Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1593301
60 Frang. Gasp. Balth. Adam  Robert Adam. 18. Jahrh. 
sin). Seine in den Salons ausgestellten Werke sen nach, kehrte aber 1770 ganz nach Paris zu- 
1191 13611191 de 13 Chßv- riick, weil er in Berlin die Bezahlung für seine 
J- '7' 611'177 "11" Werke nicht erhalten konnte. 
Nach 111111 gesunken: s. Literatur wie oben.  Dazu noch: Notiz über 
l) Das Denkmal der Königin von Polen von C har- die Künstler, welche in Berlin gelebt haben, von 
les Francois, für den Recueil des bätiments Ab. Humbert, in Heineken's Kunstnaeh- 
de Stanislas.   richten. I. 7.  Die Werke bei D u s s i e li x , Les 
aazszsäitixsnzttsaiie S01", d"; einer fern 1856- P- 69- , , „  
2) Vier Gruppen: Merkur u. Venus, Diana n. En-    'mm'ey' 
dymign , Baßollus ll_ Ariadne, Mars u_ verlor, Adam. Die Adam, Architektenfainilie aus 
gest. in Bctframfs Livre d'Architecture. Paris Schottland. 
1745. Imp. Fol.   
3) Die Sculpturen am Portal des Olatorlums de, Wrlliam Adam, der Vater, von lllaryburgh 
Rue Saint-Honore abgeb. in BlondeYs Arohl- bei Kinross, arbeitete in Schottland gegen Ende 
tectiire francaise. 4 Vols. Paris 1752-56. lßol. des 17. und in der ersten Hälfte des 18. Jahrh. 
J- Mßyer- Von ihm sind viele Hauser und Landsitze der 
Franqois Gaspai-d Balthasar Adam, ersten schottischen Edelleute; zu Hopetown 
der jüngste und am wenigsten gekannte Sohn House, welches das Werk von William Bruce 
von Jacob Sigisbert, geb. zu Nancy 23. Mai 1710. ist, entwarf er die Seitenflügel, auch das könig- 
Er 1111118118 Sich in der Schule seiner älteren Brii- liclie Krankenhaus zu Edinburgh ist von ihm 
der und ging, als er 1741 den ersten Preis gew0n- erbaut. A. war Baumeister des Königs von 
nen hatte, 1742 nach Rom als Pensionär des Kö- Schottland und in dieser Eigenschaft begann er 
nigs. Von Rom zurückgekehrt wurde er, Dank den Bau von Fort George, den sein ältester Sohn 
dem Ansehen, das damals seine Familie hatte, J 01111 Vüllßlldetß- 
vom König von Preussen berufen (inlt dem da- Nach seiner Zeichnung: 
mals hohen Jahresgehalt von 4000 Livres), um W11. Ad v.     
   i iam ums. itruvius 51 oticus a Golleeticn 
dle Palaste von Potsdam und Sanssoum zu of plans elerations and seetions df public buil- 
schmiicken. Wie er dort zum Tlieil nach den dlrlgs all, in Sool1and_ 160 T. gest. von Coo- 
Modellen seines ältesten Bruders arbeitete, ist Per Edlrllr S_ d_ (17593 lvol 
schon oben unter Lanibert Sigisbert A. erwähnt. 
Zu seinen in Berlin befindlichen Werken geliö- 11013011 111111111, 80111 Zwßitef 501111, äeb- Z1 
ren: Kleopatra mit der Schlange und Triumph 1511111131113511 1725) äßhmgte 211 W611 1911133919111 R113 
der Galatllea, (1759) im Garten zu Sanssouol, als der Vater. Seine Studien machte er 1754- 
Luorotio, u_ Vollrptao im Solllosse dasolbstl sechs 17 62 in Italien, und verwendete, indem er seinc 
Mannorstatuorr um das grooso Bassin vor der Reisen bis nach Dalmatien ausdehnte, viel Zei 
Terrasse von Sanssouoi; Apollo (1752), Dimm, namentlich auf die Untersuchung und Zeichnung 
(1753), Juno (17 53), Jupiter (1754), der wüthgnde der Ruinen von Diocletians Palast in Spalatro 
Mars, und Mlnerva l 17ml Er blieb irl Borlln unter der Beihiilfe Clerisseads, eines damals be 
bis zum Tode des Laml-lert (1759) und ging deutenden französischenArchitekten. Nach Eng- 
naoll Paris zuljügk, wo auch er bald darauf land zurückgekehrt, radirte er seine Zeichnun 
1761 starb. Mehrere vom Könige von Prolrs- gen in Kupfer und gab sie 1764 in einem eigenei 
gen bestellte Statuen hat or unvollendet golas- Werke heraus. 1761 wurde er zum Architektei 
gen; so jenen wlltllerldorl klar-g, den Wurf. des Königs Georg ernannt, 1762 in diesem Am 
spiess schleudernd, einen sitzenden Mars mit von 11131 11151118111 011111101116 110511111151? 91' 1JC 
einem Wolfund die Marinorstatue des Marschalls 1119111910  1113 1768i w? 91' 1111 f11e G131." 
Schwerin Die letzte Hand hat daran Slglsbert schaft Kinross in Schottland einen Sitz im Parla- 
Michel Adam (s. d.) gelegt. Die Werke des Gar? niente einnahin. Sein Werk brachte ihn rasch z) 
pard, der selber einen großen Thell seines Le_ Ansehen und in Verkehr mit den bcdeutendstei 
bens in" der Fremde zubraelite, belinden sich fast  Zelt, 5QU111ÜTIIlIIIQÄEi1ODBIICSOIIIIBI 
alle außerhalb Frankrelclm Adam Sinith. Nun kam auch die Zeit filr ihn, da e 
Dieser F. G. B. Adam hatte wahrscheinlich eine Eelyhe arimtekionhsche  dm 1h 
zwei Söhne, die ebenfalls Blldlmuer waren: eine eitlang ubcr (rebuhr beiuhmt gemacht ha1 
entfalten sollte. Die Studien JBIIGS Palastes au 
S i gisb e r t M i c h el u. C l au d e Mich el. Un- der spätesten Zeit der römischen Kunst, gemiscli 
ter den Zeugen, welche dem Begräb-niss des Nie. mit den Einflüssen der italienischen Barock- nn 
Seb. beiwohnten, finden wir diese beiden als Nef- Rokokoarchitektur, haben nicht günstig auf sei 
fen des Verstorbenen angeführt und wir wissen, Talent oingowirkt Insbesondero in der Qrm, 
dass der Aeltestc der drei Brüder nicht verheira- inentation hat er sich dem ausgelassenen Ge 
thet war. Jener Zeugenakt gibt dem Qlaucle schmack der damaligen Zeit ganz hingegebei 
Michel den Titel: vBildhauei' des Königen: ein Er scheint Einer der Ersten gewesen zu seii 
1191181 15eWe15 des Ansehens, 111 Welchem die ganze welche der Verzierungsweise des Rokoko in Eng 
Familie stand.  Sigisb ert Michel folgte sei- land Eingang verschafft haben. Doch suchte E 
nem Vater als Bildhauer des Königs von Preus- dabei gewisse antike Formen beizubehalten un
        

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