Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1599637
And-reß e" Vanni du 693 
n der Sammlung der Akademie zu Siena wird Andrea. An dre a Man fredi von Faenza, 
am eine Geburt Christi mit vier Heiligen zuge- der 13. General des Serviten-Ordens,  zu Bo- 
chrieben, die vielAehnlichkeit mit einemWerke logna 1396, soll sich als Baumeister ausgezeich- 
es Bartolo di Fredi haben soll; eine gleiche net haben. Dass er 1375 die Servitenkirehe Sta 
Terschmelzung der Stilarten beider Meister Annunziata in Florenz gebaut habe, wie Rieci 
laubten Crowe und Cavalcaselle an einigen Ge- mit Bezugnahme auf Gianni behauptet, wird 
nälden imRathspala ste zu Siena wahrzuneh- freilich in der Quelle, worauf sich dieser beruft, 
neu. in Neapel wird nur eine Madonna im nirgends gesagt. Jedenfalls gehört die jetzige 
Lönigl. Museum als sein Werk angesehen. Doch Gestalt von Sta Annunziata einer jüngeren Zeit 
IOlSSlS es, dass ein Fliigelaltar der Kapelle Minu- an. Er gründete aber Sta Maria de' Servi in 
oli im Dom daselbst, auf dem man den Ge- Bologna sowie die Servitenkirchen zu Fa- 
zreuzigten und Maria lllagdalena sieht (also wol enza. seiner Heimat , und zu Rimini. Dass er 
ein Noli me tangere), der ein Vermäehtniss des dabei auch als Baumeister thätig gewesen, geht 
412 gestorbenen Kardinals Enrico Minutoli sei, aus den betreffenden Mittheilungen nicht her- 
md eben so einige Fresken in einer Kapelle von vor. Doch gilt er dafür bei derjenigen zu Bo- 
3. Domenico, die dem Simon von Neapel zu- logna, die 1388 begonnen wurde. Er selbst hat 
geschrieben werden, viel von der Weise des An- jedoch nur den Chor und 1392 den Portieo de" 
lrea haben. Servi vollendet; ausserdem schreibt man ihm 
Andrea ist nach dem, was man von ihm kennt, die Zeichnungen zu den Chorstühlen zu. Diesem 
m Ganzen auf dem Standpunkte eines Genossen Bau scheint Sta Maria de" Servi zu Padua, ge- 
les Bartolo di Fredi stehen geblieben. Zwar, stiftet um 1340, zum Vor-bilde gedient zu haben. 
lass er sich mit handwerksmässigen Betriebe Dass Fra Andrea einen Namen als Baumeister 
wie Malen von Fahnen und Bemalen von Bild- hatte, erhellt aus der Anweisung, welche Anto- 
aiiulen, befasste, würde ihn in jener Zeit aller- ni0Vincenzi(s. diesen) erhielt, 1388 die Risse und 
iings nicht herabsetzen. Allein seine Altartafel 1390 das erste Modell zu S. Petronio in Bologna 
in S. Stefano wird nicht günstig beurtheilt, und nach Andrea's Anordnung und unter seiner Lei- 
eben so ungünstig ist die Beschreibung eines hl. tung auszuführen. Auch wurde er 1390 von der 
Sebastian, den Della Valle noch im Kloster obersten Behörde der Stadt ersucht, den Grund- 
S. Martino zu Sicna sah , der aber wahrschein- stein zu dieser Kirche zu legen. Fra Andrea ist 
lieh nicht mehr erhalten ist. Die Unsicherheit im Chor von Sta Maria de' Servi begraben, und 
in Andrea's Bildern zeugt von einem Künstler, ein Denkstein mit seinem Bilde wurde 1414 dort 
der sich nicht von überlieferten Kunstformen aufgestellt. Derselbe ist 1663 in die Nähe des 
frei machen kann, und an dem Umschwunge, Hochaltars versetzt werden. 
der sich in seinen Tagen vorbereitet, keinen s. Gianius, Annales Fratrum Servorum B. M. V. 
Theil nimmt. Ed. 2. Lucae 1719. 1. 333.  Ricci, Storia 
Uebgf mghyere andere Meigtel- (leg Namens della Archit. in Italia. II. 284. 29T. 317. 352.  
Vanni, deren es sowol in Siena als in Pisa gab 11 Bolognese istruito. _Bo1. 1'950. p: 71.  
und die wahrscheinlich zum Theil mit Andrea Sch "um" Gesm der Md" KEÜT"Sä:,'  6202 
verwandt waren. s. Vanni.   g T.  
s. Della Valle, Lettere Senesi. II. 140.  Andrea" An drea da Gemona (unwelt 
yiilanesi, Documenti senesi, 1_ 31_ 40_ 49, Udine), Bildschnitzer und Maler daselbst in der 
29-1. 307. 345. II. 36.  Rosini, Storia della zweiten Hälfte des 14. Jahrh. Von ihm ist ur- 
Pitt. Ital. II. 185. Dasßlbst auch Abbildung kundlich bekannt, dass er 1391 ein Altarbild für 
der 111- Kaßhiwilla iäs- 11011222304?) S 9h 13m5 e: S. Maria della Pieve zu Gemona zu malen unter- 
"   drbild. ünse.   rowe   
ifiibdht) asralcaselle, Gesch. der ital. Malerei. nahnl Dasselbe" von geringem Werth 1st noch 
1. 264. n. 322-325. 345. erhalten- 
Fqg W_ Ungeqg s. Crowe u nd Gavalcaselle, History of Pain- 
Andrea. Andrea da Bologna, mittel- fing in North Italy. II. 175. x 
massiger Maler, mit dessen Namen eine Maria 
mit dem Kinde an der Brust von 1372 in der Andrea" Andrea del Cftstagnor Maler, 
Kirche del Sacramento zu Pausola unweit geb- 1390 und so gfinannhwell er auf de?! Land" 
Macerata, und ein grosses Altarwerk von 1369 gütßhen Ca-Stßgnß 1m Geblet Mngellß bel FIOTQPZ 
im Hospital Fate bene Fratelli zu Fermo be- geb- oder dort (10911 aufEeW-if-Chsen War? Von 31' 
zeichnet ist. Beide sind in der miniaturartigen tefen Autoren 311011 Andrelno 86113111171  
und dabei der umbrischen Schule verwandten 
Weise deg Vitale von Bologna, gehalten, I. Das Sagenhafte in seinem Leben. Stellung in der Kunst 
s. Schn aase, Gesch. der bild. Künste. III. seines Zeitalters. Charakteristik. 
59T TÜOTQWE and Cfwalßaselle? Hismy Von ihm berichtet die Ueberlieferung, dass er 
oi Pamtlng in Italy. II. 208. die ne M 1  1 h D  Ven 7. 0 
Abbildun g einer hl. Katharina aus dem Gemälde ue _a' Welsev We 0 e Omenwo  e Jan 
n. Fermo bei Rosini, Storia della Pitt. m1. Atlas. aus Vßnßdlg gebracht hatte. aufs Hßßhm be- 
Ta, 227, wunderte und Nichts unversucht liess, um das 
Fr. W. Ungar. Geheimniss derselben zu erlangen. Domenico,
        

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