Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1598293
 Anton Altmann  Altobello Melone. 559 
Sümpfe. Von seiner Hand stammen auch mehrere 
gelungene Aquarelle und radirte Blätter.  
Von seinen Werken erwähnen wir: Kreuzgang 
des Klosters Maria Schein in Böhmen (1838).   
Partie aus Steiermark (1840).  Waldausgangi 
(1840).  Eisenhammer bei Rechberg (1841). -f 
Landschaft mit grossen Kräutern (1846).  
Sumpflandschaft (1846).  Abendlandschaft 
(1847).  Feldbrunnen an einem Waldausgange 
(1851).  Gebirgsmühle (1851).  Landschafti 
nach dem Regen (1852),  Eine Waldlandschaft; 
(1851), v. kaiserl. Hofe angekauft, findet sich in) 
der Galerie des Belvedere.  
s. Wurzbach , Oest. Biogr. Lex. I. 19.  Kunst- 
ausstellungskataloge.  
K. Weias. 
Von ihm radirt: 
1) Der überschwemmte Wald. 1845. qu. 4.  
2] Der Weg in den Eichenwald. 1845. gr. qu. 4. 
3) Die Wegkapelle. Links unten A. Altmann1842 
Wien; darunter im weissen Rand N0. I. gr. 4. 
4] Der Brunnen. 1850. F01. 
5] Partie aus Lundenburg. kl. qu. F01. 
Nr. 4 und 5 seltene unvollendete B11. da die 
Platten dem Künstler abhanden kamen. 
s. A. A n d r e s e n , die deutschen Malerradirer des 
19. Jahrh. III. 187. 
A. Andresen. 
Altmannshausen. JohannErnstvonAlt- 
III a n n s ha u s e n , Dilettant , zeichnete Land- 
schaften in der Mitte des 17. Jahrh. mit Archi- 
tektur, welche gestochen und mit seinem Namen 
oder J. E. ab A. inv. bezeichnet sein sollen. 
Nagler (Monogr. III. No. 2265) kannte folgen- 
des B1. : 
Ansicht des Bodensees mit Umgebung als Land- 
karte. Im Vorgrnnde kniet ein Ritter vor dem 
Madonnenbilde und in der Mitte oben ist der von 
Engeln gehaltene Plan des 1646 von den Schwe- 
den verbrannten Schlosses Wolfsegg. gr. qu. F01. 
Dieses B1. widmete A. im J. 1647 dem Grafen 
von Wolfsegg zum Namenstage. 
W. Schmidt. 
Altobelli. Gaetano Altobelli, Bildhauer 
zu Rom in der ersten Hälfte des 18. Jahrh., von 
dem sich keine Werke nachweisen lassen. Er 
war Schüler des Giuseppe Mazzuoli, der unter 
dem Eintlusse Bernini's stand, und blieb bei dem- 
selben bis an dessen Ende, so dass er vermuth- 
lieh sich zumeist an den Arbeiten seines Meisters 
betheiligte. 
s. L. Pascoli, Vite de' Pittori etc. moderni. II. 
487. 
als 
Altobello. Altobello Melone oder da Me- 
lo nibu s , Maler von Cremona um undnach 1500, 
dessen Familienname wahrscheinlich Melone war. 
Er scheint nur in seiner Vaterstadt thätig ge- 
wesen zu sein, wo auch jetzt noch die meisten 
seiner Werke sich befinden. Auch gehört er 
seiner Kunstweise nach , obwol er seine Stu- 
dien in Bologna und Ferrara begonnen haben 
mag, durchweg der Cremoneser Schule an, 
als deren Haupt Boecaccio Boccaeeino zu be- 
trachten ist. Dieser, ein tüchtiger Meister, der 
bisher zu wenig geschätzt worden, zeigt in frühen 
Bildern eine nahe Verwandtschaft zu Gio. Bel- 
lini und erfuhr dann den Einfluss des Perugino, 
dessen Altarbild in S. Agostino zu Gremona auf 
die ganze Schule eingewirkt hat. Zu diesen Ein- 
flüssen, welche Boccaceino auf seine Zeitgenossen 
und Nachfolger fortpfianzte, kam dann noch der- 
jenige des Girolamo Romanino von Brescia. 
Unter solchen Umständen gelangten die Meister 
von Cremona, wenn sie auch nicht in erster Linie 
stehen, doch zu einer wirksamen Kraft der Dar- 
stellung, die namentlich durch den warmen Ton 
der Färbung bemerkenswerth ist. Das gilt auch 
von Altobello. Dieser zeigt übrigens bisweilen 
noch, wie auch Baldinucci andeutet, einzelne 
Ziige von der Befangenheit der älteren Kunst, 
wie z. B. eine gewisse Härte der Umrisse, und 
andrerseits haben manche seiner Bilder, durch 
den allzu warmen Ton des Fleisches in Verbin- 
dung mit den sehr bestimmten Farben der Ge- 
wänder, eine unharmonische Wirkung. In seinen 
früheren Werken, so in den unten erwähnten 
Orgelthüren von S. Antonio Abbate , tritt mehr 
der Einfluss der Ferraresen, Lorenzo Costa's und 
Mazzolinds, hervor, in den späteren derjenige 
Romaninds. 
Geburts- und Todesjahr des Meisters sind un- 
bekannt. Antonio Campo setzt ihn in seiner Ge- 
schichte von Gremona nach der ersten Folge der 
dortigen Maler, den Bocc. Boceaccino, Crist. 
Moreto und den beiden Bembo, in die zweite 
Reihe mit Tommaso Aleni u. Bern. Ricca. Doch 
hat Altobello gleichzeitig mit Boccaccino gear- 
beitet, und seine Zeit ist wol zwischen jene bei- 
den Generationen zu setzen. Vasari berichtet, 
dass er zu Mailand in dem alten Hof des herzog- 
lichen Palastes (jetzt nicht mehr erhalten) eine 
der bewaffneten Figuren malte; da Bonifazio 
Bembo schon 1461 daselbst andere solcher Fi- 
guren ausgeführt hatte, wäre möglich, dass diese 
Arbeit des Melone schon vor 1500 fiele. Dass 
er schon vor dieser Zeit thätig gewesen , berich- 
tet auch Zaist (s. Literatur). Dennoch scheinen 
seine Hauptwerke nach 1500 und zwar in das 
zweite Jahrzehnt zu fallen. Damals wurde der 
Dom von Cremona mit Fresken reich aus- 
geschmückt; neben Bocc. Boccaccino, der damit 
schon im J. 1506 begonnen hatte, betheiligten 
sich an diesen Malereien Gianfrancesco Bembo 
imd Altobello, dann auch Girolamo Romanino, 
der hier auf die anderen Meister seinen Einfluss 
airsiibte, und späterhin noch andere Cremoneser 
Künstler. Welche unter diesen Fresken von 
Altobello herrühren, darüber herrschte früher 
mannigfache Verwirrung. Baldinucci schrieb ihm 
die Darstellungen aus dem Leben der Maria über 
den Bogen des Hauptschiffes zu , auch Lamo (s. 
Literatur) unter diesen wenigstens die Geburt 
Christi. Allein diese Bilder sind der Mehrzahl 
nach das Werk des Boccaccino ; nur eines davon, 
in zwei abgetheilt, mit der Inschrift: ALTOBEL-
        

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