Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592943
24 Abent  
Aberli. 
Abeut. Leonhard Abent, Zeichner von 
Passau, um 1576 thätig. Nach ihm fol- 
gendes Blatt: 
 I 
Plan von Passau, gest. von Fr. H o ge n b e ngj 
in dem bekannten Städtebuch von G. Braun: CIVI- 
tates orbis Terrarum libri VI. Att. Geongius Braun 
et Franciscus Hogenberg. Colon. Agripp. 1578. 
1617. Auf dem B1. das Monogramm und der Name: 
Leonardus Abent patauien. F. Anno. M. D. LXXVI. 
Heinekenk: Angabe: dass das B1. auch von Abent 
estoclxen sei, _ist ein Irrthum. Der Herausgeber 
 iraun bemerkt in dem Werke, dass. wer sein Land 
gern verträten sähe, die Abbildung einsenden solle, 
welche er dann unter Nennung des Namens ,von Ho- 
genberg stechen lassen würde. Auch das von Heine- 
ken gegebene Munogramm ist irrig. 
s. Heineken, Dict. I, 35.  Ottley, Noti- 
ces.  Le Blane,Manue1.- Nagier, Mono- 
grammisten IV. 898. 
W. Schmidt. 
Aberegno. Giacomo Aberegno (nichtl 
Alberegno, wie Zanotto schreibt) wird als vene- 
zianiseher Maler um 1400 aufgeführt. Die Quelle 
ist eine von Zani mitgetheilte Inschrift: Jacobü 
Aberegno pisit. Pisit für pinxit ist nicht befrem- 
dend; aber die Form Aberegno neben Jacobus 
lässt einen Irrthum in der Lesung argwöhnen. 
Vielleicht Jac. ab Arogno (Diöces Como) i? 
s. Zanotte, Pittura Veneziana, p. 242.  
Z ani, Enoiclepedia. I. 1. p. 294.  Bryan, 
Dict. of paint. Lond. 1816. 
Fr. W. Unger. 
Aberer. Aber er, Goldschmidt in Ulm, ver- 
fertigte um 1500 für die Kraffsche Familie ein 
grosses Agnus Dei in einem zierlich durchbro- 
chenen Tabernakel und ein Marienbild, beides 
von Silber. Urkunden erwähnen noch einen h. 
Martin, 12 Mark 1 Loth schwer, den er 1498 für 
143 Gulden 1 Ort verfertigte, und einen h. Vin- 
cenz, an dem er 1501 arbeitete. 
s. Kunstb]., Stuttgart 1833. p. 409. 
Fr. W. Ungar. 
Äberg. Fredrik Ulrik Äberg, schwedi- 
scher Bildhauer (Geburtsjahr unbekannt) , ein 
Schüler SergePs. st. jung um 1800. Seine Origi- 
nalkompositionen sind mittelmässig, seine Por- 
trätmedaillons dagegen besser. 
Nach ihm gestochen : 
Bildniss des "Dichters C. J. Hallman, in der Stjern- 
stolpdschen Ausgabe von dessen Skrifter. Stock- 
holm 1820. 8.  
s. E s tl a n d e r, Bildende konsternas historia. 
p. 504. 
Dietrichson. 
Äberg. Vie t 0 ria Ä b e rg, finnländische Lia- 
lerin, geb. um 1828, studirte einige Zeit um 1859 
in Düsseldorf unter Gude und ha_t sich später in 
Weimar aufgehalten. Ihre Landschaften sind 
mehr korrect als kräftig. Hervorzuheben ist eine 
.Ruine , Rudelsburg an der Saale, und Monrepos 
bei Wiborg in Finnland. 
Nach persönlichen Nachrichten. 
Dietrichson. 
Aberli. Johann Ludwig Aberli, geb. 
1723 zu Winterthur, 1- zu Bern den 17. Octbr. 
17 86, Zeichner, Maler und Radirer, der Begrün- 
der der_in Umrissen radirten und getuschten 
oder kolorirten Schweizer-Prospecte, die früher 
vielen Beifall fanden. Er machte seine ersten 
Studien beim Landschafter Felix Meyer, der 
übrigens als untergeordneter Künstler zu seiner 
Ausbildung wenig beitragen konnte. Achtzehn 
Jahre alt, zog Aberli nach Bern, wo er sich sei- 
nen Unterhalt durch Anstreichen verdiente , bis 
ihn der Zeichnenlehrer Joh. Grimm in seine 
Dienste nahm. Auch so kam er nicht weiter und 
mühte sich umsonst ab mit Porträtmalen und 
Kopiren. Erst als er begann die Natur selber zu 
studiren, trat sein eigentliches Talent hervor. 
Auch hatten die Landschaften von Schütz und 
Hirth aus Frankfurt a. M., die um diese Zeit 
nach Bern kamen, Einfluss auf ihn, und er be- 
gleitete dann Schütz selber auf dessen YVande- 
rnngen durch das Berner Oberland. 1759 ging 
er mit dem Kupferstecher A. Zingg zu seiner 
Fortbildung nach Paris; allein bereits nach neun 
Monaten kehrte er heim, weil ihm schien , dass 
idie Natur sich am besten durch unmittelbare 
1Anschauung studiren lasse. Die Wahrheit und 
 den frischen Eindruck der Natur wiederzugeben, 
das war seitdem seine Aufgabe. Er hat dies 
Weniger durch Oelbilder  deren er von grös- 
serem Umfange nur Wenige gemalt hat und die 
mehr aquarellirten Kupferstichen gleich sehen  
als durch Zeichnungen und Aetzungen zu errei- 
chen gesucht; letztere hat er so geschickt und 
lebhaft in Tusche und Farben ausgeführt, dass 
man sie anfangs für Zeichnungen hielt. Aberli 
gilt als der Begründer dieser neuen Kunstart, 
die bald zahlreiche Nachahmungen hervorrief. 
Zu seinen Schülern gehören: Rieter, N. Kö- 
nig, J. Biedermann, Lory, Frey, Luttringhau- 
sen, Oppeumann, Moritz, J. Mayer, J. Wetzel. 
Sein Bildniss hat J. R. Schellenberg in 8. ra- 
dirt für Füsslfs Geschichte der Schweizer Künst- 
ler, lII. 223; später auch M. Esslinger gest, 
s. unten. 
Andresen. 
a) Von ihm selbst radirt: 
1) Vue du c-häteau de Wimmis et des environs. 
Dess. et grav. par J. L. Aberli. gr. qu. Fol. 
2) Vue dessinee ä Mouri pres de Berne. Aberli d. 
et sc. gr. qu. Fol. 
3) Vue d'Yverdon prise depuis Clindi. Id. d. et sc. 
gr. qu. Fol. 
4) Vue de Cerlier et du Lac de Bienne. Id. d. et 
sc. gr. qu. Fol. 
5) Vue de la Ville de Berne du cöte du Nord. ld. 
d. et sc. qu. Fol. 
6) Vue dessinee sur les remparts de Berne. Id. d. 
et sc. qu. F01. 
7) Vue du Villagc et du Lac de Brientz. I'd. d. et 
sc. qu. Fol. 
S) Vue de la Vallee Oberhasli. Id. d. et sc. qu. Fol. 
9-16) Habillemens des Paysans en Suisse. 8 Feuilles 
(3 davon von B. A. Duncker gest.). kl. Fol. 
17) La tour pres de Vevey.,qu. Fol.
        

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