Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1598382
568 Niccolb Alunno. 
Henkersknechte, und sein hl. Franziskus geher- 
det sich mit leidenschaftlicher Verzückung. Und 
weil der Meister die volle Lebendigkeit der Dar- 
stellung noch nicht zu erreichen vermag, geht 
der Ausdruck des Leidens bis zu einer abstos- 
senden Uebertreibung und Erstarrung, die das 
gerade Gegentheil von jener Anmuth ist, welche 
manche seiner Madonnen und Engel haben. 
er Crowe und Cavalcaselle. 
Verzeiehniss seiner Werke. 
1) 1458. Altartafel in S. Franeeseo zu 
Diruta: Madonna auf einem marmornen 
Throne sitzend, zu beiden Seiten anbetende 
Engel; die Heiligen kniend. Der Donator 
trägt in seiner Hand eine Rolle mit der In- 
schrift: Jacobus Rubei de Derueti hoc 
opus  p. a. Am Sockel des Thrones 
der Madonna: NICOLAUS FULG    PINXIT 
MCCCOLVIII. m12    Sehr beschädigt. s. Text. 
2) Fahne für die Brüderschaft von S. Anto  
nio Abate zu Diruta. Auf beiden Seiten 
auf Goldgrund bemalt; sehr beschädigt. Auf 
der einen Seite: der hl. Antonius thro- 
nend mit zwei Engeln, welche über sei- 
nem Haupte die Mitra halten, vorn kniende 
Mönche und oben der gekreuzigte Christus 
mit Engeln; auf der andern: die Gc is s e- 
lun g, darunter die hh. Egidius und Ber- 
nardino. 
3) Kreuzigung und die Hälfte einer Ma- 
donna und eines Evangelisten. Auf Lein- 
wand. Bruehstück. In S. Orispino zu 
A s s i s i. 
4) Fahne in der Brüdersehaft S. Crispino 
dasclbst. Die hh. Franziskus und Klara mit 
einer Anzahl der Brüder unter ihrem Man- 
tel; darüber Madonna, über deren Haupt 
zwei Engel die Krone halten. Auf der an- 
deren Seite : Hl. Rufinus thronend zwischen 
den hh. Viktor und Ludwig; unterhalb zwei 
Szenen aus der Legende des Rufinus. Be- 
schädigt. s. Text. 
5) Fahne, genannt die Fahne der Pest, früher 
in S. Francesco zu Assisi, jetzt in der 
Sammlung Ramboux zu Köln. s. Text. 
6) Altartafel im Dom zu Assisi. Das Mit- 
telbild , jetzt in eine runde Form gebracht: 
 Madonna mit Kind und Engeln; an ihrem 
Throne die Inschrift: PUS NICOLAI DE FULI 
 N0 MCCOGL  Der eine Seitenflügel: 
die hh. Pietro Damasio und Cassiano; in 
dem Giebel darüber Jungfrau und drei Se- 
raphim. Der andere Seitenflügel : der hl. Lo- 
renz und ein Bischof; in dem Giebelfeld 
darüber der verkündende Engel zwischen 
zwei Seraphim. Predella: drei Szenen aus 
dem Leben des hl. Ruünus. s. Text. 
7) 1465. Altar-tafel, in getrennten Bildern mit 
selbständigen Nummern, in der Brera zu 
Mailand. Das Hauptbild: Madonna mit 
Kind in einem Engelchor, bez.: NICOLAUS 
FULGINAS PINXIT MeeeeLxv; ausserdem die 
hh. Franziskus, Bernardino, Ludwig und 
Sebastian. Dazu gehören noch die Giebel- 
felder: Christus am Kreuz mit vier Engeln, 
die hh. Hieronymus , Antonius, Johannes 
der Täufer und ein vierter Heiliger. Die 
Fig. etwa 2,3 lebensgross. s. Text. 
8) 1466. Verkündigung, mit den hh. Phi- 
lipp und Juliana und den knienden Mitglie- 
dern einer Brüderschaft. Mit der Inschrift: 
Sotietas SS. Aiiuntiate fecit Iieri hoc opus. 
A. n. MCCCCLXVI. Auf Leinwand. Bestellt 
von der Brüderschaft der Annunziata, dann 
Altarbild in S. Maria Nuova zu Peru- 
gia , jetzt in der G aleri e daselbst. s. Text. 
9) 1466. Mehrere Tafeln von einem Altar- 
werke, im Museum desVatikans zu Rom: 
sechs Heilige, in der Reihe darüber gleich- 
falls sechs, diese nur als Halbfiguren. In der 
Mitte des Giebelfeldes eine Pieta, Heilige 
und Engel in den Seitengicbeln. Weitere 
vierzehn Heilige in der Predella, darunter 
nochmals siebzehn Weibliche Heilige, alle 
diese nur Halbfig. Bez.: NICHOLAUS FUL- 
GINAS MCCCCLXIIIIII. Das ganze Gemälde 
befand sieh früher in Montelpare. s. Text. 
10) Kleinere Altartafel, ebenfalls im Vati- 
kan; im Mittelbilde die Kreuzigung, in den 
Fliigelbildern Johannes der Täufer und drei 
Heilige; in dem mittleren Giebelfelde die 
Auferstehung. s. Text. 
11) Ma donna del Soccorso in der Galerie C 0  
lonna zu Rom. s. Text. 
12) Altartafel im Monte di Pieta zu Rom: 
Jungfrau mit Kind im Mittelbilde, Heilige 
in den Seitenilügeln. In den Giebeln Cherub- 
köpfe in Medaillons. 
13) 1468. Grosses Altarwerk in der Kirche del 
Castello zu S. S everine. Mittelbild: 
die Jungfrau mit Kind und Engeln zwischen 
den hh. Jakob, Severino, Franziskus und 
dem jugendlichen Hubert. In den Giebeln: 
der Heiland mit Seraphim, Daniel, Jeremiah 
und Verkündigung. Die Predella Christus 
mit Oherubim zwischen zwölf Aposteln ist 
nicht gemalt, sondern in Relief. Bez. : NICO- 
LAUS FULGINAS PINXIT. MCCCOLXVIII. Die 
Malerei ist vielfach restaurirt. Auch dies 
Bild gehört, wie die vorhergehenden (N0. 9 
 zu den untergeordneten Arbeiten des 
Meisters. 
14) 1-168. Doppelbild im Museum zu Karls- 
ruh e, von einem auf beiden Seiten gemal- 
ten Banner in der Kirche S. Gregorio zu 
Assisi. Ursprünglich auf der einen Seite: 
der hl. Gregorius als Bischof auf dem Throne, 
zu seinen Fiissen kniende Männer und 
Frauen einer Brüdersehaft; darüber die Geis- 
selung, bez.: noPUs NICOLAI FUL-GINATI 
MGCCOLXVIII. Auf der anderen Seite: oben 
der Tod mit der Sense (darüber ein Zettel 
mit den Worten: terram teris, terram geris,
        

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