Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1597540
Filnäällililällääääßfi 
Louis Hector Franglixllemandl 
in der Wölbung, an den Wänden verschiedene 
Passionsszenen; in der des hl. Franziskus von 
Paula in der Wölbung eine Caritas, an den 
Wänden Wunder des hl. Franziskus von Paula 
und zu Seiten des Altars zwei Engel und zweit 
weibliche Heilige; in der des Gekreuzigten diei 
büssende Magdalena zwischen reichen Arabes- 
ken in der Wölbung und zwei Darstellungen des 
Noli me tangere und des Engels, welcher den 
11h. Frauen die Auferstehung Christi verkündet. 
Der urkundliche Vertrag über die letztere Ar- 
beit ist noch erhalten; er ist von dem Meister 
mit einer Signora Lisantonia Andreoli unter dem 
25. April 1044 abgeschlossen, und verpflichtet 
A. sieh darin die Arbeit nach der von ihm ver- 
gelegten Zeichnung binnen 4 Monaten auszu- 
führen, wogegen er 40 Scudi sowie alles Mate- 
rial und das Gerüst geliefert erhält. Wie aus 
zwei weiteren Schriftstücken hervorgeht, hatte 
er zu dieser Arbeit zu Gehiilfen die Gebrüder 
Mareo und Paolo Gilidimgeli und einen Fran- 
ceseo Caniinoni. 
Je zwei Bilder von ihm finden sich im Museum 
von Lyon und in demjenigen von Nimes. 
Allemand gehört zur neueren französischen 
Schule der Landschaftsmalerei , welche mit rea- 
listischer Auffassung ein einfaches Stück Natur 
in seiner unmittelbaren Wahrheit und in der Be- 
stimmtheit seiner Erscheinung in Lieht und 
Luft wiederzugeben sucht. A. zählt nicht zu 
 den namhaftesten Meistern dieser Richtung, da 
er es Weder in der Wahrheit der Darstellung" 
noch in dem Ergreifen der Stimmung zu grossexi 
Wirkungen bringt; doch nimmt er immerhin in 
der neueren Lyoner Schule eine ehrenvolle 
 Stelle ein. 
s. (Gualandi), Memorie Originali Italiaxlc etc. 
S. V. p. 62  65. 
an 
 Allemand. Georges Allemand, Maler, 
geb. zu Naney wahrscheinlich Ende des 16. 
Jahrlr, i vor 1648 zu Paris. Unter diesem 
Namen Allerhand wird der Künstler in Fntnkreich 
bisweilen angeführt; allein auf den Holzschnit- 
ten, welche sein Zeitgenosse L. Biisinek nach 
seinenZeiehnungen gefertigthat, steht der Name : 
G. Lalleman oder Lallman, und auf einer 
eigenhändigen Radirung des Künstlers LALÖ. 
Er hiess also ohne Zweifel Lalleman oder Lalle- 
mand. S0 Schreibt ihn auch die Mehrzahl der 
Handbücher. s. daher Lallemand. 
W. Schmidt. 
Allemund. Louis Hector Frangois 
Allem und, Landschaftsmaler , geb. zu Lyon 
den 5. Aug. 1809, Sohn des Zeichners Hector 
Allemand und der J eanne Izoard Dalivani , die 
ebenfalls Malerin und Schülerin von Gerard 
und Gros war. Von seinen Eltern gezwungen 
in den Kaufmannsstand einzutreten, War der 
junge Allölllülltl bemüht sich seine Unabhängig- 
keit zu sichern, um sich ganz der Kunst zu wid- 
men. Endlich im Alter von 30 Jahren in der 
Lage seiner Neigung zu folgen, zeichnete und 
malte er unmittelbar nach der Natur, mit uner- 
müdlichem Fleisse jeden 'I'ag benützcnd. Er 
machte seine Studien namentlich in der Umge- 
gend von Lyon und im Dauphine und gewann 
so ein reiches Material für seine späteren Bilder. 
Auch besuchte er dann die Gemäldesammlungen 
von Frankreich , England und Holland, um die 
Werke der grossen Landschaftsmaler kennen zu! 
lernen, und studirte namentlich Ruisdael, H0lJ-' 
bema und Claude Lorrain. Im J. 1848 stellte er' 
zum ersten. Male aus und beschickte seitdem fastl 
alle Salons mit einem Qoder mehreren Werken. 
s. Das Verzeichniss seiner ausgestellten Werke bei 
Bellier de la Chavignerie, Dirt. 
J. J. Guifrey. 
 A l l e mand beschäftigte sich auch mit Radi- 
ren , betrieb es aber nicht in seinem Beruf, son- 
dern zu seinem Vergnügen, und kann als Kupfer- 
iitzer nur zu den Dilettanten gezählt werden. 
Aus Liebhaberei entstanden und nur an Freunde 
verschenkt, finden sich seine radirten Bll. eben 
nicht häufig im Kirnsthantlel. Die Gegenstände 
ihrer Darstellungen sind (lurehweg Landschaften 
und direkt aus der Natur genommen; doch merkt 
man, dass dabei Ruisdaefs und Rembrandts 
Radirungen dieser Art der Phantasie ihres Ur- 
hebers vorgeschwebt haben; sie zeigen ein 
achtbares, aber nicht sehr erfolgreiches Streben. 
lLe Blaue, in seinem Manuel, lieferte nach den 
weigenen Aufzeichnungen des mit ihm befreun- 
deten Künstlers ein ausführliches Verzeichniss 
ivon Allemands radirtem Werk, welches fünfzig 
Bll. umfasst. Alle diese Bll. und etliche andere, 
ldie nicht darin aufgenommen sind, haben uns 
iin verschiedenen Abdrucksgattungen und Plat- 
tenzuständen vorgelegen. Sie sind nachstehend 
sämmtlieh aufgezählt, aber nicht mit derselben 
Fülle und Breite beschrieben: denn man mIISS 
zugestehen, dass sie im Durchschnitt nicht aus 
den Schranken der lllittelmiissigkcit heraustreten 
und eigentlich nur für Sammler von Dilettanten- 
kram Interesse haben. H. Allemand bezeichnete 
seine Radirungen entweder mit seinem ganz 
ausgeschriebenen Namen oder mit folgendem 
,M0nogramm: m. 
s. Le Blaue, Manuel. I. 25. 
1-3) Le Petit pent. Eine kleine hölzerne Briickß 
und auf derselben ein Mann mit einem 
Reisbündel. 
La Maisoil dans les arbres. Ein V0" 
Biiumen umgebenes llaus am WaSSET- 
Les Breussailles. Ein mit Bänmcn und G9" 
biisch bewachsener llügel. 
Drei unbezeiehnete Duodezplatten, die "am 
 dem Abzüge Weniger Exemplare von dem Iiiinsi? 
ler vernichtet wurden. Lebl. 1, 2 und 3. 
4) Le Voyageur im eheval. Im Vorgrunde einer 
kleinen Landschaft ein Reiter. Unten rerhtä 
das Monogramm. 12. Lebl. 4. 
5) La Palissade. Ein von Bäumen umgebenes 
 Bauernhaus hinter einem Pfahlwerk; links 2
        

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