Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1593028
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Alessa-ndro Abondio  Abraham. 
Auch dieser Alessandro hat, so scheint es, Abraham. Abraham von Leyden, Glasma- 
vom Vater angeleitet, sich an der Antike gebil- ler in Köln 1394.  
det und namentlich durch seine "Contrafatew in s. Merlo , Meister d. altköln. Malerschule. 1852. 
gefärbtem Wachs viel bei Rudolf II. und ande- p. 192. 
ren Fürsten gegolten. Er gleichfalls habe ihre F1. W. Ungar.  
Bildnisse in nMedaglien und Gnadenpfeuige" ge" Abraham. Frere Abraham von der Abtei 
bracht (Sandrart); war er des jüngcrn Antonio Qrval, S_ Jean Henri Gilsom 
Sohn, so übte auch er also die Kunst des Vaters.  
In München verfertigte er unter anderm das be- Abfilllßlll- Guillaume und Pierre Abw- 
rühmte (lebensgrosse) wächserne Vesperbild, ham, Maler von Rouen, finden sich bei den 
3131-13, den Leichnam Christi umfassend, das Unterzeichnern der Malergemeinschaft dieser 
gegenwärtig Eigenthum der lateinischen Kon- Stadt, (1611 17- September 1631. 
gregation daselbst und in der Dreifaltigkeits- s. Archives de Part frangais. 
kirche aufgestellt ist; eine Arbeit von wirkungs- J. J. Guiärey. 
vollem Ausdruck und vortrefflichcr Modellirung. Abraham. Jakob Ab r ah a m (auch Abra mf, 
Das Werk war von dem bekannten Erzgiesser A. I. A. geb. zu Strelitz 1723,  zu Berlin 
Hans Krumpper aus Weilheim erworben worden, 17. Juni 1800, Medailleur ußteinschneider, arbei- 
der gleichfalls für jenen Kurfürsten Maximilian tete über 50 Jahre an den Münzstättgn zu Stettin 
arbeitete und von ihm Besoldung bezog; später- (1752), Königsberg ( 17 57 ) und Berlin. Er begann 
hin hatte es ein Verwandter desselben der 1635 als gewöhnlicher Wappcnstecher und brachte es, 
errichteten vmittlerenß Kongregation geschenkt, ohne zeichnen und modelliren zu können, doch zu 
von welcher es dann gegen Ende des 18. J ahrh. Arbeiten, so gut sie in der damals mangelhaften 
in den Besitz dcr grossen lateinischen Kongre- Stempelschneidekunst überhaupt zu Stande ka- 
gation iiberging (Mittheilung des Prof. A. Kuhn men. Unter seinen Denkmünzen sind als die bes- 
in llrIiinchcn nach Urkunden dieser Kongregation). seren zu nennen: diejenigen auf die Siege Frie- 
Das schöne Bildwerk ist von C. G. ab Amling drich's des Grossen im siebenjährigen Kriege, 
1677 gestochen worden. Unter den in Bayern insbesondere den bei Torgau crfochtenen, nach 
gefertigten Bildnissen dieses Meisters werden Ramlefs Erfindung und MeiFs Zeichnung; die 
noch hervorgehoben das des Dr. Paul Freher Medaillen mit dem Bildnisse des Fürsten Potem- 
und seiner Frau in Nürnberg, sowie das sei- kin und der Festung Otschakow: Otschakovia 
nes Schülers Johann Mannlich, der 1635 in Expugnata; zum J ubelfeste der französischen 
Augsburg als Wachsbossirer thiitig war und spä- Gemeinde zu Berlin am 10. Juni 1772, nach dem 
ter in bayrische Dienste kam (früher bei Paul Entwurfe von D. Chodowiecki; mit dem Bild- 
von Stetten in Augsburg). Ausscr jenem Ves- nisse von Sigmund van der Heydc, dem Verthei- 
perbilde ist uns noch ein trelfliches Werk diger von Kolbcrg 1760. 
von ihm erhalten, in der AmbraserRSaglmgiluiilg S_ P1115511, Kignst1er1ex_ {L 2_  schlich 
zu Wien: das eharnischte Bildniss u o s  eysen, Erkl. der Abkiirz. p. 144.  
in halber Figfr, Flachrelief von mehrfarbigem ' W. Schmidt. 
Wachs auf einer runden Glasscheibe von 41h" Abraham. Abraham, Architekt. Von ihm 
im Durchmesser; auf der Rückseite eine stehende ist nur bekannt, dass nach seinen Plänen die 
Siegesgöttin, neben ihr zwei gefesselte Türken Kirßile deS alten Kapitels von Leuzc im Henne- 
mit allerlei Kriegszeug, dabei die Ueberschrift: E5311, Welche 111 1111er ursprünglichen gothisßhen 
Victoria Dacica. Die Darstellung kann sich nur Gestalt (11113 dem 13- Jßhrih) 1741 abgebrannt 
auf die Wiedereroberung Siebenbürgens 1599 W511 , 1742 Wieder aufgebaut W111'1i6- Sie iSt in 
oder die dortigenEreignisse imJ  1603 beziehen; ihrer 11911911 Form eine der 3155911311 Belgiens. 
in beiden Fällen muss das Werk vom jüngeren Das Aeussere ist sehr einfach, die innere Anord- 
Alessandl-O sein. Es kommen auch eben solche nung aber von sehöncrWirkung. Die drei Schiife 
juedainen vor; Qffenbaf hat jenes Waghsgebilde sind von zwei Reihen gekuppcltcr dorischer Säu- 
(13111 als Modell gedient. 18111 äbildet; iibcr dem Hauptaltar der Kreuzung 
s. Sandrart, Teutsche Akademdie, Nürnbf. 1375. Letztere auch in Chor und Kreuzschiff. 
II.  an emange. .s. ,    ,  
die Quellenang. bei, Antonio Abonldirä -h J. G. änsigääiäyiläil;cäldfilidiielliitbstofgäge ilixällildtecture 
Schla erim Archiv für österreic  ese ichts  v  r       
m Jaiirg. m. v. M.  Lipowsky. bai- haäfgäfiäiär? iiilieäefniiaeiiiei1133i 31? ' 
risches Künstlerlexieon.  Ed. v. Sachen, dessen Vorname vielleicht Ablf 1 
Kiinstwerke u. Geräthe des Mittelalters u. der Re- 'J Meyer 
naissance in der k. k. Ambraser-Sammlung in Orig.    
Phot Wien 1864 n. 122 R räbrahäm. Tal; cr e d e iäb rah am , Maler und 
J_ Me  a irer er neu ranzös. r chule, geb. zu Vitre 
 y (Dep. Ille- et-Vilaine") v. Jan. 1836, Schüler von 
Abraham, Bildhauer, s. Awram. J. Noel und Nazon. Er ist seit 1864 mit Land--
        

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