Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1599605
Q 
Eduard Prosper Andrä 
Andrea Tafi. 
Andre. Eduard Prosper Andre, Arehi- A. etwa 1213 geb; eine Angabe, die durch die 
tekt, geb. in Brüssel am 10. Febr. 1827. Er be- Register der Gilde der Barbier-Chirurgen, wel- 
suchte daselbst die Kunst-Akademie 1845-1848 eher in den früheren Jahrh. zu Florenz die Ma- 
und war dann vom J. 1852-1863 bei der K0m- ler zugetheilt wurden, widerlegt und berichtigt 
munalverwaltung in Brüssel angestellt. A. lie- wird. Wir finden daselbst unter dem J. 1320 
ferte die Pläne (die von Kenntniss und Geschmack den Namen: Andreas vocatus Tafus, oliin Ricchi. 
zeugen) für die Kirchen von Hatrival, bei St. Tafi gehört also nicht, wie Vasari annimmt, der 
Hubert (1866), von Pusscinange (1869) im Spitz- ältesten Periode an und ist vielmehr Zeitgenosse 
bogenstil des 13. Jahrh., zum Schlosse von Poix der Gaddo Gaddi und Cimabue. Noch ein 
in den Ardennen (1867) und andere. anderer Punkt in Vasarrs Bericht von An- 
111W- Pinchan- drea's Leben ist anzuzweifeln: dass dieser näm- 
Andre. R e n a r d d e S a i n t  A n d r e s. lieh, um die musivisehe Arbeit zu erlernen, 
Saint-Andre. nach Venedig gegangen sei, wo griechische 
     r Kir h  Mar 
    
3  ' Kunst sich angeeignet, sondern auch einen 
Andrea. Andrea Guvina in Spalato, Ma- Gi1e.chen' Nsmfns Appolionlus" bewege? hlabm 
ler, schnitzte um 1214 (nach einer handsehrift- 11111111); mm F 01T? Zub.?än1g1?.' Wo sle (a? 
liehen Notiz) die hölzernen Thürflügel am dorti- e inosägmä] alä geqä e  aäen ätumk  
gen Dom mit 14 Darstellungen aus dem Leben d 45113;? tilr a8 OS? fsowleN an. tllc hfm 
Christi auf jedein Flügel, eingerahmt von Ara- dfarens fpes lgilnglaggnzg flägenlt lau 18.1210 3513 
besken. Diese Reliefs sind zwar inkorrekt, aber ASS Jktdrcoäm  gar 811111 k 0132m 5?- 
lebendig und reich koniponirt, die Figuren von äm 1mm. 1311111 92911111 11121211 ä d"? ppof 
charakteristischen Bewegungen. ßmäs 1m   a? P1901, 011211 uius 53.011,16 
s. Eitelberger in den Jahrbücliern der österr. m en Rechnungsbucheln des: aptlsteilunls 
Central_o0mnüssi0n_ v_ 244_ und Tat m  vor, w0_ Andrea ebenfalls arbeitete. Allein uin 
Schnees e, Gesch. der bild. Künste. VII. 696. (nehllluslfgrläsgrge gäben zu tälrlenäig 111511102319 25m 
FR W_ U" m nie n. n cig zu ge en, iei in or nz 
Andrea" Andrea, Glasmalel. am Begingn des selber. ein schönes Beispiel derselben im Chor 
13. Jahrh., ein geborener Pole und Mönch in der Klrfihe 8' Glovannl vom J' 13') von d? 
Pisa, malte nach Tronci (Annali Pisani zum Hand emes Fm Jacopo befand? 111m das? m 
J_ 1222) ein Fenster im Chor von Smh Oaterina, Florenz, der Hauptstadt Mittel-Italiens, diese 
an dem sich die Wappen der Mastiani und der Kunst im Laufe eines halben Jahrh. verloren 
Gualfreducei befanden (nicht mehr vorhanden). gegangen Sei? SDÜÄlSt nicht ällzilllällräftlll.  
mm 1' 35a U_ beide Zeitgenossen waren, sowie die andere, 
Andrea. A n d r e a L 0 in b a r d 0 soll nach da? elxlem äacfplg da gonga bel derpliulsm" 
mündlichen Mittheilungen des Prior Seapueci zu so en ussc muc ung es Omas zu 15a ge' 
Pistoja ein bedeutenderßildhauerinToskana (um holfen habe   
1270) gewesen sein, aus dessen Schule namentlich A13 11215 Werk T3513 81113 0111 T11011 (10r 11105111" 
der Meister der Kanzel in S. Giovanni fuorcivitas 11011 111 11er K11PP01 der 110111111311 0110 13111111" 
zu Pistoja hervorgegangen wäre, Die von S03- steriunrs) zunFloi-enz, die Jedenfalls von ver- 
pucei versprochene Publikation derurkundlighen sehiedenen {landen herruliren. Sie stellen Gott- 
Beweisstiicke ist jedoch nicht erfolgt" die er- Vater   111111 
wähnte Kanzel, von Vasari einem Deutschen zu- 1511186111, (18111311153913 C118 11111013101111115 _111111 11113 
geschrieben, ist offenbar aus der Schule des Jüngste 130110111, Szenen aus der Geschichte Jo- 
N iccolö Pisano hervorgegangen und rührt, nach 5095, der Peldßllßgeschiehte, dem Leben Johan- 
einemDokument im Archiv Zupistoja, von einem nes des Taufers u. s. w. Die altestc dieser Dar- 
Meister Giiglielmo (vielleicht identisch mit Fra 5101111113111, Gfmfvaterw 1'1f'_e101101' 3011110 111111 
Guglielmo d'Agnello) her; die Inschrift des Denk- Mond 50113515 19t-1ef1enfa11f1 1111301 015 C110 110105" 
mals selbst ist unleserlich. 311110 Ggimgoilgäggxgsnodsäm Juägäten 111011101111)? 
    (10 in  ein a zusc rei  
5' gualääägbgüäläilägläggflisäß2111i: 7E Iluääff Diese ist in den Verhältnissen nnförmlich, der 
steh Beiträge am p_ 21_  Schnaase, grimmige Ausdruck des Kopfes verzerrt, die 
Gesch. der bild. Künste. VII. 319.  Tigri, verwlßkeltß Gewßndvng überladen, Zeichnung 
Guida da Pistoja. 1854. p. 223. der Hände und Füsse von einem Ungeschick, 
11- von Zulm- das an die Kindheit der Kunst erinnert. Wie 
Andrea. Andrea Taf i, Maler und Mosai- Vasari erzählt, war der Urheber dieses Werkes 
eist zu Florenz, von Vasari als der erste iioren- die Zielscheibe seines eigenen Schülers Buifal- 
tinische Maler bezeichnet. Da ihn dieser im Al- macco; und in der That zeigen sich hier alle 
ter von 81 Jahren 1294 gest. sein lässt, so wäre die Fehler einer herabgekommenen und erstarr-
        

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