Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1598772
Amßläälääläi 
MAEPILÜQSÄQ  
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sem werke auf der Höhe der Inastischen Kunst nicht unwesentlich mitgewirkt habe; doch las- 
in dieser Epoche_ sen sich b1s Jetzt nahere Spuren von einer sol- 
Von der weiteren Thätigkeit des Meisters in chen Wirksamkeit des Meisters nicht nach- 
Ferrara wissen wir nur noch, dass er mit den WBISGIL.    
BildhauernAlbertino undGiacomo Rasconi (nicht Endlich 1st uns noch die Nachricht erhalten, 
Rusconi, wie öfters geschrieben wird) in dem dass der Meister auch zu Perugia in Ansehen 
ßofüciÜ delle Biaderr, beschäftigt war Er blieb stand; er hatte daselbst 148i die Arbeit eines 
wahrscheinlich nicht lange in Ferrara und kehrte ßßlledette Bnghenl, Vvfelehe dleseP (We-nfseheld: 
bald nach Urbino zurück, wo er ohne Zweifel lieh In gebrnnntefn 111011) fnll den nenen Alte-l 
schon damals seinen festen Wohnsitz hatte. des Deines gefertlgt, abzdsehdtzdn-   
Denn schon am 20. März 1473 findet sich ein Auch nachdem so Alles, was auf Alnblegle 
zu Ferrara ausgestelltes urkundliches Schrift- Bennä herben kann, znsnmnlengeetellt werden, 
stiick, das sich mit Sicherheit auf unseren Am- bleibt die Kenntniss des Kunstlers L der Zll den 
brogio beziehen lässt. Laut demselben erhielt vorzüglichsten seiner Gattung gezahltwerden 
A. 70 Dukaten venezianischen Goldes, offenbar IIIIISS, dllrehanß lnekenheft; W11" Wlssen nicht eld" 
für eine Arbeit, die er schon vor seiner Thätig- mal, wessen Schiller er war und auf Welche M61- 
keit im Palaste vollendet hatte. Wie Perkins ster er _se1ber wleder unmittelbaren Elnnnse 
vermuthet, für die Erbauung der Loggia der nbte- Ein neuer Bewele, Wle Vlelee ndeh ddn" 
Strazzaroli (Tuch- und Seidenhändler), wonach kel In der Knnetgeeenlehte der Renfilssadde 1st- 
also A. auch Architekt gewesen wäre. Und Wen dle Identdnlhden Anllbfegle de dyädine 
Das ist Alles , was wir von den Arbeiten des m"? dem Amdrgglo Fmläiclt da, anär tszels .13. 
Meisters wissen. Hat er jene Reliefs ausgeführt, gdndt noch d]? bf" d? ä: t er  On räiäenmgrän 
welche Francesco di Giorgio entworfen und de- ddddldh 110d eile eh, b das (lärh h m 
ren Vollendung in das J. 1482 fallt, so erscheint Cflstefefe hlnteflaSßen a eßtwe oder so ltimhu  
seine Thätigkeit in die kurze Zeit von neun Jah- 151d dld Kunst dds Vatdrsdu Mä u"  130g 91:3) 
ren zusammengedrängt. Dagegen kommt ein Welse ddrsdlbepnstofdlo 3' {X10 181; 91k 
Meister Ainbrosio in anderen Urkunden zu Ur- m"? anderedBddhddefd an ded ussc muliifltlflä 
bino noch am 27. Juli 1494 und am 18. Febr. 1502 des Pdlezne delld Raglddd zu Eduard bes? 3' blg 
vor, und man hat allen Grund anzunehmen, dass w" (3- Llterdtdrr Rldfdl- lddndldblin W11?) den 
es derselbe sei. Am ersteren Datum ist er als gesehen, dass Ambrfdglg 331052 m? 1813m? m ef 
Zeuge genannt bei der Abfassung des Testa- hatte: Wovon der edle O _n äeäto dgxeoäsda 
mentes von Giovanni Santi (er ist auch bei der te1'_ des Fed: Bßneeilebweä, nn d leeeg l 3' im: 
Veröffentlichung desselben genannt: in Gegen- man? zpdngdeonlrNa e en dnhterzäntolnübä_ 
wart rinagistri Ambrosii lapieidae et sculptoris bregle 5  dessen  ddäenäflnw und Ambro io 
egregiir). Er war also mit demselben befreun- lebt- {St fnnlbregle d? n; du; d g  
det; Santi hat seiner ja auch in der Chronik rüh- Bßfeeel elne und lese e] _el'sdnir_ z? dwal 
mend gedacht, sofern unser Meister wirklich der Crlstdfdrd der Bruder des V3 er") "ld 3-11? 6T 
Ambrogio Barocci ist. falls nicht Jung gestorben, da er g eic a s a. s 
noch Sshrßibrsrnsßrre (S- Interne einem  iiwriäiiiei. w. 206. Anm. 2.  
Ambrogio da Urbino die schonenOrnamente Baldinucc i, 0Pere_ IX 32a  Pungi_ 
und Arabesken an der Thürß der Kapelle Eml- leoiii, Elogio storico er cm. Santi.  Gitte- 
Üß-na zu, Welche Sieh dicht an der Kirche S- M1" della, Notizie relative a Ferrara. pp. 95. 659. 
chele auf der kleinen Insel gleichen Namens zWi- 660.  Perkin s, Italien Sculptors. pp. 1_42- 
schen Murano und Venedig befindet; und die 1:14.  Sansoviilo, _Ven_ßliß, C011 Asemnte 
Vermuthung liegt nahe) dass damit Ambl-Qgio di Martiiiioiii. In (Venetia 16632; äBOEZ  12 
da Milano gemeint sei, der ja seinen bleibenden 5011"": ddäa dl Vgifläcgitura  IL   
Wohnsitz in Urbino hatte. Allein diese Kapelle goailäiäzl t 3221m el (fUrbm L '278_280_  
ist erst um 1530 erbaut (s' M0Schini' Literaturh Mariotti, Iyrettere Pittoriche Periigiiie. p. 101. 
zu einer Zeit 3'159 r WO Ambrdgid Sicher nicht Abbildungen von Ornamenten etc. des Ambro- 
mehr thätig war. An der plastischen Aus- gio in: Arnold, Der herzogliche Palast von 
schmiickung jener Kirche S. Michele hat aller- Urbino. lreipzig 18:11;   äolllsä insbe- 
dings (urkundlich) ein Ambrogio mitgearbpl- Sdanflede dm rlrdiafdelröfridses derlnach-Zeiohnun- 
tem und mögliclu ddss dieser. der von sansovlno A lgeri de: [Pfaiicescd di Giorgyio wahrscheinlich von 
angeführte Ambroglo da Urbmm also upser Anl- Ambrogio da Milaiio an der Fassade des Palastes 
bmgid da Mildno, ist) wenn ihm auch nicht (W16 in Urbino ausgeführt worden , in: Pass-eri, 
man früher glauben wollte) die Schöne Verzle- Discorso della Ragione dell" Architettura, und in 
rnng der Thiire und Fenster zugeschrieben WeY" einem besonderen Werke von Bian chini mit 
den kann, da diese von einem Lorenzo da Vene- 72 Taf. 
zia (um 1470) herrührt. Es ist mit mithin immer    Meyer- 
denkbal, dass Ambmgio auch in Venedig Anibrogio. Ambrogro da U_rbino,_wahr- 
thätig gäwesen und zur Ausbildung der deko- scheinlich derselbe wie Ambrogio da Milano. 
rativen Plastik, welche Venedig auszeichnet, S. 11108611-
        

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