Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1593310
Robert Adam  Jakob Adam. 18. Jahrh. 61 
2] The Works in Architecture of Robert and James 
Adam. 3Vols. Mit 105 Taf. gest. von T. Viva- 
res und Jos. Zucchi. Lond. 1773. 177111822. 
r. Fol. 
älnthält alle Risse zu den von den Brüdern aus- 
geführten Palästen und Häusern. 
Nach seiner Zeichnung gestochen: 
1] Ländliches Fest des Grafen Derby zu Uaks in 
Surry1774,gest. v. Caldwall und Grigxion 
in 2 Bll. 1750. gr. qu. F01. 
2) lüin Pavillon, darin 1774 ein ländlichesFest ge- 
geben wvurde, gest. von J. Roberts. 
James Adam, der Bruder des Robert, s. 
unter Diesem. James war ohne selbständige 
Bedeutung; er arbeitete immer gemeinschaftlich 
mit dem Bruder und scheint auch so nur an des- 
sen Entwürfen einen untergeordneten Antheil 
gehabt zu haben. 1- 1794. 
S- über beide Adam: Bibliothek der neuen Wis- 
senschaften XII. Th. I. 90.  Neue Biblio- 
thek. Llll. Th. l. 108 f.  Dallaway, Anec- 
dotes 01' the arts in England etc. London 1800. 
p. 150-152. 
J. Me er. 
Adam. C. A d a m , Kupferstecher zu Augzburg 
in der zweiten Hälfte des 18. J ahrh., lieferte 
mehrere Prospekte, u. a. einen von Dresden (sehr 
geringe Arbeit) , den er nach einem Bl. das C. 
G. Werner 1768 zu Thielels Sammlung lileissner 
Gegenden fertigte, kopim, 
Vielleicht war F. Adam, ebenfalls ein Augs- 
 burgel Kllpierstecher , der auch dergleichen 
rwerthlose Prospekte lieferte, ihm anverwandt 
Er lebte zu gleicher Zeit.  
s. Fü s sli, Neue Zusätze, p. 17. 
W. Schmidt. 
Adam. J ak o b A d am, Zeichner und Kupfer- 
steeher, geb. zu Wien 9. Oct. 1748, 1- daselbgt 
16. Sept. 1811, studirte auf der Wiener Akade- 
mie zugleich mit J. E. Mansfeld. Er arbeitete 
viel für Druckwerke, hat sich aber namentlich 
bekannt gemacht durch eine grosse Anzahl meist 
kleiner Bildnisse (in Medaillen) Wglehe beson- 
ders fürstliche Personen des Österreichischen 
Hauses und österreichische Notabilitäten dar- 
stellen. Sie sind meistens in den zwei letzten 
Jahrzehnten des 18. Jahr-h. bei Artaria, 8a Co. 
erschienen und in derselben Weise wie diejeni- 
gen von Mansfeld, K1. Kohl und Anderen mit we- 
nig Geist, aber sehr zart und miniaturartig mit 
punktirten Fleischtheilen ausgeführt. 
Bildniss des Meisters : Brnstbild gest. von Ph. 
Knieschek. 
a) Von ihm gestochen: 
1] Kaiser Maximilian I. Brustbild. Lucas van 
L e y d e n fecit 1520. Jakob Ädam sculp. Viennae 
1783. Kopie nach L. van Leyden, B. N1-_ 172 4_ 
 
2)  I- Jllgelldpürträt. Brustbild. 
IDIäfBLlÄZLI. zu Pterd. Nach J. K re ut z i n ge r. 
durchzuführen. Dieser seltsam gemischte Std 
erschien als etwas durchaus Neues und stan A111 
direktem Geäensatze zu dem der vorangegange- 
nen Periode; er litt an einem Uebßflflflss 3'011 
Dekoration, wie dieser an sehwerfalliger l roekell- 
heit. Worin aber R. Adam Tiißhtlges lelsteße, 
das war die innere passende und bequeme An" 
ordnung der Privathäuser; diese Eigenschaft 4er 
englischen Bauweise scheint er zuerst entschie- 
den bekundet zu haben. Er beschränkte sich 
übrigens nicht auf die Architektur, sondern 
suchte seine Reformen auch auf Einrichtung, 
liiöbel und Ausstattung der Gebäude auszudeh- 
nen. Hierin verüel er gleichfalls in eine über- 
ladene und allzu zierliche Dekorationsweise. 
Während einer solchen fünfundzwanzig-jähri- 
gen ldiätigkeit hat R. Adam mit Beihiilfe seines 
Bruders James in allen Theilen Englands eine 
grosse Anzahl von Privat- und öffentlichen Bau- 
ten ausgeführt. In London selber entstanden 
nach seinen Entwürfen ganze lläilserreihen, die 
damals als architektonische Werke von neuer 
und grosser Bracht gepriesen wurden. So insbe- 
sondere {ausser Fitzroy Square und Stratford 
Piaee) die Häiusermasse der vAdelplliu : eine Reihe 
einförmigt nach derselben Zeichnung durchge- 
führter Faeaden, auf die schon damals das Spott- 
wort umiief, dass sie wol ihren Namen, aber nicht 
ihren Geschmack von Griechenland hätten. 
Wie es Adam mit der Anwendung der An- 
tike hielt, zeigt deutlich das Gebäude der 
Soeiety of Arts in John Strcet: jonisehe 
Säulen, die ein ganz mageres Gesimse tra- 
gen, ohne Arehitrav, mit einem von kleinliehen 
Ornamenten überladenen Fries und einem unge- 
giiederten abschliessenden Leisten. So hat er 
in der 'l'hat nichts künstlerisch Durehgebiidetes 
zu Stande gebracht; von Einheit der Komposi- 
tion hatte er gar keine Vorstellung, und was im 
Einzelnen Gutes in seinen Zeichnungen ist, das 
ist willkürlich bald da-, bald dorther entnommen. 
Von der Manier des 18. Jahrh. konnte er sich 
nicht losmaehexi, und die Antike gründlicher zu 
studiren, dazu war die Zeit noch nicht gekom- 
men, noch auch sein Verständniss reif genug. 
Als das beste und grösste Werk unseres Baumei- 
sters wird Keddleston Hall , die Besitzung Lord 
Scarstlales bei Derby genanni;  R_ Adam hat 
auch Landschzrften mit Architektur gezeichnet 
und aquarelliit; dieselben sind meistentheils von 
A. Zuechi stafiirt.  
Von 1773 bis 1778 veröffentlichten die beiden] 
Brüder eine umfassende Reihenfolge von Zeieh-  
11111156121 und Entwürfen zu Bauten und Hausge-g 
räithen, Möbeln u. s. f., darunter auch diejeni-f 
gen zu den neuen Universitätsgebäuden vonl 
Etllllbllfäll. R. Adam starb 3. März 1792 in 
London.  
1] Ruins of the palace of the Emperor Diocletian 
at Spalatro in Dalmatia, by Robert Adam. Lon- 
don 1764. 61 Bll. gr. Fol. Das oben erwähnte 
Werk.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.