Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1599743
704 Zoan Andrea. 
 
2) Christus wird von Pilatus gerichtet und dem 
Mitte das Zeichen: 4 S 1A1 Fol. gäillkeBgeäeigt. Komposition von 8 Figuren. qu. 
Pass. v. N0. 54.  I. 33:; ist mit einfachen Schraftlrungen ge- 
32)riäiiiiiiifäßßägciiiÄrälgäfffääiiiäiäiiääf 11- Die Umüss? d" Figuren sind wfßßstßchtm- 
    und der Hintergrund hat anstatt der ein- 
der zur Linken ist ganz weiss; der mittlere hat fachen Schrafnmn  K h H, 
Schmuckwerk zur Verzierung- der dritte zur  g eme lleuzsc m hulig 
  '  ' Unbezeichnetes B1. sehr zweifelhaft. Einige 
Rechten, stellt einen Kopf vor und ist nur halb halten es für ein Weh! Mante n ,s_ "dem S  
sichtbar. qu. Fol. Br. 200 milL, h. 151 mill. gen es Es, von Pouaruok, im? i .2,  d a 
33) Zwei ionische Pilaster mit weissen Arabesken Gio; Am da Bresciaj] Baljtsch l all) es e": 
auf schwarzem Grund. Auf dem Pilaster zur Lin- erblikken äarin eine Ärbeit des u; assavan 
ken sieht man unten eine Tritonin mit ihren   0m Andre? 
.  J ben einen Harnisch und darüber auf {eh kann keme von flfm Oblgfän Benennungen für 
ungen" 0 ' richtig halten. Freilich weiss ich zu dem frag- 
   lichen B1. keinen Namen anzugeben, glaube 
einem Tafelchen das Zeichen: 757A7 aber den anonymen Autor in einer Anzahl Stiche 
Der Pflaster zur Rechten stellt unten Akanthus- zu erkenne!" dm theus dem zoan Anfireä thells 
 blätter und Rebenlaub, oben ein Palmblatt vor. dem qmvi Alm da Bregenz Zugeschnehen. web 
FOL Fast V_ NQ 49_ den , in ihrer technlischsngBehandlung Jedoch 
34) Zwei ionische Pilaster mit Arabesken. Auf dem eine Solch? Glemhnflasälgkelt zelgem dass man 
einen Pilaster befindet sich in der Mitte die In- {naht llmhln kau? S16 Fmer und derselbe." Hand 
561"" AB  "M "bei" m" 6mm Täfel- 3211353331 Yäi ätiäifä; 33182115132" Ähiliie 
 2 
eben das Zeichen I 3 .A . Auf dem am lich noch äierätüäkekdile Sälülllilltlßh nach Zeijch- 
nungen o er up ers ic en an egnas gear ei- 
dern Pilaster sind die Arabesken aus Laub ge- tet sind: dlß III. Fülllillß mit (18! hl. Elisabeth 
bildet und existirt keine Inschrift. Fol. So be- 11m1 dem kleillßfl Johannes, Wclcher dem Christus" 
schrieben bei Paw V_ N0_ 47_ kinde eine Blume überreicht (von Bartsch, XIII. 
35) Arabeskenfüllung. Unten ein bärtiger kleiner Nc- 51 und von PaSSßWIlc als cln HßuPtWcTk des 
Kopf mit Lorbeer bekränzt Auf einer Tafel die Giov. Ant. da Brescia betrachtet], die Grablegung 
Inschrift: HBNEAS TROIAS. Unten in der Mitte (Weiter "man No-  die Herrschaft dcY Dumm" 
heit (weiter unten N0. 7) und die vier tanzen- 
dasZeichen:  A  Fol. So beschrieben gegnferälälgtgrfäitäre Hätten] No. 93x.  12er. unbä- 
a s r 1c e ersc ein nirgen s 
bei Pan, v_ NO_ 53_ als origineller Künstler, _der seine eigenen Er- 
findungen stach; er arbeitete immer nach frem- 
 Y 
B. Zweifelhafte und falsch zugeschriebene Blätter.  1,12231; gilläigääälciulägä 85:32, äläisäaäiltääläizlh 
1) Maria reicht dem Christuskinde , das sie auf von welchen er die gelungensten Kopien lieferte. 
