Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1597884
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Almfelt 
Baldassare Aloisi. 
4] Oldenburg und Ugglas auf dem Gipfel der Ehre. 
5) Ugglas auf der Wage. 
(S) Ugglas am Galgen_ "Hög äfven i sic fallu (Hoch 
auch in seinem Falle], bez. Final. 
]I. Die Satiren gegen Schwan , dem Präsi- 
denten des Biirgerstandes im schwerli- 
schen Reichstag. 
7) Die vier Reichsstände, unter denen der Bilrger- 
stand als ein Schwan, aus dessen Magen Hoch- 
nluth, Eitelkeit und Eigennutz herausgucken. 
Er ist von zwei Satyren umgeben. Unter dem 
Bilde steht: Hügmod, Ffifenga, Egennytta. 
S) Der Teufel auf dem Rücken eines Sehwanes 
nach dem Tempel der Unsterblichkeit reitend. 
Unten sieht man Sehivaifs Haus in Stockholm. 
Dietrichson. 
Alnli. Bartolomeo di Francesco degli 
Almi, Maler in Siena, 1' 1579, wurde 1533 in 
die Kommission gewählt, welche die Statuten der 
Malergilde revidiren sollte, und begutachtete  
und schätzte 1555 die Gemälde, welche Lorenzo 
di Cristofano, genannt il Rustico mit seinen Ge- 
nossen für die Bruderschaft des h. Michael in der 
Abtei S. Donato ausgeführt hatte. Von seinen 
Arbeiten ist nichts bekannt. 
s. Milanesi, Doc. Sen. I. 53. M. 209. 
 Fr. U". (fnger. 
Almonacitl. S ebastian de Alinonacid, 
Bildhauer, fertigte mit Meister Copin von Hol- 
land 1500 die Bildsiiulcn und übrigen Skulpturen 
an dem Hauptaltar der Kathedrale zu 'l'0led0 
für 610000 Maravedis. Dann ging er nach Se- 
govia und verfertigte da in den Jahren 1509 und  
1510 für die Kirche mehrere Statuen, die allei 
schon 1512 durch ein Erdbeben zu Grunde gin-' 
gen. Später lebte er wieder in 'l'oled0 (1527)   
s. Cean Bermudez, Dir-c.  
Fr. W. Unger. 
Almor. J uan Al mor, spanischer Mönch 
und Maler , -i- am Ende des 18. Jahrh. in der 
Karthause zur hl. Empfängniss bei Saragossa. 
Fiir die Kapelle dieses Klosters hat er verschie" 
dene Malereien ausgeführt, von denen jedoch 
Nichts mehr erhalten ist. 
s. Zapater, Apuntes acerca de la Escuela Ara- 
gonesa. Madrid 1859. p. 24.  
LefoIrt. 
Aloise. Aloise da Napoli, liliniator des 
16. Jahrh. Von ihm riihren zwei der 21 noch er- 
haltenen Chorbiicher des Klosters S. Pietro zu 
Perugia. her, die sich siimmtlieh durch die 
Schönheit und feine Ausführung ihrer lilinizituren 
auszeichnen; es sind die beiden Bücher, welche 
mit C und D bezeichnet sind. Von diesem 
Künstler wird nur noch im Verwaltungsbueh 
N0. 18 des Klosters berichtet, dass er nach Voll- 
endung jener Arbeit gestorben sei. 
s. Vasari, ed. Le Monnier. VI. 318. 
ü! 
Aloisi. Baldassare Aloisi (auch Aluisi) 
gen. I1 Galanino, MRIOI'_VOD Bologna geb. 
daselbst um 1578, 1- in Rom 1638. Aus der 
Schule der Oaracci hervorgegangen, erhielt er 
in seiner Vaterstadt schon früh Aufträge zu 
Kirchenbildern; so malte er für die Kirche der 
Carita eine Heimsuchung Maria und für S. Paolo 
in Monte ausserhalb der Stadt eine liiadonnzt mit 
Johannes dem Täufer und dem l1l. Franziskus. 
Dass er zu den guten Meistern jener Schule ge- 
rechnet Wurde, erhellt aus seiner Theilnahme an 
den lilatlereien im Kloster S. Miehele in Bosco, 
dessen Ausstattung mit aller Sorgfalt damals 
betrieben und von den namhaftesten Bologneser 
Künstlern ausgeführt wurde (der letzte Rest der 
Fresken in diesem Jahrh. zu Grunde gegangen). 
Als die Brüderschaft des hl. Rochus 1605 nach 
Venedig zu den Gebeinen des Heiligen Wallfahr- 
tete, da widmete sie daselbst eine seidene Pro- 
zessionsfahnc mit dem Bilde des Heiligen, das 
nach der Zeichnung des Lod. Caracci von Aloisi 
gemalt war. 
Doch verliess A. noch in jungen Jahren (wol 
zwischen 1606 und 1608) seine Vaterstadt. Der 
Erfolg, den Annibale Caracei mit seinen Schii- 
lern in Rein hatte, lockte auch ihn dorthin. 
lGuido Reni und Miehelang. Colonna verhalfen 
Wihm daselbst zu Arbeit, und bald nach seiner 
iAnkunft scheint er für einige Kirchen thiitig ge- 
Wvesen zu sein. Baglione meldet, dass ihm in 
Gesu e Maria am Corso die Hauptaltartafel, 
iKrönung der lilaria, zugeschrieben wurde, wo- 
gegen Titi (Nuovo Studio di Pittura etc. delle 
Chiese di Roma. Roma 1708) dieselbe dem Gia- 
cinto Brandi beimaß. Indessen, ungeschickt im 
Verkehr und von zauderndeln uuentschiedenem 
Wesen sah sich A. von anderen Künstlern bald 
zurückgedrängt und daher gezwungen sich durch 
Bildnisse seinen Unterhalt zu erwerben. 
Hiermit scheint er denn auch ganz ansehnlichen 
Beifall und Erfolg erlangt zu haben; insbeson- 
dere nach dem Tode Ottavio Le0ni's (1628), der 
der" bevorzugte Porträtmztler der kirchlichen 
Würdenträger und der römischen Aristokratie 
gewesen. Doch ist wol Baglione, der dies mel- 
det, nach der WVeise jener Zeit in seinen Lob- 
sprüchen etwas überschwänglich; dem Leoni 
ist Galanino jedenfalls nicht gleichgekomiuen. 
Eines seiner besten Bildnisse war dasjenige des 
römischen Edelmannes und Poeten Ottavio Tron- 
sarelli. Man rühmte insbesondere an seinen 
Porträts die Kraft und das Relief der Dar- 
lstellung. 
 Den wenigen Nachrichten Baglionds über den 
Meister wciss Malvasia nur einige Anekdoten 
beizufügen. Darnaeh scheint A. ein Original 
und zwar von ziemlich grob gesehnittenem Holze 
gewesen zu sein. lm Umgang hatte er nicht die 
beste Art, und Riicksiehten nahm er überhaupt 
nicht, weder mit Freunden noch mit Fremden. 
Guido Reni wusste davon mehr als ein Stück- 
chen zu erzählen. Auch milsste der Künstler um 
jeden Preis zu seiner bestimmten Stunde Mal- 
zeit halten, und schlechthin Nichts konnte ihn 
daran stören. Das Alles scheint ihm zu seinem
        

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