Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592928
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APÄEELFIE 
Abeloos. 
Ueber die Bilder des Künstlers s. die Zeit- Frescomalerei wieder zu erneuern suchten. In- 
Schrift: Paris, Wien und London. I. 41-91- dessen ist ihm das ebenso wie den übrigen miss- 
W- Flnyeimami- lungen (von seiner Hand die Kapelle des heil. 
M791 de Pujüi-  Aiexßilfiie Deilis Abel Rochus in St. Sulpice zu Paris). Als Später unter 
dßpiijoi, Hißioriemiläl-ief, geb- Zuvaieiißieilnes Karl X. die Louvresäle mit Deckengemälden 
1787, 'l' Zll Paris (1611 29- Sepi- 1851; Er kain ausgestattet wurden, war auch hier wieder Abel 
aus der Schule David's! und biieb zeitlebens in unter den Bcrufenen (Aegypten gerettet durch 
ihrer klassisch-akademischen Weise befangen. Jesephl selbst unter Ludwig Philipp llelen ihm 
Wie alle Schüler der Ecole des beaux-arts, neeh melneherlel nlonumentale Aufgaben zu; so 
welche den ersten Preis erhalten, kam er 1811 ein greeeee Altarbild in der Madelelne, dle h_ 
auf fünf Jahre in die französische Akademie zu Magdalena in der Wüste, und die Kuppelmele- 
Rom, und bildete Sich (iQYi S0 Weit W18, als es reien über dem Hochaltare in St. Denis du St. 
bei grossem Fleiss sein mässiges Talent zuliess. Sadrement 
Ei" Piodiicirie übrigens mit Leichtigkeit 11115- Abel de Pujol hat die ödentliche Anerken- 
wusste sich in jener unter dem Kaiserreiche be- Dung bis in seine späten Jahre reielllieli erfeli- 
liebten Darstellungsweise, welche ihren der An- i-en ; noch gelegentlich der g-roggen Ausstellung 
tike entnommenen Gestalten durch ein bühnen- von 1555 ist er ausgezeichnet werden Allein 
haftcs Pathos Leben und Grösse zu verleihen längst Seilen Wer damals Seine Zeit um; ei- ee- 
suchte, Anerkennung zu verschaifen. Sein Tod hörte zu jenen NeeliZiiglei-n dei- klassischen 
des Britannicus, den er 1814 von Rom nach Epoche, die nachdem Aufschwung, den die fran- 
Paris schickte (jetzt im Museum von Dijon), zösisehe Malerei durch die romantische Schule 
erhielt die Medaille erster Klasse. Nach der genommen, fast zum Spoiie werden Was Abel 
Wiederherstellung der Bourbonen liess sich allenfalls noch hatte, eine akademische Regel- 
dann der Künstler, wie fast alle Schüler David's, fertigkeit der Zeichnung und ein gewisses Ge- 
ohne Bedenken von der neuen Regierung ver- schick in der Anordnung, das wusste man um 
wenden, obwol der Meister selber in" die Ver- so weniger zu schätzen, als es ihm an meleii- 
bannung nach Brüssel gingl Als nun die Bour- schem Sinn, wie an eigener Anschauung immer 
bonen sich angelegen sein liessen, die Kirchen gefehlt hat. Der durchaus sculpturhafte Cha- 
mit frommen Gemälden zu schmücken, fand sich rakter der Davidschen Kunst ist von ihm in sei- 
auch Abel dazu bereit, wenn er gleich noch 1819 ner ganzen Einseitigkeit festgehalten worden; 
einen theatralischen Cäsar, der auf dem Wege bezeichnend dafür sind seine vGrisaillesa (im 
zum Senate von Calpurnia aufgehalten wird, Louvre und in der Pariser Börse), jene bekann- 
ausstellte- Sein erstes religiöses Bild war der ten Grau in Grau gemalten Darstellungen, welche 
h. Stephan, der das Evangelium predigt (Salon die Wirkung des plastischen Basreliefs täu- 
von1S17, jetzt in St. Etienne du Montzu Paris); schend nachzubildcn suchen. Darin war der 
dem folgte das damals sehr günstig aufgenom- Künstler besonders geschickt, eben weil er gar 
mene Begräbniss der h. Jungfrau durch. die nichts vom Maler hatte. 
Apostel im Thal Josaphat (Salon von 1d19, Jetzt E xplication des Peinturesta fresque executees 
in Notre_l)ame zu Pariel Uebi-igdns sind auch par Abel de PUJOPÖdIIS layßhapelle de S1 Roch, 
diese christlichen Figuren im antikisirenden-Stil äebgeälläpä?) eiiäifliize gugärggiälggzmgllge im 
jener Schule gehalten, verkleidete Helden des mit 4 Tafeln)?   P g" 
klassischen Alterthums, wie sie damals der fran- S_ _l_ Meyer, freue Malerei, P_ 15g 172 
zösischc Sinn auffasste. Und in derselben gleich- J. Meyer. 
förmigenArt, mit trockener und konventioneller Abglenato, muss heissen aBelenatO, s_ Be- 
Geschicklichkeit in der Behandlung des Nackten len a tu s. 
 3213112112; unigglggmiollegeliiin-    
Werke war die Wiedergeburt der Künste' die Warhaffte Abconterfevuxig des Haill en Reichs St tt 
er 1819 über (iem Aufgang der "grossen Treppe" Kempten etc. Holzschu. v. Hang Rogel. l56a9. 
im Louvre malte; doch ist es mit derselben 1556 qu, Fol 
zerstört worden. s. Heller, Handb. f. Kpfst. p. 605. 
Eine Anzahl von seinen grossen, meistens reli-  W. Engelmann. 
giösen Gemälden finden sich in französischen Abeloos. Michael Abelocs, Bildhauer, 
Provinzstädten: so im Museum zu Lille, in der geb. zu Löwen den 28. Jan. 1828, Sohn des Pe- 
Kathedrale zu Reims und in St. Pierre zu Douai; ter A. und der Katharina Van de Put. Nach sei- 
ferner noch in der Galerie der Diana zu Fon- nen ersten Studien an der Akademie bildete er 
tainebleau und in der Kap. der Dames du sacre sich weiter unter dem Bildhauer Karl Geerts aus, 
coeur (ebenda). Abel dePujolwardann auch unter bei dem er bis zu dessen Tode (1855) arbeitete. 
den Künstlern, welche," als die Regierung an- Er hat in dieser Zeit zu Brüssel (1848, 1851 und 
fangs der Zwanziger J ahre die malerische Aus- 1854) verschiedene Werke, namentlich religiöser 
schmückung der Kirchen förmlich massenweise Gattung, ausgestellt. Auch hat er für die Faeade 
betrieb, die unter David ganz vernachlässigte des Rathhauses zu Löwen 22 Statuen in Stein
        

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