Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1599625
692 Andrea di Gecco 
692 Andrea di Oecco  Andrea di Vanni d'Andrea. 
lung seines Sohnes Fili p pino ebenfalls am sandtschaft nach Avignon Theil, die denselben 
Dombau betreffend, bei Nava. Zweck verfolgte. Auch in Florenz war er in 
s. Trenta, Memorie e Documentidi Lucca. VIII. demselben Jahre als Gesandter der Republik. 
  DlSCOTSO accademico Sllll, IStOTlB. lette- In dieser  muss er auch in Neapel gewesen 
i'm? Plsami- Plsaq 1787- P- 92-  Zaf": sein; denn er malte die Marienkirche im Kastell 
ggäiiieäkilg  "83  Navai Memorle e Casaluce bei Ayersa aus, die von dem Grafen 
   w-  .  
1    
Andrea. Andrea di Cecco (di Rinaldo), von seinen dämgfm Gemälden wird die Tflfel 
Baumeister und Baufiihrer am Dome von Orvieto des Hauptaltms mit Mama und dem Chrlstklndß 
      so wie eine romanhafte Geschichte aus dem Le- 
um die Mitte des 14. Jahrh. Milanesi hat sein      
Testalnent vom 25 DeL 1360 veröffentlicht.  ben eines ritterlichen Heiligen vom Geschlecht 
Er ehörte kdenfäns zu den angesehensten der Balzo hervorgehoben. Andrea befand sich 
Meisglfern dieJdainals an dem grossen Bauwerke dann wieder als Gesandter der Republik 1384 
das seiner Vollendung entgegenging, beschäftigt bliim Palistlä. in Neapälllq im flolggngen Jahre 
waren" er war in dem Rathe der mit Orcagna ging er lt  lesen] nac 006ml. Pater 1st er 
    '   wieder in Siena als Maler beschaftigt; am 30. 
(Andiea di Cione) unteihandeltc, sowie bei dem A 1393 q _ f "ü. l. h P1  
Bankett, das diesem zu Ehren 1359 in Orvicto uglh Wulää 416V O entlä emG gtze e"! 
v" b d  von .1 m gema es apnen  es ra en von 
bete 132122151 Documeiiti Senesi. I. 259.  Vntu ausgestellt qen dle Sleneger gedungen 
 Derselbe ,im Gicrnale storico degli Archivi hattelu die Flolentlner zu belmegem Dann 
vlvoscani. VIL 100 f_ malte er 1398 eine Altartafel in S. Francesco 
r und für die Ehefrau des Stifters ein hölzernes 
A m. . A d. d- V  dlA d . (er Kruzifix, das er auch selbstgeschnitzt hatte, 
selbst säieibtnmäiiglgädre:Ganniflablgiäuch endlich 1400 eine Altartafel in S. Stefano. In 
Andrea Vanni), Maler zu Siena, der grössere Be- dfffl Reehnungsbiißlißm ist er zuletzt 1413 er- 
deutung durch seine politische Thätigkeit, als Wahntj er muss bald ilßYM-ßh ßHSWarts gestor- 
durch künstlerische Leistungen erlangte. Aus ben Pelniflgtäeln Zeiäläriftamiliengrllft in S- D0- 
einer Malerfamilie entsprossen (sein Stammbaum menlco m9 lge e z 15  
bei Milanesi, s. Literatur) und wahrscheinlich Ueber seine Gemälde geben zum Theil Auf- 
um 1332 geb, ging er 1353 ein CQmpagnie-G-e- zeichnungen des Tizio in seinen ungedruckten 
schäft mit dem Maler Bartolo di Fredi ein, mit Hißtüriße 38119118? Iällskllgi, die dieSW aus 
dem er vielleicht bei den Lorenzetti gelernt einem B110 6 V0I1 I1 T9335 811d gßäßllöpft hat 
hgttg Man findet; seinen Namen dann in dem (mitgetheilt lIl den Lettere SGIIGSl und in (1811 
Verzeichniss von Mitgliedern der Malerkunst 1300111116115 Sellßßil- Allsßefdem berichtet Sein 
hinter dem Breve vonD1355 und in den Maler- Ffexilßlü de!" Notar Seikgiilßltßfano (ilrluidilll (Wie 81' 
rollen von 1363 und 1398. Im Dom von Siena im PC iViO Stürico   39- 41 ßiSSi) Oflßrdi 
malte er seit 1367. Dort war er 1370 am Gewölbe G311") (Wie die Letters Senesi U. 141 Sellrßibßill, 
mit Antonio di Francesco von Venedig (Antonio dRSS er V09 Andrea im D013 in der Kapelle des 
Veneziano) beschäftigt, 1376 wurde er als Leiter J acobus intercisus die lll. Katharina von Siena 
der Arbeiten am DQm wegen der dorgigenwanq- habe malen lassen. Nach Tizio stand dieses 
malereien zu Rathe gezogen und 1380 malte er Bildniss mit verschiedenen andern Darstellungen 
mehrere Figuren an der Domfassade. Seine po- in Verbindung, Wßrllnißf ein kreuztl'ageildel' 
litische Thätigkeit beginnt 1368 mit der Theil- Christus war, von dem die Sage eine, dass der 
nahme an der Vertreibung des Adels; seit die- ewige Jude, als er durch Siena gekommen, den- 
ser Zeit bekleidete er ansehnliche Stellen bei der selben für vollkommen ähnlich erklärt habe. 
Republik. Er war 137 0 unter den Prioren, 1371 Guidini war ebenfalls ein Anhänger der Katha- 
Gonfaloniere (Bannerherr) der Abtheilung uon rina, und Andrea hob 1380 seinen Sohn aus der 
S. Martino, für die er im folgenden Jahre eine Taufe. Dieser soll die lll. Katharina noch öfter 
Fahne malte, 1372 Gesandter in Pisa, 1378 Syn- gemalt haben. Doch ist von alle dem nichts er- 
dikus bei der Senatorenwahl, 1379 Volkshaupt- halten, dilß ein Sei" ulleffmlisß Bild der Heili- 
mann (Capitaneo del popolo) und sass 1380 wie- gen mit einer Tlonne, die lllr die Hand küsst, in 
der unter den Prioren. Um diese Zeit soll er ihrer ldapelle in S. Domenieo zu Siena. Nach 
eine Altartafcl für S. Martino gemalt haben, einer altern Anmerkung zu Guidini sollen sich 
Auch sind aus derselben Zeit Briefe der Katha- noch verdorbene Gemälde von ihm in der Ka- 
rina von Siena an ihn erhalten, in denen sie ihm pelle S. Corporale im Dom zu Orvieto, ferner 
von Rom aus Ermahnungen in Beziehung auf einige _Theile eines Bildes, das er1391 für das 
die Handhabung des Regiments sendet. Er ge- Oratorium delllAlbcro di S. Francesco vor der 
hörte zu den fanatischen Anhängern dieser Hei- Porta Ovile zu Siena gemalt hatte, eben dort 
ligen, und wie sie sich persönlich bemühte, den befunden haben. Sein Hauptwerk ist eine Al- 
Papst zur Rückkehr von Avignon nach Rom zu tartafel mit einer Madonna und mehreren Heili- 
bewegen, so nahm Andrea 1373 an einer Ge- gen in der Sakristei von S. Stefano (zu Siena).
        

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