ihren Armen hat, die linke Brust. Halbe Figur, Offenbar bildete er sich nach Mantegna; denn 
3A rechts. S. B. 6. seine Bll. bieten (eine der Stechmanier dieses 
Unbezeichnetes B1. Passavant hat verwun- Meisters ähnliche, nur etwas breitere und offe- 
derlicherweise bei diesem Stich nicht angemerkt, nere Behandlung. Die Schraftirungen sind mit 
dass er nach einer Zeichnung des L e o n ar d 0 da einer einzigen Lage von schrägen Parallelstrichen 
Vinci ausgeführt ist, die mehrmals in Form gebildet, aber ohne die dazwischen angebrachten 
von Gemälden vorkommt, von welchen das ehe- feinen, etwas schiefen Mittelstriche. Eine zweite 
dem in der Galerie des Grafen Litta zu Mailand kreuzende Lage von Strichen findet sich in sei- 
beiindliche Enemplar für das Original gilt. Was nen Bll. ebenso wenig als in denjenigen Man- 
den Kupferstich anbelangt, so ist die Ausfüh- tegnafs, und ist da, wo man sie antrifft, das 
rung nicht von der Art, dass sie über die Kräfte Resultat einer späteren Ueberarheitung. In der 
deS ZOEII Andrea hiläallsgcllfi; aber; man hat des- Ungründlichkeit der Zeichnung, in der Kraft des 
halb kein Recht, Sie icscm üäst er bcilulcgen. Ausdrucks in der künstlerischen Einsicht des 
Machwerk und FormenVGIStäIIdHiSS Sind Schwach; Stichs bleibt er sehr hinter seinem Vorbilde zu- 
sie erinnern sehr an das Brustbild des unbärti- rück; diese Mängel theilt er mehr oder weniger 
gen alten Mannes, welches Bartsch (XIII. N0. 23] mit allen gleichzeitigen Kopisten Mantegna's, vor 
und Passavant (V. N0. 23) mit vielem Unrecht welchen er aber den entschiedenen Vorzug einer 
dem Mantegna zuschreiben. Stichweise und eigenthümlich festen und saubern Grabstichel- 
Zeichnung haben Nichts von diesem grossen arbeit voraus hat.  
Meister, und der Typus der Gesichtsbildung ver- 3] Die Grablegung. qu. Fol. B. 3. 
räth auf den ersten Blick, dass ein Vorbild von Unbezeichnetes Bl., gegenseitige Kopie von 
Leonardo da Vinci zu Grunde liegt. Dieses Brust- M antegn a's berühmtem Stich dieses Gegen- 
bild und die in Rede stehende Madonna sind allem Sßßndßß (B. XIII. N0.  Im Original steht der 
Anschein nach von demselben Kupferstecher, im Schmerz laut aufschreiende Johannes rechts, 
 der seine Bll. nicht bezeichnete , aber eine cha- in der Kopie links. Bartsch macht dazu die Be- 
rakteristisch zahme Art des Vortrags an sich merküng, dass diese Kopie gut gearbeitet Sei! 
hatte: das Kupfer ist bei ihm nicht scharf ein- sie verräth in der That eine achtbare Werkmei- 
geschnitten , sondern gleichsam nur angekratzt, sterhand. Selbst ein rnittelmässig geübter Dilet- 
wie geschabt, so dass man von seinen Platten tant, der nur etwas aufmerksam dieses Bl- mit 
immer nur matte Abdrücke antriift. den authentischen Werken des Zoan Andrea
        

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