Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1598310
Altobello Melone   Placidus Altmutter.  561 
Noch ist die Frage nicht entschieden, ob Alto- Eggers. 1850 p. 303.  Naumann' s Archiv, 
bello Melone auch in Kupfer gestochen habe. XV1-99-- W sag elf im Kllnstblßtt herausgeg- 
Es findet sich ein Stich (N0. 1), dessen Ausfüh- von Fr- Eggere- 18er P' 255-  
rung wol um 1500 fällt und der ALTOBEIJO. v. F. Wj Schmidt" 
gezeichnet ist; und der nicht bezeichnete Stich Alrellelll" F_ren e e s e euenl e nl e Alle" 
N0. 2isto1fenbar von derselben Hand. Beide sind belle; Maler In der 2; Hejlree des 17' Jenrn- 
nach Ottley mit vielem Verständniss behandelt eneuBltenee 1m Neapelltenlsehen- EI Weruem 
und verrathen einen nicht gewöhnlichen Meister. Sennler e-ee Cerle (ll Reeer fler Selber eln Sennler 
Passavant schreibt sie ohne Weiteres dem Alto- des Meeenne Stenzlenl ln elner neen den Mustern 
bello Melone zu und versucht das V auf den Ven Gelee Ieem und Guerelne gerrlleelllenwelee 
Geburtsortdcsselben, etwa Verona oder Vicenza, maltß- In dieser schon ganz manierirteirKunst 
zu deuten Allein nach Ant Campo (s_ oben) warAltobello wahrscheinlich nur ein schwacherer 
steht fest, dass Altobello von Creinona gewesen, Nachfolger des Rosa , wenn auch, wie alle Jene 
und ist also jedenfalls diese Auslegung unmög- Maler,geschickt133dprliolgniloßltiopundßßhßnd- 
IML 0b aber jene Bezeichnung Altobello auf luiig. Wie unnaturlich sein Kolorit war, erhellt 
den Maler Melone zu beziehen ist, erscheint in- Sehen daraus, dass 61' auch 1m hellen Fleisßlle 
sofern zweifelhaft, als dessen Bilder immer mit Ullrernerln enwellete- zu Demlnlcils Zeit (erste 
dem vollen Namen gezeichnet sind: Altobello Helrle des le- Jellrh-l i der (lejn Meister ein zu 
de Melonibus. Waagen bemerkt von Stich N0. 1, emßses Lßb Spendet, WQIYGIIIVEBIG Gemälde von 
davon sich ein Exemplar auf der Kunstausstel- lnln nn Peleele des Fnreren Blelgnflne zu Neapel- 
hmg von Manchester 1857 befand, es Sei Wahr In der Kirche S. FrancescdSaverio dasclbst ein 
scheinlich ein Unicuni und nach einer Zeichnung nlln von lnlnl Der nl 151m ln Anbetung Vorflern 
von A. Mantegna. Jedenfalls ist der Charakter lnm erschelnenden Christus; emworln das nnrn 
der unten angeführten Stiche inantegnesk, und gens auch von Lnce Glernanngescnetet Wnrde 
wenn dieselben, was iinmerhinmöglich, von Alto- 5' Bern d? I? 01.111011  d? läglgm ein 
belle Melone herrühren, so hat sie derselbe sehr Nero etanh apo l 840- r I I"  ü. 
    
geringe Spuren von dem Einfluss dieses Meisters i? häen ' l zä mikuäc i  end  13:1" d  
bekunden r Kiinstemiln Virieii 11:56? Sjmliiäleii milde Sclhniiiltzzr 
V011 Alt0bßll0 geätßßhßn I die Malerkunst erlernt hatte, übersiedelte er 
1] Vier tanzende Amoretten, welche sich an den 1771 naell lnnsbrllek llnll blieb derb bis ein nein 
Händen fassen. Der zur Linken hält in seiner Lebensende. A- war am vlßlseltls gßblldßtßr 
Rechten ein Band , woran ein Täfelchen mit Künstler, pflegte fast alle Gebiete der Malerei 
nmonnro. y. r. H_. 155 inillim. br. 182.  und malte in Oel u. Fresco, in Gouaehe, Pastell 
Fagjgggyg; Oslggjigglggggglgg;  u. Tuschen; besonders soll er sich in Bildnissen 
110111826. ausgezeichnet haben. Mehrere Kirch en in 
2) Vier Ainoretten auf musikalischen Instrumenten Tir Q1 sind von ihm mit Fresken geschmückt, 
älllelezlön- Ohne Bezelnnnnng- rl- 145 rnnllnr wie die Kapelle im städt. Friedhofe zu Innsbruck 
LNachilne Blanc, Manucl sind diese B11. nach t Wer GrälännKerill gemalte? elleenrlsehen 
einer Zeichnung im Louvre gestochen. lgurengnn  le Ire ernrlenetlrr lnl Sllllleyer" 
3) Der Sklave. Ein an den Fiisseii gcfcsselter jun- lllnle mlr ellleln Gemälde _1m Vierten Plfifßnd 
ger Mann ein Joch auf den Schultern tragend. Über dem Mllslkßhßf lllld 1111i? den Evangßllstßll, 
Er geht nach rechts, blickt aber nach links her- welche den dritten Plafond daselbst umgeben. 
11111- 011110 Belelßhnllnß- H- 7"  br. 4" 9'" C?) Auch das Ferdinand eum in Inns bruck ent- 
Die Zßißhnvnsw diesem Bl- Wurde (lßm MMI- halt von A. Bilder. Im H0 fgeb au de daselbst 
tegna. zugeschrieben. Ottlev (Notices) sowol als sind neun größere und viel. kleinere Wandge- 
äliäääzälslägieen das Blatt mit Bestimmtheit dem inälde in Fresko, ländliche Ansichten undVolks- 
lliervon eine Kopie von Ad am 0 Scult o r e Szenen, Wobel lhm Seln Sohn half"  
(B liggrs in Ottlc In ui "nto th n i 5' C" v' Wurzbach" Biegrerhrlexikon ÄL 353" 
Historylnof Engravingl isiel (ääilialS V01. Vier):  Tlreler Knnsllerlexlkon'   
fasser dem Illantegna beigemessen). K' Werne- 
4] Ein Bettler, der, auf seinen Stock gestützt,    
einem andern Manne mit abgenommeneni IIute Nach ihm lithographlrt : 
11611 Rücken lieh"- gT- 5- Andreas I-Iofer, der Sandwirth. Gez. von Fr. Alt- 
Von Nagler, Monogr. dem Altobello zuge- inutter 1809. Innsbruck. Auch kolorirt. Fol. 
schrieben; nach Passav. P. Gr. V. 7 8 dagegen W. Engelmann. 
volililllliaadiegeuiöill. sind ausserordentlich selten. Plac i du s (Jacotg Aätni  tc  ' lläalele Sohn 
s. Ottley, Inqiiiry etc.  Ders. Nctices.  des Frau? A" ' geh 5' uil 80 m nnsbruck 
L e Blaue , Männer  Nagler, Monogr_ L  1819 bei Schwaz. Er erhielt den ersten Unter- 
No. 882 u. 1224.  Passavant , P. Gr. V. 147. rlcht von seinem Vater, ging dann nach Wien 
 D ers. im Knnstblatt herausgeg. von Fr. und setzte hier seine Studien unter Üasäinüva 
Meyer, Künstler-Lexikon. I. 71 
Altobello Me1one_
        

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