Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1593242
54 Cäsar De11' Acqua.  
 
rieurs Erfolg. Er malte auch Landschaften mit in Italien und seiner Verheiratung  errang 
Architektur. Seine Bilder haben immer viel der Künstler seine grössten Erfolge. Insbeson- 
Staifage, doch erreicht er in der Lebendigkeit dere wieder mit historischen Sittenbildern, die 
der Figuren lange nicht seinen Meister. In der er von 1857-1868 in Antwerpen, Brüssel, Gent, 
Färbung hat er eine gewisse Buntheit und Härte. Rotterdam, Lüttich und Paris ausstellte. Dell" 
Am meisten Beifall fanden seine Mondschein- Acquaweiss immeranziehende oder interessante 
landschaften. Situationen aus Nebenvorgängen der Geschichte 
J. Jlfeyer. zu wählen, seine Figuren gut zu charakterisiren 
Acqua. Cesar (Felix-Georges) Delr A0- und durch die malerische Behandlung des Ko- 
qua (nicht dell' Acqua), Maler (historieehes stüms eine ansprechende Wirkung zu erzielen. 
Genre und Porträt), geb. zuPirano unweitTriest Ven jenen Werken heben wir hervor: Aufnahme 
am 22_ Juli 152i Neeh dem frühen Teile des der Mailänder nach Zerstörung der Stadt durch 
Vaters verbrachte er mit der Familie seine Ju- die Einwellner Von Bieseie im J- 1162 (1557); 
gend zu Triest; dort trat er auch, zum Kauf- Beieliie Ludwigs X1. (1353); Cufnelie, liiuiief 
maun bestimmt, in ein Handlungshaus ein. Doch der Gineeiien inii iiiien Kindein; Tlinliefetlie und 
verrieth sich bald seine Anlage; die Zeichnun- Seine Teellllel"? die leizien Augennlieke den D0- 
gen, welche er in seinen Mussestunden machte, gen iiiniine Feliern; Anne EPiZZO, die Liebe 
bewogen den Bildhauer Pietie Zehdemeneghi, Mahomets zuriickweisend; Erasmus tritfft bei 
sich fiir das j ungeTalent zu verwenden und ihm Beiegnn nuf Studenten, Welelle Seine Werke le- 
vom Gemeiuderath derStadt die Mittel zum Stu- een; Jugend SPineZn-le liiu Museuiu Von SP3) ; 
dium an der Akademie zu Venedig zu erwirken Dante Zu Veiene Vnn Ce-ne delle Seele empfan- 
(seit1842). Dort bildete sich Dell'Acqua zum gen; Ausfall der Mailänder gegen Barbarossa 
Maler aus. Eines seiner ersten Bilder, das be- (13630- Die meisten dieeeYBild-ei Sind in Belgien 
merkt wurde und in den Besitz des Erzherzogs geblieben, Zwei dn-Ven nach Lenden gekommen. 
Johann von Oesterreich kam, war das Zusam- Auch in Aquarellen hat sich Dell" Acqua her- 
mehh-egeii Cimabues mit dem jungen GiQttQ vorgethan (eine grosse Anzahl derselben im Bc- 
(1347)_ _ sitze der Gräfin Duval de Beaulieu zu Brüssel) ; 
Bald darauf begab sich der Künstler zu seiner in dieser Geltung lidi er iiuseei geiieliieiitiielien 
weiteren Ausbildung nach Paris, und da dort im Vnigiingen nuen Steife aus deni iiiglieiien Leben 
J  1848 seines Blcibcns nicht war, nach Brüssel, der Gegenwert bellendeli- Zwei dieser Darstel- 
wo sein Bruder Eugene sich angesiedelt hatte. inngen (S- unten) sind durch die Liiileellieniie 
Hier lernte er Gallait kennen, nachdem ihnschon  die damit ihie ersten Versuche in Belgien 
in Venedig ein Werk desselben, das Bildniss des machte  Verbreitet Wurden- 
Malers Giglio, zu jenem Meister hingezogen. Eine Reine Von giiieeefen Werken fiillrße der 
Gallait ist dann auch auf den jungen Maler, der Kiinsilei in den J- 1553-1355 in einem Seele 
sein Schüler wurde , von bestimmendem Einfluss den Palastes Miinuiui fiil" den VePSli- Kai- 
gewesen; neben der Einwirkung der venetieni- ser Maximilian aus. Die Darstellungen beziehen 
sehen Schule ist in seinen Bildern namentlich die eieii auf die Geeeliiellie den Ortes: Die Kelten 
Weise Gelleilye heihei-kbei;  als die ersten Bewohner der Felsen von Mira- 
In den ersten Jahren seines BriisselerAufent- nler; Ein Piinlieeliee Feei; Kaiser Leopold I. be- 
haltes brachte Dell' Acqua zur Ausstellung: die Sucht das Kloster von Grignano; Erzherzog 
letzten Augenblicke des Niecolb Maeehiavelli, Maximilian von Oesterreich empfängt die Depu- 
Provenzano Silvani, das Lösegeld eines Freun- tation, welche ihm dieKrone von Mexiko anbie- 
des auf dem Platze von Siena erbettelnd, Orom- tet; Abfahrt des kaiserlichen Paares von Mira- 
well auf dem Schlachtfelde u. s. f. Bald darauf niar; Ankunft der Kaiserin Elisabeth von Oester- 
malte er zwei grössere Bilder für die gricchisch- reich in Miramar bei ihrer Rüekkehi-ven Madeira, 
orientalische Kirche zu Triest, deren eines, Pre- Ausserdem eine allegorische Darstellung an der 
digt des Johannes in der Wüste, solchen Beifall Decke des Saales; der Efzhßrzog mit dem Ge_ 
fand, dass ihn die Stadt zu ihrem Bürger er- danken beschäftigt auf dem Vorgebirge Grignano 
nannte (1851). Das andere", Jesus ruft die klei- Miramar zu erbauen. 
nen Kinder zu sich, fand sich auf der Briisseler Augsef dieser reichen Anzahl verschiedener- 
Ausstellung Ven 1854- Die Anerkennung fiiiiiie tiger Werke hat Dell' Acqua viele Bildnisse so- 
zu neuen Aufträgen und so entstanden eine neue wie Weibliche Halbliguren in den malerischen 
Anzahl von Sittenbildern, insbesondere aus der Trachten des Orients und der slavischen Stämme 
Geschichte seines Vaterlandeß. Defuntefl Die an den Ufern des adriatischen Meeres gemalt- 
Brüder Degli Uberti bei derSchlacht von Monte ahmuthige Frauengestalten! an deren Därstell 
Aperto (1851); lliaria Stuart, vom Volke ver- lung der Künstler namentlich neuerdings Gefal- 
höhnt zu Edinburgh (1854); Ferruccio bei der len findet 
Vertheidigung von Volterra (1854); Erklärung 
Triests zum Freihafen und Ugon da Duino mit Nebenstehendes Zeichen 
der Regierung von Triest betraut (1855).  findet sich auf Aquarellen 
In den folgenden Jahren  nach einer Reise 11' Zeichnungen d- Meiße-
        

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