaft betrieb, 50m6 iilm das Leben bei diesem bis zu dessen Tode (1676). Hier theilte 
Osten? in Fbige a-iizii heftiger Kambfiibllilgell er seine Zeit zwischen der Malerei und der Jagd 
'urde er von einem schlimmen Fieber ergriffen nach einem Amte. Sehr eitel auf seinen Titel 
nd rasch dahiugeradt. Er war übrigens in Folge Liceheiado, aber auf die Kunst angemesen um 
äiller Eitelkeit und Seines SPÜtliiSChßü WGSSIIS seinen Unterhalt zu verdienen schickte er heim- 
ei seinen Genossen verhasst, und sein höhnischcr lieh seine Bilde;- zum Verkauf-nimm Mehreremalu 
Vitz Yerschonte selbstseineu Meister nicht, den erhielt er in kleineren Orten das Amt eines 
r verachtlich Dekoratiousmaler nannte, weil er Alcalde-mayor, aber sein schwieriger Charakter 
inmal einen "l'heatcrv0rhang' gemalt hatte. liess ihn solche Stellen immer wieder Verlieren 
.llein_Rizi zahlte es ihm eines Tages heim. Da und so griff er immer wieder, um nicht Hungers 
 als Anordnung des kg]. HOfIIIßICPS bei der zu sterben, in Madrid zur Palette. In diesem 
llßillilfllng einer für das Theater von Buen unruhigen Wechsel brachte er den grössten 
15'"
        

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