Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1601421
Akademie der Künste), St. Petersburg 1856- das 46. Jahr erreicht hatte, was jedoch mit dem 
1857. p. 49 und 1860, p. 69. von ihm selbst angegebenen Geburtsjahr 1702 
Ed- Dobbm- nicht übereinstimmt. Lambertus lebte noch 1751 
Antiquo. Beiname eines sonst nicht bekannten zu Gröningen, 
Bildhauers Illario Pier-Giacomo um 1500, 
der unter den Gonzaga von Mantua in einem Nach Johannes gestochen? 
urkundlichen Aktenstücke als vberühmterc Mei- Gi-afstede van Engelbregt den 11. (d. h. II) Gmve 
ster erwähnt wird. Ein Brief von ihm von 1497 van Nassau etc. Joan. Aiitiquus delin. B. F, 
an Francesco Marchese von Mantua ist bei Carlo Immink fecit 1744. Fol. Für: Th. E. van 
d'Arco veröüentlicht. Von seiner Thätigkeit 3001, lilfltflfhrgllnä der Stadt e" lande Vanmedß, 
lasst sich Bestimmtes nicht nachweisen. s. väai G0 Oi De nleuwe Schonung. In an?  
s. Carlo d'Arco , Delle Artidi Mantovaetc. II. 40. Finiillnl äesnln der zelehih Künste lll_ 35T 
ü  Immer z eel, Levens eii Werken etc. I.  
"Antiqlllls. J 0 h a I1 11 C S und L 3- m b e 1' Ü 11 5 Kramm, Levens en Werken. I. 20 u. III. 784_ 
A n ti q u u s , Maler, Gebrüder. Johannes, geb. T. v. Westrheene u. W. Schmidt. 
zu Gröningen den 11. Okt. 1702 wandte sich erst Antistates, Atehlteht, e_ Antimuuhjilus, 
unter der Leitung von Gerard van der Veen der 
Glasmalerei zu, später wurde er durch Jan Abel Allüvßfllltß- Antivedlltß (16118 Grßma- 
Wassenberg nur dilirftig in der Malerei unter- fißa, S. Grßllliltißll- 
wiesen. Dann begab er sich von Gröningen Antninn Ant oin e Maler der an Lüttich in 
über Amsterdam nach Rouen und Paris, von da der zweiten Hälfte des ,15_ Jahi-lh lebte, weshalb 
zuruck durch Brabant wieder nach Amsterdam, man ihn Aint ein e d e Li en. e (Anton von Liit_ 
WO er emlge Monate bel dem Maler Glmnwh m tich) nannte. Unsere ersten Nachrichten über 
die Lehre trau Mit seinem Bruden der Land" den Künstler reichen bis 1454 in welchem Jahre 
Schaften und Ornamente malte" begab er sich er für das Kapitel von S. Peter in Lüttich die 
sodann nach Italien und fand nach allerlei Wi- Stube malte welche das Tahernahel mit dem 
derwärtigkeiten zu Florenz einen Beschützer in hl Sakramente tragen Viel. Jahre später erhielt 
dem Grossherzog, in dessen Dienst er sechs Jahre nifnine Summe von etwa 10h Liviee tut. ein grnin 
lang arbeitete. Er wurde Mitglied der ilorentini- ans ant- Leinwand gemaltes Bild, Welchen die 
sehen Akademie) WO sich noch die Skizze einer hl. Apollonia vorstellte und für dieselbe Kirche 
grossen von ihm gemalten Darstellung des bestimmt Wan 1m J_ 1450 betraute lhu das 
Titanenstreiites beündelt Auch zu Rom wohin Kapitel von St. Peter noch mit der Restauration 
er sich mehrmals begab fand er einen Mäeen in eines hl. Christoph. Diese Werke des Malers A_ 
Benedikt XIII" Während er daselbst und zu sind wahrscheinlich kurz nachher zu Grunde 
Neapel mit den besten Künstlern jener Zeit Be- gegangen vielleleht 145g durch die Soldaten 
ziehungen anknüpfte. Bald nach dem Tode des Karin deaKiihnen von Burgund, die selbst Kli.__ 
Grossherzog's ging er nach Gröningen zurück. nhen nicht Vei.eehnnteu_ 
Seine Bildnisse Waren Sehr gesucht? auch In den Niederlanden bestand im Mittelalter ein 
malte er Historienbilder. In dem Palast des Gebrauch dem man den Ursprung vieler Kunnt_ 
Statthalters bemalte er u. A. die Kuppel eines Objekte iferdanhti man legte näuiheh Solehen 
grossen Saales und in dem Schlosse zu Breda die ihre Macht missbrauchten oder sieh gegen ein 
verschiedene Säle, wobei er u. A. zum Vorwurfe Obrigkeit verfehlten die Verpflichtung auf, eine 
nahm; Mars, von den Grazien entwaifnet, Scipio Sninine zu entiiehten, für Welche elu Glaentn 
Africanus und M. Goriolan. Alle diese Werke, malen ein Bild oder eine Statue angeuehaii-t 
Yorin er sich als einen gute" Zeichner unf] v?" wurde: Bei einer ähnlichen Veranlassung erhielt 
dienstlichen Koloristen bewies, waren mit uiel A_ 1476 den Auftrag, das jüngste Gericht für 
Leichtigkeit ausgeführt und bezeugten seine den Sitzungssaal den Rathes von Namur zu ma_ 
Studien der römischen Schule. Der Prinz von len der einen gewinnen Jean de Qoiioulle zur 
OranieIL He" von Breda, verlieh ihm einen Bestellung dieses Bildes verurtheilt und dessen 
Jahresgehalt und bewog ihn, sich in Breda Weith von vornherein auf 4h Gulden angesetzt 
niedcrzulassen. Eine der Spuren, welche er von hatttn Das fertige Werk aber wurde von Sanln 
seinem Aufenthalte in genannter Stadt zurück- kundigen ani- 55 Fl neeehatnt, wodurch dann 
Hass: findet man in Th" E' Van Goorjs Beschrei" ein langer Streit entstand, der damit endigte 
blme von Breda (t unten), für Welßheßwerk er dass der Verurtheilte mit Gewalt das Bild m; 
eine Zeichnung von dem berühmten Grabmonu- sich brachte lin J_ 1478 malte A_ auch für das 
ment Engelbrechtfs von Nassau entwarf, die Kapitel von S. Martin in Lüttich eine Reinigung 
Von 3' R Immink gest" wurde" Ueberdies malte und eine Himmelfahrt Mariae für die Summe von 
er für verschiedene angesehene Herrn zu Middel- 84 Livres_ 
burä Gröningen u" a" Orten Deckenbüder mit s. A. Pinchart Archive: des Artsf II 158.  
lebensgrossen mythologischenVorstellungen und ßunetin deylygcadgmie myale de Belgique 
dergleichen. Johannes starb Ende 1750. Van XXI. n. 186. 
G001 gibt dies an und fügt bei, nachdem er kaum Alvw- Pitwhßrl-
        

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