Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1598722
602 Christoph Amberger. 
 
gIOBSGI Altar im Chor des Augsb urger D 0 m s , U rk u ndlich e Notizen aus dem Archiv zu Augs- 
bez. A. C. 1554, restaurirt von Eigner. Mitte: bllrg-  Hafldsßhriftlißhe Notizen des KUPfßP 
Maria mit dem Kinde zwischen musizirenden En- gttiiäälgiligäglii- Kiha" auf de! Augsburg" 
geln, darüber die Dreifaltigkeit; Flügel: dieHei-   
ligen Ulrich und Afra , Augsburgs Patrone; 5' 35133211;äimtääioäiläägänlääcärägge?v; 
sfaüel 3 Brflstblldel: de? Helllgen _Afr3w Eutlio" den Nürnberg. 7 Mathematicis und Künstlern. 
Plus, Nmlsßus, Hllarla, Dlonyßlus, Eulwmla, Nürnberg 1130.  Wa a ge n, Handb. a. Gesch. 
Digna. Dieser Theil ist das Beste, die Haupt- der Malerei. I. 277.  Waagen, Kunstdenk- 
figuren sind etwas weichlicher im Gefühl. Das inäler in Wien. I. u. II. passim.  A. v. Zahn 
Ganze edel und fein in Komposition und Zeich-  748111 gghlfbüßherll für Kllnstwißsenschaft. IV- 
nun , kräfti und klar im Kolorit, zeigt den Ein-   
flussg Italien? von der günstigsten Seite. Viel ii A" Wouman" 
Tfäliiilifiiägilflii itdiifqälßiäiiäir 3331311? Di e W "kt d" Meiste"- 
Christus mit den klugen und thörichten Jung; Nur die füracht gehaltenen Werke sind angeführt, 
frauen unter reicher Säulenarchitcktur, in St. Kübel 3110116168? Verliwhlnss" im der bßtrlerlä" 
Anna zu Augsburg (wird in vielen Hand: eit, a e B11 esonäsMelsters aufzullnden, nicht fur 
     andig gelten will. 
buchern irrig als Madonnenblld angefuhrt).  
E b e n da: Christi Verklärung, mit Stifterfamilie, 1' D a t 1 1' t- 
übertrieben in den Bewegungen. Drei kleinere 1) 1532. Bildniss Kaiser Karl's V. Im Institut 
Gemälde von Werth sind Die Dreifaltigkeit, Die der schönen Künste zu S i e n a. Dort unter 
Himmelskönigin und H1. Rochus in der Pina- dem Namen Hans Holbein. s. Text. 
kothek zu München; minder bedeutend ist Das Bild im Berliner Museum (auf Holz) 
ein Fragment, S. Augustinus, im Mu s e um zu ist eine gleichzeitige Kopie. s. Textu. Stiche No. 1. 
Berlin. Eine ihm zugeschriebene Herodias im 2 u. 3) 1533. Wilhelm Mörz aus Lindau und 
Wiener Belvedere ist nach Mündler von Andrea seine zweite Hausfrau Afra Rehm. Beide 
Schub, woran nicht zu zweifeln. Bilder früher in der Kirche der m. Anna, 
Wie seine süddeutschen Zeitgenossen über- jetzt im Maximiliansmuseum zuAugsburg. 
haupt wandte A. sich mit besonderer Liebe der Daselbst unter dem Namen Hans Holbein. 
Fassadenmalerei zu, in der er alle Heiter- s. Text. 
keit und Stattlichkeit der Renaissance entfalten 4) 1533. Dieselbe Afra Rehm, ganz gleiche 
konnte; aber von jenen auswendig in Fresko Wiederholung. Im Museum der württember- 
gemalten "schönen Behausungena, die bereits gischcn Alterthiimer zu Stuttgart (früher 
Saudrart preist, und unter denen, nach P. v. Stet- in der Hasslerschen Sammlung). s. Text. 
ten, Fuggefsche Häuser waren, ist nichts erhal- 5) 1533. Gegenstück dazu; Männliches Bild- 
ten. Auch jene Folge von Bildern, die Sandrart niss, das vielleicht den Bruder der Frau vor- 
rabsonderlich lobwiirdigu fand  nie, sagt er, sei stellt. E b e n d a. 
von Deutschen noch Anderen dergleichen an das 6) 1535. Bildniss eines Mannes in brauner Pelz- 
Licht gebracht worden-drohte schon zu seiner kleidung. Auf Holz, kleine Fig. Bez. 1535. 
Zeit Untergang und ist spurlos verschwunden: di Marzo. Im B elvedere zu Wien. 
die zwölf grossen, in Tempera gemalten Lein- 7) 1542. Matth. Schwartz, Augsburger Bürger, 
wandbilder aus der Geschichte Joseph's, lebens- in schwarzseidenem vorn offenem Wamms, 
wahrunddrastisch in derAuifassung, mitschönen rothem Unterwainms und schwarzer Netz- 
Thieren, Gebäuden und Landschaften. Solche haube. Im Hintergrunds ein Horoskop und 
Darstellung alttestamentarischer Szenen von eine Inschrift, dabei: MATHEVS. svvnnrz. 
rein menschlicher Seite her ist, seit Holbein, für SENIOR. CIVIS AUG SIBI IPSI. r. r. Bei Frei- 
die deutsche Renaissance charakteristisch. Am- herrn von F ries e n in D re s de n. s. Text. 
berger, so wenig wir von ihm wissen, steht doch 8) 1542. Gattin Barbara des Matth. Schwartz, 
als einer von Deutschlands ersten Renaissance- geb. Mangollt. In schwarzem Barett, 
künstlern da; bei ihm schlagen grösstentheils schwarzem Seidenkleid und gesticktem 
die Einwirkungen Italiens gut an; und er bringt weissem Unterkleid. Im Hintergrunde ein 
es zu einem freien Adel des Stils wie wenige sei- Horoskop, darunter die Inschrift: T0  XXI  
ner Zeitgenossen, obwol ein gewisser Manieris- AUG: M. nxnn  BARBARA  DIE  MATHEVSIN 
mus in den späteren Werken nicht zu leugnen SCHWERTZIN  zz  KRAD XXXVJAR. Ebenda. 
ist. Sein von Haus aus treffiiches Kolorit und S- Text- 
seine breite Pinselführung bildet er unter dem 9) 1542- Hieronymus SIIICZCP; lßbßllßgr- Gür- 
Einiiuss der Venezianer und Lombarden noch tclbild von vorn. Der Dargestellte trägtganz 
mehr aus, und in einer Zeit wo Deutschlands be- kurzes Haar, blonden Bart, dunkles Wamms 
gabteste Künstler sich vorzugsweise der Kupfer- mit rothen Aermeln. Links vier deutsche 
stichtechnik zuwenden, ist er der grösste M al e r Verse, darunter: 
unseres Vaterlandes, der bis in die zweite Hälfte nmnonrnus suncznn. SEINES ALTERS 24 
des 16. Jahrh. lebt. m. 1542. an.
        

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