Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1598902
620 Miohel Angelo Amerigi. 
 
gungen der Art, welche die Kunst auf ihrem Ge- sowohl in der Zeichnung wie in der Färbung. 
biete zu ähnlichen Versuchen veranlasst hätten.  Früher N0. 720 in der Galerie; neuer- 
Es sind in der modernen Kunst Bestrebungen dings unter anderer Bezeichnung? 
aufgetreten, welche denen von Caravaggio ähn- 10b) E benda: Schlafendes Mädchen (in noch 
lich sehen; allein sie unterscheiden sich von kindlichem Alter). Wie das vorige gutes 
den seinigen eben durch jene Absicht, welche Bild aus der ersten Periode. 
sie haben und er nicht hatte. In allen Epochen 11) Sciarra: Die falschen Spieler. Für den 
übrigens, wo die Kunst, nachdem ihre höchste Kardinal del Monte gemalt. s. Text I. 
Blüte vorüber, in Manier verfällt, bildet sich s_ Stiche NO_ 59.41 
gegen diese eine kräftige Rückwirkung, die sich 12) Spada; Die sogcn. Geometrie, ein zer- 
fast jedesmal einerseits auf die grossen Vorbi1- lumptes Mädchen, das lächelnd mit einen, 
der, andrerseits auf die Natur beruft und darauf Zirkel spielt 
eine Erneuerung zu gründen trachtet. Leicht 13) Ebenda; Die hh_ Anna und Maria, d_ h_ 
begegnet esr dass in diesem Rückschläge zu eine Alte, welche Garn windet, und eine 
Weit gegangen wifdl und insbesondere ist Q3" junge Näherin (die Heiligcnscheine wahr- 
mvagglo ' l'on sänem, Naturfl! End d?" lilffdln" scheinlich später aufgemalt). 
ätilfhieiilehgediiisiilatgsleiildsangdieläuzlderstg Gri-zedzöä 14) Eb e nda: Aufstand des Masanienu 
geschritten. Man kann ihn insofern, wenn man In Florenz, Ufl-lzlen: 
dle Wlrkunäen seiner Thailgk?" "ms Auge 15) Christus im Tempel unter den Pharisäern. 
fasst, allerdings einen Revolutlonar nennen. Halblig 5 Stiche N0 15H 16 
Allein erhandelte ausangeborenem Trieb, immer 16) Der Pllarlsäel. zeigt" Chrlstlls den Zink 
seine Kunst im Auge behaltend und erreichte groschen s Stiche N0 17 
ebendesshalb mit dem bedeutenden Talente, 17) Medusenilal"! t in Schild? r A1 f H l 
das er besass, weit grössere Wirkungen, als G s henk dp k l. _l dollgl tl äz" 
seitdem der Naturalismus in den romanischen Ggogshe esF aäflnd; ß gnhe all; an 
Ländern erreicht hat. 119g er man  er c rec aus" 
ausdruek 1st von grosser Kraft, aber nur 
    durch das Grässliche erreicht ("weiblicher 
Verzelchnlss selner Gemalde' KopfimMomentderEnthauptunguls.Stiche 
Nur seine Werke in den namhafteren Galerien sind N0. 63. 
hier aufgezählt, sowie diejenigen von Bedeutung 18) Selbstbildniss. Gutes Werk des Meisters; 
in Privatbesitz. Geringe und" zweifelhaftelläilder noch in dem helleren, goldenen Ton der 
äiäldeniu; diällsräälcfälegs:eTggäckswhtlgt (die G8" ersten Periode. s. Bildnisse N0. 2 u. 3. 
In R 0II1  
1) Vatikan: Grablegung Christi, früher in 
der Kirche S. Maria Nuova. Beriihmtes 
Gemälde des Meisters. s. Stiche N0. 25-36. 
2) Ka. p i tol: Die Wahrsagerin mit dem Jüng- 
ling. Eines der frühesten Bilder. s. Text I. 
3) E b en da: Judith mit dem Kopfe des Holo-i 
fernes (Davon eine Kopie von Artemisia 
Gentileschi im Museum zu Neapel). 
4) La teran : Christus erscheint den Aposteln. 
5) B a rb e ri n i : Lautenspielerin. 
6) B orgh e se : Hl. Familie. Ueberlebensgrosse 
Fig. Früher in der Peterskirche, aus der es 
entfernt wurde, weil es zu sehr einer vZigeu- 
nerfamiliea gleich sah. 
7) Ebenda: Bildniss Papst Paul's V. 
8) B rasch i: Simson und Delila. 
9) Corsini: Madonna mit dem Kinde (vEnt- 
wöhnung des Bambinow). 
10) Dori a: Hl. Magdalena. Bezeichnend für 
den Meister: Die Heilige ist ein hübsches 
Kind, das trauernd neben seinen Schmuck- 
sachen sitzt. 
10 a) E b en da: H1. Familie auf der Flucht nach 
Aegypten; vor ihr stehend ein geüügelter, 
Geige spielender Engel. Eines der schönsten 
Bilder aus der ersten Periode des Meisters, 
19) Galerie Pitti: Schlafender Amor. 
s. Stiche N0. 59u. 60. 
In G enua: 
20) Palazzo Brignole: Auferweckung des 
Lazarus. Eines der namhaftesten Gemälde 
der zweiten Periode. 
21) Pal. Balbi-Piovere: Bekehrung Pauli. 
s. Text III. 
22) Pal. Marcello Durazzo: Petri Ver- 
leugnung. 
In Mailand, Brera: 
23) Die Samariterin am Brunnen. 
24) Hl. Sebastian. s. Stiche N0. 53. 
Beide fast abstossend in der zweiten 
Manier des Meisters. 
In Vene dig: 
25) Akademie: Die Schachspieler. 
26) Von Kirchenbildern befinden sich noch in 
Italien, ausser den schon angeführten in 
S. Luigi de' Francesi zu Rom und einigen 
in Sizilien (auch in Marsala und bei Mon- 
reale), in S. Maria del Popolo zu Rom: 
Die Bekehrung Pauli. Bezeichnend durch 
die Komposition, indem das Pferd die Haupt- 
stelle im Bilde einnimmt.
        

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