Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1599805
710 Andrea Vicentino. 
 
Verhandlung mit den Schriftgelehrten, in wirk- Gesellschaft bei Musik und Tanz, und im Lan- 
samer architektonischer Umgebung;grossesBild dauer Brüderhaus zu Nürnberg waren 3 Bilder 
in S. Tommaso aus der Geschichte der hh. Au- mit allegorischen Halbfiguren. Unzweifelhaft 
gustinus und Ubaldus. In Padua; Kreuzah- stammen alle diese Gemälde aus der Zeit von 
nalime im Kapitelsaal von S. Giustina; Darstel- Andrea's Aufenthalt zu München. 
hingen aus der Legende des hl. Lorenz in S. Sonst besitzt von Galerien nur noch das 
Pietro. In B e rgamo: Altarbild in S. Maria Louvre ein Bild des Meisters; Empfang Hein- 
delle Grazie, Empfangniss des hl. Geistes. In rich's III. zu Venedig, wahrscheinlich Entwurf 
Rovigo: Altartafel in S. Stefano, Jungfrau in zu dem oben erwähnten Gemälde im Dogenpa- 
der Engelsglorie, unter ihr kniend die Grossen laste (stark nachgedunkelt). 
der Erde, im Hintergrunde das Fegefeuer, bez.: Andrea hatte einen Sohn, Marco Vicen- 
ANDREA VINCENTINI P. In Tre viso; in S. Nic- tino, der gleichfalls die Malerei übte. Von ihm 
colo ein figurenreiches Bild mit Darstellungen in der Kirche S. Barnaba zu Venedig eine hl. 
aus der Legende des hl. Thomas, nebst zwei an- Katharina mit anderen Heiligen. 
deren umfangreichen Gemälden; ein Madonuen- s. Ridolfi, Le Mai-aviglie etc. II. 345-348. Da- 
bild in S. Margarita. Zu Possagno in der von selbst die Beschreibung seiner Malereien im D0- 
Canova neu erbauten Kirche: Jungfrau in der äenPalaste-  Scaflnenii I! MiCIOCQSmQ etc- 
Glorie mit vier Heiligen (früher in der Kapuzi- g;d261'  Z a "e" 1' Dem Plttufa drenezlanib 
    J  sec. 436-442.  Federici, Memorie 
neikiiche zu Montagnana). Endlich in den Uf- Trevi iane H 61  Bran dolese Pittum 
fizien zu Florenz Die Salbung des Königs Sa- d, Paäova_'pp_' 98'161  Moschin; (suida 
lomon, das zu seinen besseren Bildern gehört, diPavia_ P_ 27g  Arnaldiy Desmgione di 
11m1 Die Heimsuchung (s- Stiche No- 1). Vicenza. I. 96. 97. 124.  Pasta, Pitture (n 
Ein grosses Altarblatt, das sich im Dome zu Bergamo. p. 107.  Bartoli, Pittni-e di Ro- 
Cherso befand und nun verschollen ist, soll be- vigo. p. 152.  M o schini , Guida di Venezia. 
zeichnet gewesen sein: Andreas de Michelis Vi- 1- 35- 413- 4_67- 579- II- 132i 229; 254-  
eentinus faciebat. Diese Bezeichnung ündet sich Izla" 030i PmaWeCa dem Acßfidemla Venffta- 
sonst nicht wieder; immerhin ist sie ebenfalls  eftennederi Beschmbung, w"? Müll" 
     cheii. Munchen 1783. p. 54.  Missirini, 
9m Zeuänlss; dass der Famlhenflame de? Mal" Del Tempic eretto in Possagno da Ant. Ganove. 
sters Micheli gewesen. Auch im Archiv der Venezia 133;; P_ 124_ 
Kirche S. Niccolo in Treviso findet sich der Ma- 311d niss des Kün sslers Brust], GeL von 
ler als Andrea Michieli angeführt, wobei zugleich A. Sasso, gest. von F. Zanvotto. In Zanotto, 
bemerkt ist, dass er jene Tafel des hl. Thomas Pinacoteca della Accademia Veneta. 
(1590) fiir 310 Lire malte. 
Gegen Ende seines Lebens verliess Andrea Nach ihm gestochen; 
Venedig' um sich nach München zu begeben 1) La Visitazione. Heimsuchung. Gest. in Umriss 
und dort eine Reihe von Darstellungen in dem von G_ B_ Nocchi In. Galerie de morenm 
prächtigen Neubau der Residenz, der damals Flsrsnss 13415 
seiner Vollendung entgegenging, auszuführen. 2) Christus auf der Hochzeit in Cana. Komposition 
Es ist wahrscheinlich, dass der Ruf seiner Fer- W11 39 Fig- Nach dem Gemälde in ÜgniS- 
tigkeit, grosse Wandiiächen mit historischen Bil- 341ml Z" Vellediä- Andrea Vißßntinv III- 
dcrn zu schmücken, auch jenseits der Alpen sich äältor- M' R R 1594- I" 2 BIL gr- ROY- 
tiiizätrtiziz:itrstizzsssiiäsätzisz; mfgggiäggfgccht   M.  
   ginck, 0b mit Recht, ist 
Aufgabe fiel 1 hm zu: fhe Ausmälung des K31" zweifelhaft. Sie könnten auch M. Preys 
sersaales. Er stellte hier auf beiden Seiten der bsdsutsn, (1„ dieser sinsn Stich nach An- 
Fenster, immer als Gegenstiicke, deren Stoffe drea kopirt hat. 
sich verwandt sind, 7 bekannte Vorgänge aus 3)  Dass. Gest. von Nie. Cochin. In: G. C. 
dem Alten Testament und ebenso viele aus der Patina, Tebßllae Sßlsßtse {w exrlißatße, Pßtavii 
griechischen und römischen Geschichte und sage  auch in der italienischen A1isg., Colonia 
 4)      
    Bilde in der Akademie zu Venedig. Gest_ von 
Hof besßhaftlgti er hatte dle Belehmmg Maxl" A. Viviani. qu. F01. In: Zanotto Piiiaco- 
milian's I. mit der Kaiserwiirde  im Beisein teca della Accadeniia Veneta. y 
des römischen und deutschen Kaisers, der Kö- 5) Marter des h]. Lorenz. Rad. Mit dem Zeichen 
nige von Frankreich und Spanien, des Dogen ACS- (unbekanntes MQIIOEY-l- 811 11'01- 
von Venedig etm darüber anegorische Figuren 6) Hi. Franz Xaver, die Heiden bekehrend. Ohne 
 für den Audienzsaal darzustellen; das ziem- Nablen des Stechem I": n 5m? vlleatro di V6" 
lieh grosse Gemälde befindet sich jetzt in der "ggf" Owem Ramoita (iene Prllmpale Veduie 
   e itture che in essa S1 conteiigono. Venezia 
Munchener Pinakothek. Ausscrdem hat die 172a E, FOL  
Augsburger Galerie Von ihm eine Füge 7') Doge von Venedig, vom Papste den Ring em- 
Von 7 Bildern, allegorisclie Vorstellungen der pfangefltl, indem er den gefangenen Otto, Sohn 
7 Planeten, die Galerie zu S0 h leiSS heim eine des Königs Barbarossa, dem Papste Alexander lIl.
        

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