Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1601200
änselmus de Gampiliono 
Ansiaux. 
kommen des Anselmus, nämlich dem Meister sten sehr ausführlich redet, gewiss nicht mit 
Henrieus, Sohn des Ottacius, eines Sohnes jenes Stillschweigen übergangen haben würde. 
Anselinus, und seinen Brüdern, den Meistern s_ Gesta Abbannn Fnntaneir in; Pgytzy Man 
Albertus und Jaeobus, abermals für sie und ihre Gel-n, gjsg 11_ 27o_..301 , insbes. 29a  
Söhne, Erben und Nachfolger, die bei dem DOm- Mertens in : Försters Allgemeine Bauzeitung 
bau Meister sein würden, wegen der veränderten 1840. p. 135.  Schnaiise. Gesch. der bild. 
Verhältnisse der Lohn auf S und G Imperialen Külläte- 2- Allslä- lu- 559- b"- W 7 
gesteigert.  Die plastischen Arbeiten dieser F"  Lnye" 
Künstler, insbesondere an der Kapelle des hl. Ansiaux. Jean Joseph Eleonore Antoine 
Sakramente am Dome, und darunter die bedeu- A n s i a u x, Ilistorieninaler, geb. zu Lüttich 
tendste derselben, das Basrelief des letzten 1764, er 20. Okt. 1840 zu Paris, wo er weitaus 
Abendmahls von der Hand des Anselnio, sind die meiste Zeit seines Lebens thätig war. Ent_ 
ziemlich roh und leblos, steif in der Bildung der sprossen aus einer angesehenen J uristenfamilie_ 
Formen und schwach im Ausdruck; sie stehen sollte er demselben Berufe folgen und begann 
unter den Werken des Zeitgenossen Benedetto dazu seine Studien. Aber eine entschiedeng 
Antelami und selbst unter denen der toskani- Neigung trieb ihn in die Künstlerlaufbahn, und 
sehen Bildhauer vor Nicola Pisano. schon im Alter von 17 Jahren erhielt er vom 
Uebrigens sehen wir hier, wie öfter das Ge- Prinzen Voll Lüttich. (lCP Clnß Füller-Akademie 
werbe der Steinmetzen, das damals die Bau- gßstlftet hatte, die goldene Medaille für den 
meister und Bildhauer lieferte, nicht nur langer ersten Zßißhnungßprfiis- _E1' 1308311) sich Sßdann 
als ein Jahrh. und durch mehrere Generationen nach Antwerpen, blwb Jedoch nicht lange da- 
Slch in einer Familie vererben, sondern auch selbst, sondern wandte sich zu seiner Ausbil- 
dieses Vererben als selbstverständlich in den dlmg nach PilYlS- Dort beherrschten damals 
Bauvertragen voraussetzen. Auch ist hier ein David, J- B- Rßgnalllliflnd ÜhlnQPl-i Andrö Vin- 
Beispiel, wie insbesondere Como und seine Uni- Cent die Kuflst- Gememsam ist (hegen das Stre- 
gegend die Bauleute und Steinnictze für Italien m" nach Clnei- ernsten Ernnnnrnng der Malerei 
überhaupt lieferte.  Ueber Enrico da Oam- nach dem Vorbild ilerßlntllwi alle") Vmßßnt 
Pinne s_ Engen wollte doch auch das eigentlich Malerische bei- 
s. Tiraboschi, Memoric storiche di Modcna V. behalten und behandqlte (lahm. mit emer gqwis" 
cod. dipl. N0. R24.  (Jampoi-i, Ai-tisii 125mm sen Vorliebe farbenreiehe Szenen aus der tran_ 
etc. pp. 116. 117.  Boighi, Duomo di Mo- zösischen Geschichte und sonst Steife von am 
deiia. p, 79.  Perkins, "Italian Sculptors. muthiger Wirkung. Diese freiere Richtung sagte 
 P- 105- dem jungen Ansiaux besonders zu und entspraeh 
3' F1"- W- Unyßt- seiner Begabung. Er trat daher in das Atelier 
Ausgis. A-nsgis oder Aiisegisus, Abt zu Vincenfs ein und erhielt hier die Ausbildung, 
Fontanellum oder St. Wandrille von 823 bis 833, welche seine Laufbahn bestimmte. An einer 
wird von Einigen ohne allen Grund für den Bau- akademischen Studienreise, die er beschlossen 
ineister des Münsters zu Aachen ausgegeben, hatte, wurde er verhindert und suchte dafür an 
das Karl der Grosse schon in den Jahren 796 bis den unter Napoleon in Paris aiifgehiiuften Mei_ 
804 aufführen liess. Die Chronik von Fonta- sterwerken aller Länder seine Studien zu vo11_ 
nellum (Pertz, Mon. Hist. Germ. 2, 270-301) enden. 
weiss nichts von einer solchen Thatigkeit des- Sein gefälliges Talent und eine gewisse Ge_ 
selben, und selbst aus dem Berichte über die wandtheit der Behandlung, die ihm von Jugend 
prachtvolle Vergrösserung und Ausstattung sei- auf eigen war, brachten ihn bald zu einem ge_ 
nes Klosters geht nicht hervor, dass Ansgis da- wissen Ansehen. Auch er begann, wie die meisten 
bei persönlich in künstlerischer Weise sich be- seiner Zeitgenossen, mit klassischen Figuren 
theiligt hätte. Daher ist auch kaum anzunehmen, (Sappho und Leda, im Salon von 1801), pflegte 
dass, wie Schnaase meint, Ansgis Leiter der aber zugleich das Bildniss, und hatte mit dann 
Künstlerwerkstätten im Palast zu Aachen, unter jenigen des Generals Kleber (in der Schlacht bei 
Oberleitung Einhards, gewesen sei. A. war Ex- Heliopolis; zuerst 1799, dann im Salon 1394 
actoi" operum regalium im königl. Palaste zu wieder ausgestellt), wie auch mit anderen P0r_ 
Aachen "zur Zeit des Abtes Einhard. Die Püich- träts, worunter das des Generals Kellermanii, in 
ten dieses Amtes, das sonst nicht vorkommt, den nächsten Jahren einigen Erfolg. Auf einem 
lassen sich nicht genau ermitteln. AileinExactor neuen Felde zeigte er sich aber 1810 mit einem 
ist stets ein Erheber von Abgaben, und auch Bilde, das allgemeinen Beifall fand: Angelika, 
hier kann es nur ein -.l"inanzbeaintei' sein. In und Medor, ihre Namenszüge in eine Baumrinqe 
der That rühmen die Gcsta abbatuin Fontan. einschneidend (lebensgrosse Figuren). Hier ver_ 
(s. Literatur) ausdrücklich die Thärtigkeit des band sich die Anmuth jugendlicher halbverhü11_ 
Ansgis in ökonomischen Angelegenheiten, da- ter Körperformen mit einem gewissen romangi_ 
gegen wird nirgends erwähnt, dass er in den sehen Reiz, und das sagte dem Geschmacks 
Künsten erfahren gewesen sei, was der Chronist jener Zeit zu, die sieh beeilte, aus der klassi_ 
des Klosters, der rvon ihm und seinen Verdien- sehen Kälte der kaiserlichen Kunst zu der R0-
        

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